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| Nachricht vom 17.04.2026 |
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| Region |
| Wasserschaden in Gebhardshainer Kita: Über Container-Zwischenlösung könnte neu entschieden werden |
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| In der katholischen Kindertagesstätte St. Maria Magdalena in Gebhardshain ist Mitte März ein Wasserschaden entdeckt worden. Bis der endgültig behoben ist, müssen die Kinder anderweitig betreut werden. Über die Lösung für dieses Problem gibt es Diskussionsbedarf. |
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Gebhardshain. Mitte März war der Wasserschaden am Bad der Mitarbeiterinnen entdeckt worden, ein Abflussrohr war hier nicht richtig befestigt gewesen. Die Kindertagesstätte (Kita) musste von einem auf den anderen Tag geschlossen werden, da das Gesundheitsamt eine Unbedenklichkeitsbescheinigung forderte, die die Versicherung jedoch nicht ausstellen konnte. Doch wo sollten die 70 Kinder nun betreut werden? Eine Lösung schien glücklicherweise schnell gefunden: Die ehemalige Martin-Luther-Grundschule in Betzdorf bietet die passenden Kapazitäten, der vorübergehende Umzug wurde umgehend realisiert, die Betreuung der Kita-Kinder konnte somit sichergestellt werden.
Doch damit waren die Probleme nicht vom Tisch: Der Transport der Kinder von Gebhardshain nach Betzdorf musste ebenfalls organisiert werden. Busse fahren auf der Strecke, aber da die Betreuungszeit der Kita um 7 Uhr beginnt und so früh noch kein Bus fährt, musste eine andere Lösung her. Doch auch die konnte die Gebhardshainer Bürgermeisterin Beate Straka präsentieren, denn nun fahren Taxis in den frühen Morgenstunden die Kinder von Gebhardshain nach Betzdorf. Die Kosten für den Transport werden geteilt, die Grundschule übernimmt die Versicherung, die Kreisverwaltung die Kosten für die Busse und die "Taxis Stand jetzt die Ortsgemeinde", wie Beate Straka auf Anfrage mitteilt.
Sorge um die Sicherheit der Kinder - stattdessen Containerlösung?
Mit dieser Lösung sind nicht alle Betroffenen zufrieden. Um die Sicherheit der Kinder auf der Fahrt zu gewährleisten, müssen die Kleinsten einen entsprechenden Kindersitz nutzen. Der muss von den Eltern bereitgestellt werden, bei Fahrtantritt ein- und bei Fahrtende wieder ausgebaut werden. Doch die Sicherheitsbedenken gehen weiter: Während der Fahrt in den Bussen könnten mitunter Dutzende Kinder im Kita-Alter alleine mit einem Busfahrer unterwegs sein - für viele Eltern stellt dies keine ausreichende Begleitung und Betreuung dar.
Deswegen wurde von Eltern eine Container-Lösung als Übergang ins Spiel gebracht: Verschiedene Plätze im unmittelbaren Gebhardshainer Umland hätten sich dafür angeboten. Der Ortsgemeinderat lehnte das auf seiner Sitzung ab. Bürgermeisterin Straka erklärt die Hintergründe: "Von den Eltern kam der Alternativ-Vorschlag eines Containerdorfes auf Plätzen in der näheren Umgebung. Dazu wurden im Rat die dafür notwendigen Schritte erörtert: Es muss ein Bauantrag gestellt werden, der ausgewählte Platz muss mit einem kindersicheren Zaun umbaut werden, die geschätzten Kosten liegen hier je nach Größe des Geländes bei rund 50.000 Euro. Es muss für Abwasser, Trinkwasser und Elektrizität gesorgt werden, hier sind die Kosten nicht abschätzbar." Angebote von Containerbaufirmen zeigten laut Straka zudem, dass bei einer Mindestmietdauer von zwölf Monaten Kosten zwischen rund 190.000 Euro und 220.000 Euro netto entstünden. Außerdem: "Für alle Gewerke muss es eine Ausschreibung geben, die Vorlaufzeiten für alle vorbereitenden Maßnahmen sind nicht abschätzbar, dürften aber mehrere Monate dauern. Erst dann kann mit den Bauarbeiten auf einem Platz begonnen werden." Deswegen habe der Rat sich entschieden, die Übernahme der Kosten zunächst abzulehnen - es soll abgewartet werden, wie lange die Sanierung dauert. "Wenn diese Zeit unzumutbar lange wird, dann soll neu entschieden werden", so Straka weiter.
Arbeiten in der Kita beginnen
Wann der Betrieb in der Kindertagesstätte in Gebhardshain wieder aufgenommen werden kann, ist derzeit also noch unklar. "Die Aufbrucharbeiten beginnen in der kommenden Woche - erst dann kann die Größe des Schadens und eine Dauer der Maßnahme eingeschätzt werden", erklärt Bürgermeisterin Straka am Freitag und fügt hinzu: "Zum Glück waren zu keiner Zeit Belastungen in der Luft messbar."
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