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| Nachricht vom 01.06.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Anstieg der Klagen vor Sozialgerichten in Rheinland-Pfalz |
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| Die Zahl der Klagen vor den Sozialgerichten nimmt zu. Besonders in Rheinland-Pfalz ist ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, was auf Änderungen im Sozialrecht zurückzuführen ist. |
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Mainz. An den vier Sozialgerichten in Rheinland-Pfalz sind im Jahr 2025 deutlich mehr Klagen eingegangen. Insgesamt wurden 12.172 neue Verfahren registriert, gut 2.000 mehr als im Vorjahr, wie aus Zahlen des Deutschen Richterbundes hervorgeht. Diese Statistik umfasst nicht die Verfahren am Landessozialgericht Rheinland-Pfalz in Mainz als zweite Instanz.
Die Anzahl der neuen Verfahren schwankt in Rheinland-Pfalz erheblich. Im Jahr 2023 waren es rund 10.700 Klagen in erster Instanz, während 2018 etwa 17.900 Klagen gezählt wurden. Die Entwicklung steht im Zusammenhang mit Änderungen im Sozialrecht. Bundesweit wurden 2025 erstmals seit 2021 wieder über 300.000 neue Fälle registriert.
Der Bundesgeschäftsführer des Richterbundes, Sven Rebehn, erklärte: "Vermehrte Streitfälle ums Bürgergeld oder um Ansprüche aus der Sozialversicherung treiben die Fallzahlen deutlich nach oben." Laut einer Umfrage der Deutschen Richterzeitung, herausgegeben vom Richterbund, stieg die Zahl der Klagen bei den bundesweit 68 Sozialgerichten im Vergleich zum Jahr 2024 im Schnitt um 10 Prozent auf mehr als 263.500. Eilverfahren, die einen einstweiligen Rechtsschutz betreffen, schnellten um 47 Prozent auf fast 40.000 Fälle (2024: 26.995).
Die Gerichte erwarten, dass die Zahlen für 2026 und 2027 weiter steigen werden. Rebehn erklärte: "Der Umstieg vom Bürgergeld zur neuen Grundsicherung zum 1. Juli und die weiteren angekündigten Reformen des Sozialstaats werden zahlreiche neue Streitfragen aufwerfen, die vor den Sozialgerichten zu klären sind." Stephan Gutzler, Präsident des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz, äußerte sich im März ähnlich: "Durch die vorgesehenen Verschärfungen im Bereich der Grundsicherung - bisher Bürgergeld - ist sogar wohl mit einem weiteren Anstieg der Eingänge zu rechnen." (dpa/bearbeitet durch Red) |
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