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Nachricht vom 24.04.2026
Wirtschaft
WM 2026: Was Deutschland von diesem Turnier erwarten kann
ANZEIGE 18+ | Hinweis: Dieser Artikel ist für ein erwachsenes Publikum bestimmt und behandelt Themen (beinhaltet ggf. Links), die sich an Personen ab 18 Jahren richten. Im Sommer 2026 findet die Fußball-Weltmeisterschaft zum ersten Mal in drei Ländern gleichzeitig statt: USA, Kanada und Mexiko. 48 Mannschaften, 104 Spiele, sechs Wochen Fußball. Das ist mehr als bei jeder WM zuvor, und es wirft eine Frage auf, die Fans und Experten schon jetzt beschäftigt: Wird dieses Format funktionieren, oder verliert das Turnier dabei seinen Charakter?
AI generated ImageDeutschland ist dabei. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat die Mannschaft nach dem Debakel bei der WM 2022 in Katar neu aufgebaut. Das EM-Aus im Viertelfinale 2024 gegen Spanien schmerzte, aber es zeigte auch, dass die Mannschaft wieder mithalten kann, wenn sie gut steht. Florian Wirtz, Jamal Musiala, Kai Havertz: Das sind Spieler, die auf diesem Niveau Entscheidungen treffen können. Was noch fehlt, ist die Konstanz über ein ganzes Turnier.

Das Turnier beginnt am 11. Juni 2026 und endet mit dem Finale am 19. Juli in New York. Die Gruppenspiele verteilen sich auf 16 Stadien in 11 amerikanischen Städten, dazu Toronto, Vancouver sowie Guadalajara, Monterrey und Mexico City in Mexiko. Die Zeitverschiebung wird für europäische Fans eine Rolle spielen: Viele Spiele beginnen nachts oder früh morgens mitteleuropäischer Zeit.

Wer die WM intensiv verfolgt, und das tun in Deutschland traditionell Millionen, sucht vor dem Anpfiff nach Einschätzungen und Analysen. Viele Fans schauen dabei nicht nur auf Sportmagazine, sondern auch auf den jeweiligen Sportwetten Anbieter, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie die Chancen eingeschätzt werden.

Brasilien und Argentinien gelten als Favoriten. Argentinien ist amtierender Weltmeister, Lionel Messi wird 38 Jahre alt sein, wenn das Turnier beginnt, und niemand weiß, ob er noch dabei ist. Beim letzten großen Turnier war er der entscheidende Mann. Ohne ihn sieht die Mannschaft anders aus, nicht zwingend schlechter, aber anders.

Frankreich ist mit Kylian Mbappé nach wie vor gefährlich. Auch wenn sein erstes Jahr bei Real Madrid holprig war, ist er auf internationalem Niveau einer der besten Spieler der Welt. Spanien hat mit seiner jungen Generation, die die EM 2024 gewann, bewiesen, dass der tiki-taka-Stil weiterentwickelt werden kann. England wartet noch immer auf den ersten Titelgewinn seit 1966 und wird wieder als Mitfavorit ins Turnier gehen.

Das neue Format mit 48 Teams bedeutet, dass schwächere Mannschaften mehr Chancen haben. Die Gruppenphase besteht aus 12 Gruppen mit je vier Teams, wobei die beiden Erstplatzierten jeder Gruppe sowie die acht besten Gruppendritten weiterkommen. Das erhöht die Spannung, senkt aber auch das Niveau in der ersten Runde. Kritiker sagen, dass das Turnier dadurch länger wird, ohne besser zu werden. Befürworter sagen, es gibt mehr Ländern eine Chance, WM-Erfahrung zu sammeln.

Für Deutschland hat das Format durchaus Vorteile. In der Vergangenheit schied die DFB-Elf in der Gruppenphase aus, was bei einem 48-Team-Turnier schwieriger zu wiederholen wäre. Gleichzeitig bedeutet das, dass auch der Weg ins Finale länger ist. Sieben Spiele statt sechs war es früher. Mit dem neuen Format sind es acht, wenn man durchkommt.

Die Austragungsorte sind beeindruckend. Das AT&T Stadium in Dallas fasst über 80.000 Zuschauer. Das MetLife Stadium nahe New York, wo das Finale stattfindet, ist eines der größten Fußballstadien der Welt, wenn man die temporären Erweiterungen mitrechnet. Stadien wie das SoFi Stadium in Los Angeles oder das Aztekenstadion in Mexiko City sind legendäre Spielstätten, die schon frühere WM-Momente erlebt haben.

In den USA ist Fußball durch die MLS und die Frauen-Nationalmannschaft deutlich populärer geworden als noch vor zehn Jahren. Die WM 1994 gilt als Wendepunkt für den amerikanischen Fußball. 2026 soll der nächste sein. Ob das gelingt, hängt auch davon ab, wie gut die US-Männermannschaft abschneidet. Sie haben mit Christian Pulisic einen Spieler, der auf internationalem Niveau liefern kann.

Für deutsche Fans bleibt die Hoffnung, dass Nagelsmanns Mannschaft diesmal länger dabei ist als in den letzten Turnieren. Das Potenzial ist vorhanden. Was noch fehlt, ist ein Turnier, in dem alles zusammenkommt. 2026 wäre der richtige Moment. (prm)

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