| AK-Kurier |
| Ihre Internetzeitung für den Kreis Altenkirchen |
|
| Nachricht vom 19.05.2026 |
|
| Rheinland-Pfalz |
| Rheinland-Pfalz: Fast jede fünfte Tankstelle verstößt gegen die 12-Uhr-Regel |
|
| Knapp jede fünfte Tankstelle in Rheinland-Pfalz hat gegen die seit April geltende 12-Uhr-Regel verstoßen. Eine Auswertung des Verbraucherdienstes "Mehr-Tanken" zeigt, wie viele Verstöße es gab und wie das Bundesland im Vergleich zu anderen steht. |
|
Mainz. Mehr als hundert Tankstellen in Rheinland-Pfalz haben nach Angaben eines Verbraucherdienstes gegen die im April eingeführte 12-Uhr-Regel verstoßen. Laut einer Auswertung des Verbraucherdienstes "Mehr-Tanken", basierend auf Daten der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe, erhöhten 149 von 784 Tankstellen bis zum Stichtag 11. Mai insgesamt 874 Mal die Preise zu unerlaubten Zeiten. Die Quote lag bei etwa 19,0 Prozent - fast jede fünfte Tankstelle verzeichnete mindestens einen Verstoß. Der Zeitraum von 11.30 bis 12.30 Uhr wurde bewusst ausgeklammert, um Verzerrungen durch vorzeitige oder verzögerte Preismeldungen zu vermeiden. "Mehr Tanken" ist Teil des Medienhauses "Motor Presse Stuttgart".
Das Land liegt knapp unter dem bundesweiten Durchschnitt von 19,7 Prozent. Die höchste Anzahl an Verstößen wurde in Bayern mit 25,6 Prozent festgestellt, gefolgt von Niedersachsen und Thüringen. Rheinland-Pfalz rangiert auf Platz sechs, während Berlin mit 8,2 Prozent die niedrigste Quote aufweist. Die 12-Uhr-Regel, die seit dem 1. April gilt, erlaubt Tankstellen nur einmal täglich um 12.00 Uhr mittags eine Preiserhöhung. Senkungen sind jederzeit möglich. Diese Regelung wurde nach den stark gestiegenen Spritpreisen infolge des Iran-Krieges eingeführt und soll den Kunden mehr Orientierung bieten.
Die Tankstellenbetreiber weisen die Vorwürfe zurück. Daniel Kaddik, Chef des Bundesverbandes Freier Tankstellen, wird in der "Sächsischen Zeitung" und der "Leipziger Volkszeitung" zitiert: "Wir haben zunächst Hinweise, dass wir mit den Auswirkungen eines schlecht gemachten Gesetzes konfrontiert sind, nicht mit bewussten Regelverstößen." Änderungen würden über Kassensysteme abgewickelt und müssten von Automaten, Preismasten und Zapfsäulen verarbeitet werden, bevor die Daten ans Kartellamt gehen. Verzögerungen könnten durch langsame Leitungen oder laufende Tankvorgänge entstehen. (dpa/bearbeitet durch Red) |
|
| Nachricht vom 19.05.2026 |
www.ak-kurier.de |
|
|
|
|
|
|