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| Nachricht vom 10.06.2026 |
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| Altenkirchen: Baubeginn für neue Mensa an der Erich-Kästner-Grundschule naht |
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| Das wird die nächste große Baustelle in der Stadt Altenkirchen. Die Verbandsgemeinde Altenkirchen-Flammersfeld wird an der Erich-Kästner-Grundschule eine Mensa bauen lassen müssen, um dem Rechtsanspruch des Gesetzes zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter nachzukommen. |
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Altenkirchen. Verabschiedet auf Bundesebene, muss das Gesetz zur ganztägigen Förderung von Kindern im Grundschulalter (Ganztagsbetreuung) auf lokaler Ebene umgesetzt werden. Aus dem Rechtsanspruch ergibt sich jedoch für Mädchen und Jungen keine Pflicht, die Offerte wahrzunehmen. Das Privileg beginnt für jedes Kind im Schuljahr 2026/2027, das die erste Klasse besucht, und wird bis zum Schuljahr 2029/2030 jährlich um eine Klassenstufe erweitert. So haben vom Schuljahr 2029/2030 an alle Kinder einer Grundschule einen Rechtsanspruch auf eine Ganztagsbetreuung in einem Umfang von acht Stunden an fünf Werktagen. Vor diesem Hintergrund müssen Schulträger die Voraussetzungen schaffen, die Buchstaben der Vorgabe zu erfüllen. Für die Verbandsgemeinde (VG) Altenkirchen-Flammersfeld bedeuten die neuen Rahmenbedingungen, dass sie an „ihren“ Grundschulen teure „Nachbesserungen“ in die Wege leitet. Erste sichtbare wird der Rohbau einer Mensa an der Erich-Kästner-Grundschule in Altenkirchen (Siegener Straße) sein, für den die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschusses (HFWA) des VG-Rates in der Sitzung am späten Dienstagnachmittag (9. Juni) einstimmig grünes Licht gaben. Diesen Part übernimmt die Firma Fritz Meyer GmbH (Altenkirchen) zu einem Angebotspreis in Höhe von 587.515 Euro. Die Kostenschätzung belief sich auf 486.481 Euro. Zwei weitere Begehren, dem Konzept Leben einzuhauchen, lagen mit 761.602 und 798.498 Euro deutlich über dem, das, als wirtschaftlich angemessen bezeichnet, verabschiedet wurde. Das neue Gebäude wird an der Hochstraße verwirklicht, wo sich derzeit noch eine kleiner Parkplatz an der Ausfahrt der Busandienung der Schule (zwischen Siegener- und Hochstraße) befindet.
Aufstockung möglich
Die Planung sieht auf rund 560 Quadratmetern dieses vor: Foyer, Betreuungsräume für den Ganztagsschulbetrieb, Speiseraum für 76 Menschen mit vorgelagerter Terrasse, Küche mit Nebenräumen, die zu einem späteren Zeitpunkt auch in eine Küche für Frischkostzubereitung umgewandelt werden kann, WC-Anlagen für Jungen, Mädchen sowie ein barrierefreies und rollstuhlgerechtes WC, Stuhllager und Technikraum. Eine Aufstockung, um vier weitere Klassenräume zu schaffen, ist möglich vor dem Hintergrund, dass der Altbestand des Komplexes (rotes Backsteinhaus und Ur-Klassentrakt näher an der Siegener Straße) mittelfristig abgerissen werden soll. Die Baukostenschätzung beläuft sich derzeit auf 3,56 Millionen Euro. Die VG rechnet mit einem Eigenanteil in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro, vom Bund kommen als Zuschuss 953.000 Euro, vom Kreis stehen 350.000 Euro in Aussicht. Die VG wandelt im Anschluss die Erich-Kästner-Schule in eine Ganztagsschule in Angebotsform um, wie es bereits bei den Grundschulen in Altenkirchen (Pestalozzi), Weyerbusch und Horhausen praktiziert wird. Die Erdarbeiten waren bereits vor kurzem der Firma Müller Tiefbau GmbH (Hemmelzen) für 159.113 Euro übertragen worden.
