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Pressemitteilung vom 29.06.2026
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Luther-Nachfahre begeistert mit Predigt in Hilgenroth
In Hilgenroth sorgte ein besonderer Gottesdienst für anhaltenden Applaus. Prädikant Jona Luther, Nachkomme der Reformatorenfamilie, fand mit seiner Predigt über den Turmbau zu Babel großen Anklang.
V.l.: Pfarrer Joachim Triebel-Kulpe, Thorsten Bienemann, Jona Luther, Achim Runge. (Foto: Thorsten Bienemann)
Hilgenroth. Ein außergewöhnlicher Moment ereignete sich am Sonntag (28. Juni) in der evangelischen Kirche von Hilgenroth: Nach dem Schlusssegen spendeten die Besucher Prädikant Jona Luther lang anhaltenden Applaus. Eingeladen von Thorsten Bienemann, Männerbeauftragter im Evangelischen Kirchenkreis Altenkirchen, und der evangelischen Kirchengemeinde Hilgenroth, war Luther zum zweiten Mal für einen Gottesdienst in den Westerwald gekommen. Der Nachfahre von Jakob Luther, dem Bruder des Reformators Martin Luther, gestaltete den Gottesdienst vor einer gut gefüllten Kirche.

Im Mittelpunkt seiner Predigt stand die biblische Erzählung vom Turmbau zu Babel, die Luther als zeitlos relevant darstellte. Er erklärte, dass der Turmbau für den menschlichen Drang stehe, sich selbst zu erhöhen und seine Grenzen zu überschreiten. Gott setzte diesen Bestrebungen jedoch Grenzen, um den Menschen an seine Verantwortung zu erinnern.

Maßstäbe bewahren
Von dieser Geschichte ausgehend, schlug Luther eine Brücke zur Gegenwart. Er beleuchtete historische Ereignisse und technische Entwicklungen, von der Raumfahrt bis zur Künstlichen Intelligenz, und stellte die Frage nach dem verantwortungsvollen Umgang mit menschlichen Errungenschaften. Luther betonte, dass wissenschaftlicher Fortschritt keine Bedrohung sei, sondern eine Gabe Gottes, die das Leben verbessern könne. Dennoch müsse stets geprüft werden, was ethisch vertretbar sei.

Besonders warnte Luther davor, Technik zur letzten Autorität zu erheben. Maßstab bleibe die Verantwortung vor Gott und den Mitmenschen. Passend dazu sang die Gemeinde "Herr, gib mir Mut zum Brückenbauen" von Kurt Rommel, ein Lied, das die Botschaft der Predigt unterstrich. Die Resonanz auf Luthers Worte war groß. Viele Besucher blieben nach dem Gottesdienst, um sich persönlich mit ihm auszutauschen. Der Beifall hallte noch nach, als die Kirche sich allmählich leerte. (PM/Red)
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