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| Nachricht vom 20.06.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Wohngeldkürzungen in der Kritik - Bauminister Teuber widerspricht |
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| Der rheinland-pfälzische Bauminister Sven Teuber hat sich deutlich gegen die von Bundesbauministerin Verena Hubertz geplanten Kürzungen beim Wohngeld ausgesprochen. Die Ankündigungen hätten weitreichende Folgen für viele Haushalte. |
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Mainz. Der rheinland-pfälzische Bauminister Sven Teuber (SPD) kritisierte die angekündigten Wohngeldkürzungen seiner Parteikollegin und Bundesbauministerin Verena Hubertz (ebenfalls SPD) scharf. "Das ist das völlig falsche Signal", sagte Teuber der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. "Das Wohngeld ist eine sehr wichtige soziale Unterstützung für Menschen mit geringem Einkommen." Beide Politiker stammen aus Trier.
Wie Bundesbauministerin Verena Hubertz der Rheinischen Post mitteilte, müssten Beziehende künftig mit weniger Geld rechnen, jeder Dritte würde ganz aus der Maßnahme fallen: "Die Kürzungen beim Wohngeld werden leider alle bisherigen Empfänger betreffen. Ein Drittel der bisherigen Wohngeldhaushalte wird rausfallen", sagte Hubertz. Zwei Milliarden Euro beabsichtigt Hubertz einzusparen. Laut Wohnungsministerium sind 44 Prozent der Beziehenden Familien, in 52 Prozent der Wohngeldhaushalte leben Rentner.
Soziale Härte
Teuber betonte, dass viele Menschen kaum noch bezahlbare Wohnungen finden könnten. "Die Mieten steigen, mietgebundene Wohnungen verschwinden seit Jahrzehnten zugunsten des freien Marktes", erklärte er. "Der Druck auf dem Wohnungsmarkt wächst, und ausgerechnet jetzt kürzt der Bund die Unterstützung für zehntausende Haushalte, die trotz täglicher Arbeit kaum noch bezahlbare Wohnungen finden." Teuber hob hervor, dass diese Unterstützung notwendig sei, bis mehr mietgebundene, öffentlich geförderte Wohnungen entstünden als wegfielen. "Daran arbeiten wir, aber das braucht Zeit."
Teuber forderte eine starke Wohngeldpolitik statt Kürzungen, die den Alltag vieler Menschen gefährden würden. "Klar ist aber auch: Wohngeld allein wird nicht reichen. Deshalb wollen wir prüfen, ob wir, wie viele Kommunen, selbst aktiv am Bau mitwirken müssen, um weitere Kräfte zu aktivieren", ergänzte Teuber, der auch für die Kommunen zuständig ist. (dpa/bearbeitet durch Red)
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