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Pressemitteilung vom 11.06.2026
Region
Seit 30 Jahren Hilfe zu Hause für schwerkranke Kinder in der Region
Schwerkranke Kinder und Jugendliche benötigen oft eine intensive medizinische Betreuung. Seit 30 Jahren unterstützt die Häusliche Kranken- und Kinderkrankenpflege der DRK-Kinderklinik Siegen betroffene Familien im eigenen Zuhause und ermöglicht damit ein Leben außerhalb des Krankenhauses.
Klinikgeschäftsführer Fred Josef Pfeiffer (Mitte) gratuliert den Leitungskräften Angelique Badstübner (re.) und Susanne Solbach (li.) der DRK Häusliche Kranken- und Kin-derkrankenpflege der DRK-Kinderklinik Siegen (Foto: DRK-Kinderklinik Siegen gGmbH)Siegen. Wenn von häuslicher Pflege die Rede ist, denken viele zunächst an die Betreuung älterer Menschen. Weniger bekannt ist, dass auch schwerkranke Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene auf eine intensive pflegerische Versorgung angewiesen sein können. Genau auf diese besondere Aufgabe hat sich die Häusliche Kranken- und Kinderkrankenpflege der DRK-Kinderklinik Siegen seit mittlerweile 30 Jahren spezialisiert.

Das Angebot richtet sich an Familien, deren Kinder aufgrund schwerer Erkrankungen oder komplexer gesundheitlicher Einschränkungen dauerhaft auf professionelle Unterstützung angewiesen sind. Ohne diese Form der Versorgung müssten viele der betroffenen Patienten über lange Zeiträume stationär in einer Klinik betreut werden.

Anfänge auf der Intensivstation
Der Ursprung des Pflegedienstes reicht bis in die Mitte der 1990er Jahre zurück. Auslöser war eine junge Patientin, die seit ihrer Geburt auf der Intensivstation der Kinderklinik auf dem Wellersberg behandelt wurde. Da sie dauerhaft beatmet werden musste, stellte sich die Frage, wie ihr dennoch ein Leben im familiären Umfeld ermöglicht werden könnte.

Zunächst mussten die technischen Voraussetzungen für eine 24-Stunden-Intensivpflege geschaffen werden. Gleichzeitig war der Aufbau eines spezialisierten Pflegeteams erforderlich, das über die notwendigen intensivpflegerischen Kenntnisse verfügte. Nachdem diese Voraussetzungen erfüllt waren, konnte die Patientin die Klinik verlassen und über viele Jahre hinweg im häuslichen Umfeld versorgt werden.

Diese erfolgreiche Entwicklung zeigte früh, welches Potenzial in diesem Versorgungskonzept steckt. Gleichzeitig wurde deutlich, dass der Bedarf an einer solchen spezialisierten Betreuung durch den medizinischen Fortschritt weiter wachsen würde.

Besonderes Pflegekonzept
Bis heute unterscheidet sich die Arbeit der Pflegekräfte deutlich von klassischen ambulanten Pflegediensten. Während dort häufig mehrere Patienten nacheinander betreut werden, begleitet in der Häuslichen Kranken- und Kinderkrankenpflege eine Pflegekraft den jeweiligen Patienten während der gesamten Schicht.

Dadurch wird eine kontinuierliche Betreuung ermöglicht, die sich eng an den individuellen Bedürfnissen der Patienten orientiert. Gleichzeitig entsteht eine enge Zusammenarbeit mit den Familien, die einen wichtigen Bestandteil des Pflegekonzepts bildet.

Versorgung in einem großen Einzugsgebiet
Aktuell betreuen rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der DRK Häuslichen Kranken- und Kinderkrankenpflege insgesamt 12 Patienten. Das Versorgungsgebiet umfasst einen Umkreis von rund 60 Kilometern um Siegen.

Mehrere Patienten sind auf künstliche Beatmung angewiesen. Viele der betreuten Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen leben zudem mit schweren Mehrfachbehinderungen und benötigen eine besonders intensive Betreuung im Alltag.

Wichtige Unterstützung für Familien
Nach Einschätzung der Verantwortlichen bietet das Pflegekonzept betroffenen Familien eine wertvolle Unterstützung. Es ermöglicht ihnen, den Alltag gemeinsam im häuslichen Umfeld zu gestalten, obwohl eine umfangreiche medizinische Versorgung notwendig ist. Gleichzeitig steht den Familien jederzeit das Netzwerk der DRK-Kinderklinik Siegen im Hintergrund zur Verfügung.

Die Verantwortlichen sehen darin einen wichtigen Beitrag zur regionalen Gesundheitsversorgung. Das spezialisierte Angebot schließt seit drei Jahrzehnten eine Versorgungslücke und schafft für Familien eine Alternative zur langfristigen stationären Betreuung in einer Klinik. Für die Betroffenen bedeutet dies vor allem mehr Alltag, mehr Nähe zur Familie und eine höhere Lebensqualität im vertrauten Umfeld. (PM/bearbeitet durch Red)
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