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Nachricht vom 01.04.2026
Region
Gaststätte Hahnhof in Wissen öffnet nach einem Jahr Pause wieder
Gute Nachrichten für viele Wissener und auch darüber hinaus: Die Traditionsgaststätte Hahnhof öffnet wieder - wenn auch mit Veränderungen. Im vergangenen Jahr hatte Betreiber Robert Ortheil die Reißleine gezogen und das beliebte Lokal geschlossen.
Die Gaststätte "Zum Hahnhof" (Foto: rm)Wissen. Der Hahnhof macht wieder auf - "quasi ab jetzt", wie Robert Ortheil auf Anfrage am Mittwochmittag mitteilt. Er sei gerade dabei, einige Möbel in den Biergarten zu schleppen, das Wetter solle ja gut werden in den kommenden Tage, äußert er sich positiv gestimmt. Und während der Biergarten ohnehin stets bei gutem Wetter geöffnet geblieben war, können Gäste nun auch wieder in die Gaststätte einkehren, und zwar freitags und montags ab 16 Uhr. In den vergangenen Monaten haben immer wieder Gäste nach einer Öffnung gefragt, erzählt der 38-Jährige. Und: vor allem auch seine Kinder, denn die haben den Betrieb vermisst. "Und die zwei Tage kann ich das zeitlich einrichten. Also dachte ich, ich mach den Hahnhof wieder auf."

Einschränkungen gibt es beim Küchenbetrieb. "Ich mach das an den zwei Tagen selbst, von daher wird es nur Kleinigkeiten wie Brotzeit oder Flammkuchen geben", erklärt Ortheil. Das Wichtigste jedoch sei, dass ausreichend Personal vorhanden ist. "Zusätzlich zu Bedienungen von früher fangen auch noch neue an. Deswegen bin ich guter Dinge, dass das läuft." Auch der große Saal kann in Zukunft wieder für Feiern gemietet werden. Das Essen muss dann allerdings anderweitig organisiert werden, privat oder etwa vom Caterer. Den Raum, Bedienung und Getränke aber kann der Hahnhof zur Verfügung stellen. Und auch für Vatertag hat Robert Ortheil bereits Pläne. Dann wird es ab 11.30 Live-Musik im Biergarten geben.

Hahnhof musste nach mehr als 100 Jahren schließen
Im Mai vergangenen Jahres war bekannt geworden, dass der Hahnhof nach mehr als 100 Jahren schließt. "Zu viel Arbeit, zu wenig Personal, zu wenig Zeit für die Familie", hieß es damals. Leicht gemacht hatte sich Robert Ortheil die Entscheidung nicht. Denn schon seit 1910 ist der Gasthof an der Nister im Besitz der Familie, er selbst führt ihn in vierter Generation. Doch gerade an den Wochenenden und den Abenden fehlte Personal. "Es war zuletzt einfach zu viel Arbeit für zu wenige Menschen", so die Begründung. Der Biergarten - mit Getränkeautomaten zur Selbstverpflegung - und der Campingplatz blieben weiterhin geöffnet.

 
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