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Nachricht vom 09.04.2026
Rheinland-Pfalz
Verkehrstote in Rheinland-Pfalz: Deutlicher Anstieg sorgt für Alarmsignal
Die Zahl der Verkehrstoten in Rheinland-Pfalz ist im vergangenen Jahr erstmals seit Jahren wieder gestiegen. Innenminister Michael Ebling warnt vor den alarmierenden Zahlen und kündigt verstärkte Maßnahmen an.
Verkehr in Rheinland-Pfalz. Foto: Thomas Frey/dpaMainz. Etwas weniger Verkehrsunfälle, aber deutlich mehr Tote und Verletzte - das ist die Bilanz für das vergangene Jahr in Rheinland-Pfalz. "Die aktuellen Zahlen sind ein klares Alarmsignal und zugleich ein Auftrag zum Handeln", sagte Innenminister Michael Ebling (SPD) in Mainz. Prävention und Kontrollen seien bereits verstärkt worden. Nun solle auch eine Social-Media-Kampagne folgen.

Insgesamt registrierte die Polizei 139.065 Unfälle, was einem Rückgang von 0,5 Prozent entspricht. Das bedeutet durchschnittlich etwa 380 Unfälle täglich, so Ebling. Die Zahl der Unfälle mit Verletzten oder Toten stieg im Jahresvergleich um 4,7 Prozent auf 14.106. Bei diesen Unfällen kamen 158 Menschen ums Leben, 28 mehr als im Jahr zuvor. Die Zahl der Schwerverletzten erhöhte sich um 4,4 Prozent auf 2.521, während die Leichtverletzten um 2,7 Prozent auf 15.128 zunahmen.

Unter den Unfällen waren ungewöhnlich viele mit mehreren Toten. So kamen bei elf Unfällen insgesamt 27 Menschen ums Leben. Ein bestimmter Grund dafür konnte nicht ermittelt werden.

Hauptunfallursachen waren insgesamt nicht angepasste Geschwindigkeit und zu geringer Sicherheitsabstand. Ebling vermutet zudem ein "erhebliches Dunkelfeld" beim Thema Ablenkung als Unfallursache. (dpa/bearbeitet durch Red)
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