Grundbetrag für Ferienbetreuung: 35 Euro
Zurück zum Rechtsanspruch: Dieser gilt auch in den Ferien, inklusive der beweglichen Ferientage, mit Ausnahme von vier Wochen im Jahr. Es verbleiben damit insgesamt zehn Ferienwochen, die sich auf die Oster-, Sommer- und Herbstferien verteilen, in denen also Angebote für die Betreuung der Kids gemacht werden müssen (erstmals in den Herbstferien 2026). Einstimmig befürwortete der Ausschuss die Vereinbarung mit dem Kreis Altenkirchen, die das Grundsätzliche dieser Errungenschaft regelt. Darüber legte er nach bereits ausführlichen und teils konträren Diskussionen in vorgeschalteten Ausschüssen (Kinder und Jugend/Schulträger) die Gebühren fest, die für die Teilnahme der Kinder erhoben (der Kreis hatte sich auf 35 Euro festgelegt) und die noch im VG-Rat final abgesegnet werden müssen. Mit deutlicher Mehrheit machten die 35 Euro als Grundbetrag (acht Stunden und Mittagessen) das Rennen, nachdem zuvor 30 Euro klar das Nachsehen hatten. Vom zweiten Kind an werden immer 20 Euro fällig. Eine Ermäßigung auf 20 Euro (auch fürs erste Kind) ist möglich, wenn eine kostenlose Schulbuchausleihe in Anspruch genommen wird. In Paragraf 14 der Vereinbarung ist zudem aufgelistet, wann ein Erlass des Elternbeitrages möglich ist. Unberührt von dem neuen „Player“ in diesem „Markt“ bleiben die Betreuungen, die freie Träger in den Ferien organisieren. Die Jugendpflege der VG verlangt beispielsweise pro Tag (sechs Stunden und ohne Mittagessen) 15 Euro.
Aufträge vergeben
Zwei Anträge jeweils auf Förderung im Rahmen der Richtlinie zur Verbesserung der haus- und fachärztlichen Versorgung in der VG wurden ohne Widerspruch positiv beschieden: Einen Betrag in Höhe von 30.000 Euro erhält Dr. Christian Chahem für die Übernahme einer internistischen Hausarztpraxis in Altenkirchen. Auf 500 Euro beläuft sich der monatliche Zuschuss (vom 19. Oktober an und für maximal zwei Jahre) für die allgemeinmedizinische Hausarztpraxis Sebastian Schiffgens (Horhausen) für die Einstellung eines Weiterbildungsassistenten. Der Auftrag für den Kauf eines Häckslers für den Bauhof wurde einmütig für eine Auftragssumme in Höhe von 57.049 Euro der Firma Greving Landtechnik Süd GmbH (Wesseling-Berzdorf) zugedacht. Zudem bekommt der Bauhof einen Traktor der Marke ISEKI, den die Firma Schreiner Maschinenvertrieb GmbH (Steffenberg) für 68.909 Euro liefert, wogegen niemand aus dem Ausschuss votierte. Die Firma W. Schmitt GmbH Feuerwehrtechnik (Neuwied) liefert, so wurde einstimmig auf den Weg gebracht, den Löschzügen Oberlahr und Berod der VG-Wehr hydraulische Rettungsgeräte zu einem Gesamtwert in Höhe von 71.704 Euro. Noch einmal kommt die Neuwieder Spezialfirma zum Zuge: Sie beschafft neue Tagesdienstkleidung für die rund 400 Wehrleute in den neun VG-Löschzügen und wird 75.636 Euro in Rechnung stellen. Widersprüche wurden nicht im Protokoll vermerkt.
Beschluss aufgehoben
Nicht per Förderung beteiligen wird sich die VG am Bau einer Doppelgarage auf dem Gelände der Sportanlage in Bürdenbach-Bruch, in der die KG Oberlahr Utensilien für die jährlichen Sessionen lagern möchte. Die bereits durch den Sportausschuss und den HFWA (Sitzung am 5. Dezember 2024) gefassten Beschlüsse, das Anliegen jeweils per Zuschuss zu unterstützen, wurden einstimmig aufgehoben. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion hatte dargestellt, dass der Verein den 30 Prozent umfassenden Eigenanteil (70 Prozent LEADER-Förderung) selbst tragen müsse, nachdem die VG und die Ortsgemeinde (OG) in Aussicht gestellt hatten, sich als Unterstützung mit jeweils zehn Prozent der Gesamtsumme (67.354 Euro) zu beteiligen. Ursprünglich war die VG-Verwaltung davon ausgegangen, dass die Zuwendungen von VG und OG förderunschädlich seien. Die KG habe inzwischen signalisiert, dass sie dennoch am Bau festhalte. (vh) |
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