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Pressemitteilung vom 15.04.2026
Region
Neues Projekt zur Stärkung der mentalen Gesundheit in Schulen im Kreis Altenkirchen
Die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen steht zunehmend im Fokus. Im Kreis Altenkirchen startet ein innovatives Projekt, das Schüler und Lehrkräfte gleichermaßen ansprechen soll. Eine großzügige Spende ermöglicht die Umsetzung.
An der August-Sander-Realschule plus in Altenkirchen fand jetzt der Auftakt-Workshop für Lehrkräfte statt. (Foto: Thorsten Stahl)Altenkirchen. In den vergangenen zehn Jahren haben die psychischen Erkrankungen unter jungen Menschen stark zugenommen: Jeder Fünfte ist mittlerweile im Laufe eines Jahres betroffen. Der Kinder- und Jugendschutz im Kreis Altenkirchen reagiert darauf mit einem neuen Projekt. Unter dem Titel "Mentale Gesundheit und Selbstfürsorge" werden Workshops für Schüler und Lehrkräfte angeboten.

Dank der Else-Schütz-Stiftung, die 9.000 Euro bereitstellt, konnte das Projekt an der August-Sander-Realschule plus in Altenkirchen beginnen. Yvonne Berndt von der Kreisverwaltung hatte die Finanzierung initiiert. Die Stiftung ist bekannt für ihre Unterstützung regionaler Projekte, wie zuletzt den Bau eines Hallenbads in Altenkirchen. Geschäftsführer Dr. Christian Meyer und Projektkoordinatorin Cordula Simmons besuchten die Auftaktveranstaltung persönlich.

Ganztägige Workshops
Schulleiter Gerhard Hein betonte die Bedeutung des Themas: "Die mentale Gesundheit gewinnt im schulischen Alltag zunehmend an Bedeutung und stellt uns alle vor pädagogische Herausforderungen." Neben der Realschule plus nehmen die Westerwaldschule Gebhardshain und das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf/Kirchen teil. Geplant sind drei Workshops für Lehrkräfte und zwölf ganztägige Workshops für Neunt- und Zehntklässler.

Der Verein "Kopfsachen e.V.", spezialisiert auf die Förderung der mentalen Gesundheit, ist Kooperationspartner des Projekts. Ihre Arbeit ist besonders wichtig, da nur an 0,25 Prozent der Schulen in Deutschland "Mental Health Coaches" tätig sind. (PM/Red)
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