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Pressemitteilung vom 25.06.2026
Region
Netzwerktreffen im Kreis Altenkirchen: Unterstützung für trauernde Kinder
Im Kreis Altenkirchen fanden kürzlich Netzwerktreffen statt, die sich mit der Unterstützung trauernder Kinder und Familien befassten. Über 100 Fachkräfte kamen zusammen, um sich über den Umgang mit Verlust und Trauer auszutauschen.
Netzwerkkoordinatorin Christina Weiper (vorne rechts) freute sich auch in der Kreisverwaltung über die große Resonanz. Referentin Stephanie Witt-Loers (links) hielt wie schon in Betzdorf einen Fachvortrag zur Begleitung von trauernden Kindern. (Foto: Kreisverwaltung/Thorsten Stahl)Altenkirchen/Betzdorf. Mehr als 100 Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, der Kindertagesbetreuung, der Jugendhilfe und dem Beratungswesen versammelten sich in der Betzdorfer Stadthalle und der Kreisverwaltung Altenkirchen. Die Treffen wurden von Christina Weiper, der Netzwerkkoordinatorin des Kreises, organisiert. Ziel war es, den Teilnehmern mehr Sicherheit im Umgang mit trauernden Familien und Kleinkindern zu vermitteln.

Stephanie Witt-Loers vom Institut Dellanima hielt bei beiden Veranstaltungen Vorträge zum Thema "Trauernde junge Kinder von Beginn an bei Verlust, Tod und Trauer verstehen und begleiten". Sie erklärte praxisnah die Grundlagen der Trauerbegleitung und betonte: "Die Verarbeitung eines Verlustes ist sehr individuell - und jede Verarbeitung hat ihre Berechtigung." Das duale Prozessmodell der Trauerbewältigung (DPM) beschreibt einen Wechsel zwischen Verlustorientierung und Wiederherstellungsorientierung, um dem seelischen Schmerz entgegenzuwirken.

Witt-Loers arbeitet seit über 20 Jahren mit trauernden Familien und gründete 2008 das Institut Dellanima in Bergisch Gladbach. Neben Beratungen und Gruppenleitungen entwickelt sie Materialien, die helfen, die Themen Trauer und Verlust greifbar zu machen. Diese Themen betreffen alle Altersgruppen, da auch Babys und Kleinkinder auf Verluste reagieren können. Die Trauer kann sich erst Jahre später zeigen, wenn die emotionale und kognitive Reife erreicht ist.

Besonders war, dass die Teilnehmenden ein Geschenk von Trostteddy e.V. erhalten haben - ein kleines Kuscheltier, das in schweren Zeiten Trost spenden soll. (PM/Red)
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