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| Nachricht vom 21.05.2026 |
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| Altenkirchen: Zeitplan für Schlossplatzsanierung lässt wenig Spielraum zu |
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| Die Sanierungen des Schlossplatzes und der „oberen“ Wilhelmstraße in Altenkirchen sind längst beschlossene Sache, die Ausführungsplanung liegt vor und wird in der nächsten Zusammenkunft des Stadtrates vorgestellt. Allmählich jedoch erhöht sich der zeitliche Druck, da das Projekt Ende des Jahres 2027 zu den Akten gelegt sein soll. |
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Altenkirchen. Der Ödnis soll der Garaus gemacht werden: Die Sanierung des Altenkirchener Schlossplatzes und der Wilhelmstraße (zwischen Gebäude Westerwald Bank) und Frankfurter Straße (Fußgängerzone) ist in die Wege geleitet, die Ausführungsplanung, die in der nächsten Sitzung des Stadtrates vorgestellt werden soll, und ein Zuschussbescheid über zunächst einmal 1,237 Millionen Euro aus Landesmitteln unter dem Dach des Förderprogramms „Wachstum und nachhaltige Entwicklung – Nachhaltige Stadt“ liegen vor. Allmählich jedoch erhöht sich der zeitliche Druck, weil das mindestens 2,5 Millionen Euro teure Projekt bis zum Ende des Jahres 2027 hinter dem Pflug liegen soll. Das erfuhren die Mitglieder des Umwelt- und Bauausschusses des Stadtrates Altenkirchen in ihrem Treffen am späten Mittwochnachmittag (20. Mai). Bereits Ende Juli sollen die Gewerke ausgeschrieben werden, so dass der Stadtrat während einer Sondersitzung voraussichtlich am 20. August die Aufträge vergeben kann. Die Erneuerung des „Deckels“ über der Tiefgarage, an einigen Stellen undicht, ist sinnvollerweise als begleitende Maßnahme vorgesehen und solle, so Stadtbürgermeister Ralf Lindenpütz, vor Weihnachten 2026 abgeschlossen werden. Noch nicht per fixem Termin anberaumt ist eine angedachte Info-Veranstaltung für Bürger (ähnlich der, als es im Januar um die Zukunft der Stadthalle ging), die Claudia Leibrock (Bündnisgrüne) gerne trotz des engen Zeitplans noch verwirklicht sehen möchte. Lindenpütz versprach, eine solche „Bürgerbeteiligung“ zu organisieren. Dies könne zum Beispiel eine Sitzung des Stadtrates in der Stadthalle oder „Outdoor“ gegenüber sein. Er betonte gleichzeitig jedoch auch, dass das Grundkonzept der Gestaltung nunmehr vorgegeben sei. Sascha Müller als Fachbereichsleiter Infrastruktur, Bauen und Umwelt der Verwaltung der Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld fügte an, dass es schwierig werde, „Grundsätzliches“ neu zu definieren, da die Ausführungsplanung von Landschaftsarchitekt Martin Heinemann vorliege. Neben dem Funktionsanspruch, die der Schlossplatz (3850 Quadratmeter) künftig erfüllen soll (Konzerte, Marktstände, Demonstrationen oder Schützenparaden), sind diese Nutzungsgrundsätze gesetzt: Barrierefreiheit, Auflockerung, mehr Räumlichkeit durch transportable Pflanzcontainer, Steigerung der Aufenthaltsqualität, Beschattung und Begrünung, der jedoch durch die geringe bepflanzbare Tiefe infolge der Betonabdeckung der Tiefgarage enge Gestaltungsmöglichkeiten gesetzt sind.
