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Pressemitteilung vom 09.05.2026
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Sicherheitslücke Passwort: Die Verbraucherzentrale RLP klärt auf
Unsichere Passwörter sind oft das Einfallstor für Hacker. Das Landeskriminalamt und die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz haben wertvolle Tipps zur Sicherung von Online-Accounts zusammengestellt. Erfahren Sie, welche Maßnahmen wirklich wirksam sind.
Foto: PixabayMainz. Sicherheit im Netz beginnt beim Log-in. Viele Nutzer verwenden noch immer leicht zu erratende Passwörter wie "1234" oder einfache Kosenamen. Doch um sich effektiv vor Fremdzugriffen zu schützen, empfehlen Experten ein starkes Passwort mit mindestens zehn Zeichen, das Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen enthält und für jedes Konto einzigartig ist.

Ein regelmäßiger Wechsel des Passworts gilt heute nicht mehr als zeitgemäß. Wichtig ist vielmehr, von Beginn an ein sicheres Passwort zu erstellen. Zusätzliche Sicherheit bieten Mehr-Faktor-Authentisierungen wie Fingerabdruck, PIN oder App-Bestätigungen. Für das Merken sicherer Passwörter empfiehlt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die Eselsbrücken-Methode. Dabei kann man einen festen Teil des Passworts für alle Konten nutzen und diesen durch ein kurzes, dienstspezifisches Kürzel ergänzen.

Passwort-Manager sind eine praktische Lösung, um den Überblick über verschiedene Zugangsdaten zu behalten. Diese speichern alle Passwörter sicher unter einem einzigen Master-Passwort. Die Verbraucherzentrale NRW und das BSI haben verschiedene Passwort-Manager getestet. Besonders Firefox wird als empfehlenswerte Einstiegslösung hervorgehoben, da er ohne großen Aufwand für Sicherheit sorgen kann.

Neben der Sicherung von Accounts sollten auch Geräte wie Smartphones, Tablets oder Laptops geschützt werden. Eine Gerätesperre durch PIN, Fingerabdruck oder Gesichtserkennung ist hier unverzichtbar, um Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen.

Eine zukunftssichere Alternative zu herkömmlichen Passwörtern sind Passkeys. Diese ersetzen das klassische Passwort durch eine Verknüpfung mit dem eigenen Gerät. Der Log-in erfolgt wie bei der Entsperrung des Handys per Face-ID, Fingerabdruck oder PIN, was einen verschlüsselten digitalen Handschlag mit der Webseite auslöst. So bleibt die digitale Tür für Kriminelle geschlossen.

Weitere Tipps zur Erstellung sicherer Passwörter

• BSI: Merkblatt zum Aufhängen sowie Hinweise zur Passwortverwaltung.
• Polizei-Beratung: Sicherheitskompass für starke Passwörter.
• Verbraucherzentralen: Leitfäden zum Schutz von Geräten, zum Einsatz von Passkeys und Passwortmanagern im Test.

Detaillierte Hilfestellungen zur digitalen Organisation bietet das BSI mit seinen Empfehlungen zur Passwortverwaltung, während die Verbraucherzentrale NRW Passkeys als zukunftssichere Alternative zu klassischen Passwörtern vorstellt. (PM/Red)


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