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Pressemitteilung vom 22.04.2026
Region
Graffiti-Projekt in Wissen: Kinder gestalten Kita-Fassade kreativ
Ein besonderes Kunstprojekt hat Kinder in Wissen kreativ gefordert und gefördert. Unter professioneller Anleitung entstanden eigene Werke und ein gemeinsames Gestaltungserlebnis. Die Aktion verband Kunst, Bildung und praktisches Lernen im Alltag.
(Fotoquelle: Ralf Johanns)Wissen. Am Mittwoch (15. April 2026) wurde mit 21 Kindern des Hortes der Kath. KiTa-Adolph-Kolping in Wissen ein Graffiti-Projekt durchgeführt. Die künstlerische Leitung übernahm der Graffiti- und Streetart-Künstler Kai "Semor" Niederhausen, der auf eine langjährige Erfahrung in der Szene zurückblickt.

Der Künstler lebt in Köln, ist international tätig und stammt ursprünglich aus Waldbröl. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er im Kreis Altenkirchen. Sein Stil ist vor allem durch sogenanntes Lettering geprägt, bei dem Buchstaben mit grafischen Elementen kombiniert werden. Zudem arbeitet er mit unterschiedlichen Materialien und zeigt sich experimentierfreudig in seinen Projekten.

Kunstprojekt mit pädagogischem Ansatz
Das ganztägige Projekt wurde mit Unterstützung der Franziskus-Grundschule umgesetzt. Für die Teilnahme wurden die Kinder teilweise vom Unterricht und von den Hausaufgaben befreit. Ziel war es, kreative Fähigkeiten zu fördern und ein Verständnis für Formen, Farben und künstlerische Gestaltung zu entwickeln.

Unter Anleitung von Kai "Semor" Niederhausen wurden die Kinder Schritt für Schritt an die Technik des Graffiti herangeführt. Dabei lag ein besonderer Fokus auf dem Zusammenspiel von Form und Farbe. Die Teilnehmer konnten eigene Ideen einbringen und gemeinsam kreativ arbeiten.

Gestaltung und eigene Werke
Ein zentraler Bestandteil des Projekts war die Gestaltung eines Teils der Fassade des KiTa-Gebäudes. Die Kinder arbeiteten gemeinsam mit dem Künstler an der Umsetzung und konnten ihre Ergebnisse direkt sichtbar machen.

Zusätzlich stellte Sebastian Fuchs, Mitarbeiter einer regionalen Firma und Vater eines Hortkindes, 21 Leinwände zur Verfügung. Diese wurden ebenfalls von den Kindern gestaltet und konnten anschließend mit nach Hause genommen werden. Damit entstand neben dem Gemeinschaftsprojekt auch eine persönliche Erinnerung für jedes Kind.

Förderung und Unterstützung
Das Projekt wurde finanziell unterstützt und mit insgesamt 2.100 Euro gefördert. Die Mittel stammen vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, aus dem Bundesprogramm "Menschen stärken Menschen" sowie von der Stiftung Bildung.

Das Graffiti-Projekt zeigt, wie kreative Bildungsangebote Kindern neue Ausdrucksmöglichkeiten eröffnen und gleichzeitig praktische Erfahrungen vermitteln können. (PM/bearbeitet durch Red)
     
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