Eingang zum Waldfriedhof sanieren
Die Verkehrsanlagenplanung für die zu sanierenden Stadtstraßen Schützenweg und Almersbacher Straße (beide im Stadtteil Leuzbach) übernimmt nach einstimmigem Votum das Ingenieurbüro Heinemann GmbH (Altenkirchen) zu einem Angebotspreis von 46.407 Euro. Die Grundleistungen umfassen die Planungen der Leistungsphasen 1 bis 6 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Insgesamt wurden vier Angebote abgegeben. Ebenfalls ohne Widerspruch erhielt die Firma Börgerding Landschaftsbau GmbH (Altenkirchen) die Order, den Eingangsbereich des Waldfriedhofs für 28.843 Euro zu sanieren. Zusätzliche 11.489 Euro muss die Stadt berappen, um das Dach der Halle auf dem Waldfriedhof fachgerecht instand zu setzen, weil die Firma Benner Bedachung (Unnau) als bereits brieflich verdingter „Ausführer“ nach einer Teilöffnung der Abdeckung feststellte, dass die Tragschicht (Holzschalung der Dachfläche) desolat und nicht ausreichend tragfähig ist. Dies war bei der Planung und Ausschreibung der Maßnahme weder optisch erkennbar noch faktisch feststellbar. Dem erforderlichen Nachtrag zum Hauptangebot von der Firma Benner versagte das Gremium seine uneingeschränkte Zustimmung nicht.
Innenstadt absichern
Asphaltarbeiten für neue straßenbegleitende Radwege (Fahrradschutzstreifen) in der Wiedstraße und Bahnhofstraße sprach die Zusammenkunft einstimmig der Firma Müller Tiefbau GmbH (Hemmelzen) zu, die 22.789 Euro in Rechnung stellen wird. Die Kostenschätzung hatte sich auf 18.386 Euro belaufen. Darüber hinaus werden noch Markierungsarbeiten erforderlich, die die Firma Reckenfeld GmbH (Emmelbaum/Eifelkreis Bitburg-Prüm) für 21.344 leistet, wogegen niemand etwas einzuwenden hatte. Sanierungsarbeiten des asphaltierten Stichwegs, der zwei Anwesen am Driescheider Weg erschließt, werden Sache der Firma WWB Tiefbaugesellschaft mbH (Krunkel) für 11.722 Euro brutto (9851 Euro netto), da Einwände ausblieben. Auf die Anforderung von Vergleichsangeboten wurde verzichtet, weil bis zu einer Auftragssumme von 10.000 Euro (netto) solch ein Vorgehen nicht erforderlich ist. Für das neue Absperr- und Sicherheitskonzept der Fußgängerzone wurde ein Angebot des Ingenieurbüros Heinemann (Obererbach) für die Leistungsphasen 1 bis 5 eingeholt, das sich auf 20.260 Euro beläuft und einstimmig für gut befunden wurde. Grundlage für die Berechnung waren Kosten in Höhe von 210.000 Euro (netto). Enthalten sind sechs Standorte für „versenkbare Poller“ (Kosten jeweils 20.000 Euro), sechs Anschlüsse an vorhandene Stromzähler (Kosten jeweils 5000 Euro) und 20 stationäre bzw. mobile Pflanzkübel (Kosten jeweils 3000 Euro).
Neue Weihnachtsbeleuchtung
Und dann war da noch die Information über das Konzept für die Änderung der Weihnachtsbeleuchtung: Sie soll nicht mehr als Überhangvariante in der Fußgängerzone daherkommen (Kosten für Auf- und Abbau rund 4000 Euro pro Jahr), sondern an den Laternen (im Besitz der Stadt) als LED-Schneekristalle (oder ähnliche Motive) befestigt werden. 34 Lichtquellen dieser Couleur sind vorhanden, elf verfügen über Steckdosen, so dass 23 erst einmal jeweils solch eine Kupplung erhalten müssen. Lindenpütz schwebt zudem vor, womöglich auf dem Dach der Stadthalle einen wie auch immer gearteten Weihnachtsbaum in der Adventszeit zum Leuchten zu bringen. War die Ausstattung in früheren Jahren eine Aktion der Einzelhändler, kümmert sich nunmehr die Stadt um die festliche Variante. Das Gute: Wird ein Förderantrag bis zum 20. Juni gestellt, kann die Auszahlung des Zuschusses zwar erst im kommenden Jahr erfolgen, aber bis zu 90 Prozent betragen. Die reinen Anschaffungskosten liegen je nach Modellen, die auf Weihnachten einstimmen sollen, zwischen 21.000 und 38.000 Euro (ohne sämtliche Nebenkosten). Anmietungen für sechs Wochen als Alternative kosten bis zu 3000 Euro. (vh) |
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