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Nachricht vom 25.05.2026
Rheinland-Pfalz
Wirtschaftsdynamik in Rheinland-Pfalz: Koblenz glänzt, Mainz im Rückwärtsgang
Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zeigt deutliche Verschiebungen in der wirtschaftlichen Entwicklung der Regionen in Rheinland-Pfalz. Während Koblenz im Ranking der dynamischsten Regionen aufsteigt, verliert Mainz an Boden.
Container Terminal (Foto: Sebastian Gollnow/dpa)Rheinland-Pfalz. Die Gesellschaft IW Consult hat im Rahmen ihres Regionalrankings 400 Landkreise und kreisfreie Städte in Deutschland untersucht. Dabei wurden Kriterien wie Wirtschaftsstruktur, Arbeitsmarkt und Lebensqualität bewertet. Das Niveauranking zeigt, dass Mainz von Platz 2 im Vorjahr auf Rang 14 gefallen ist. Frankenthal befindet sich unter den schwächsten zehn Regionen auf Platz 391. Im Dynamikranking, das die Fortschritte der Regionen misst, erreicht Koblenz den vierten Platz, während Mainz mit geringen Fortschritten auf Platz 398 landet. Der Landkreis Birkenfeld bildet das Schlusslicht.

Shootingstar Koblenz
Die Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz sieht mehrere Gründe für das gute Abschneiden der Stadt: ein starkes Gründungsklima, eine ausgeprägte Hochschullandschaft und eine junge Bevölkerung. Diese Faktoren bieten attraktive Lebensbedingungen bei vergleichsweise niedrigen Kosten. Zudem wird der breite Branchenmix als Stärke hervorgehoben, da er die Region krisenresistenter macht. Herausforderungen sieht die IHK in steigenden Energie- und Arbeitskosten sowie im Flächenmanagement.

Absteiger Mainz
Die IHK Rheinhessen führt den Absturz von Mainz im Dynamikranking auf die zuvor starke Entwicklung der Stadt zurück. Gestiegene Standortkosten und eine schwächere Steuerkraft belasten die Entwicklung zusätzlich. Die IHK fordert, politische Maßnahmen zu ergreifen, um die Standortbedingungen zu verbessern. Infrastrukturprobleme und unzuverlässige Zugverbindungen werden als weitere Bremsfaktoren genannt.

Und was sagt Frankenthal?
Trotz der schlechten Platzierung in der IW-Studie sieht die IHK Pfalz den Standort Frankenthal solide. Eine eigene Umfrage ergab die Schulnote 2,6. Positiv bewertet werden die Verkehrsanbindung und das Bildungs- und Gesundheitsangebot. Kritisch sieht die Kammer jedoch den negativen Gewerbesaldo und die gestiegenen kommunalen Steuern. Die Kriminalitätslage sei unauffällig, obwohl statistische Schwächen durch die kleinteilige Stadtstruktur erklärt werden.

Die IHK kommt deshalb zum Schluss, dass beide Studien unterschiedliche Dinge messen würden: Die Unternehmen selbst bewerteten den Standort deutlich besser, als es die IW-Studie vermuten lasse.

Schlusslicht Birkenfeld
Laut Miroslaw Kowalski, Landrat des Kreises Birkenfeld, leidet die Region unter den Entwicklungen in der Automobilindustrie und der schleppenden Entwicklung von Konversionsflächen. Die geplante Schließung eines Biontech-Standorts verschärft die Lage. Der ländliche Charakter der Region und der Nationalpark Hunsrück-Hochwald erschweren Unternehmensansiedlungen. Aktuell wird an einem Autobahnanschluss gearbeitet, um die Erreichbarkeit zu verbessern. (dpa/bearbeitet durch Red)
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