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Pressemitteilung vom 29.06.2026
Region
Klassiker trifft Moderne: Musiktheater im kulturWERKwissen
Ein ungewöhnliches Musiktheaterprojekt erwartet die Besucher im kulturWERKwissen. Unter der Leitung von Klaus Schumacher wird ein Klassiker neu interpretiert und in die digitale Welt verlegt. Die Inszenierung verspricht, Brücken zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu schlagen.
Keine Dreigroschenoper. (Quelle: Dominik Weitershagen)Wissen. Unter dem Titel "Das ist keine Dreigroschenoper" präsentieren die Wissener eigenART und die Kreismusikschule Altenkirchen ein außergewöhnliches Musiktheaterprojekt. Passend zum Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz "Die Goldenen Zwanziger" verbindet die Inszenierung Elemente aus John Gays "The Beggar's Opera" sowie Bertolt Brechts und Kurt Weills "Dreigroschenoper" mit einer zeitgemäßen Handlung.

Die Geschichte verlagert das kriminelle Milieu des Originals in die Welt sozialer Medien und internationaler Technologiekonzerne. Im Mittelpunkt steht der charismatische Tech-Unternehmer und Kleinkriminelle Eggi (Egon Ex), der heimlich Ruby heiratet – die Tochter des mächtigen Social-Media-Unternehmers Sugar und zugleich die eigentliche Programmiererin hinter dessen Plattform. Aus Angst um sein digitales Imperium setzt Sugar den korrupten Polizeipräsidenten Tiger-Don auf Eggi an. Nach seiner Flucht wird dieser schließlich durch ein automatisiertes Risikoprofil identifiziert, verhaftet und zum Tode verurteilt. Erst als sein Schicksal in den sozialen Medien große Aufmerksamkeit erlangt, wendet sich das Blatt: Ein Milliardär kauft ihn frei, und Eggi erhält schließlich einen Beraterposten in der Regierung.

Musikalisch bleibt die Inszenierung eng mit dem Original verbunden. Bekannte Werke von Kurt Weill und Bertolt Brecht wie die "Moritat von Mackie Messer", "Seeräuber-Jenny" oder der "Kanonensong" werden von Lehrkräften und Freunden der Kreismusikschule live aufgeführt. Mit der modernen Adaption greifen die Veranstalter aktuelle Themen wie Digitalisierung, soziale Netzwerke, Künstliche Intelligenz und Machtstrukturen auf und schlagen eine Brücke zwischen einem Theaterklassiker und gesellschaftlichen Fragestellungen der Gegenwart.

Die Aufführung findet am Freitag, den 3. Juli, um 19 Uhr, im kulturWERKwissen, Walzwerkstraße 22 in Wissen statt.

Tickets
Sitzplätze an Bistrotischen sind im Vorverkauf für 12 Euro in allen Reservix-Vorverkaufsstellen (z.B. der buchladen, Maarstraße in Wissen), online sowie bei der Ticket-Hotline 069-90 28 39 86 erhältlich. Der Einlass und die Abendkasse sind ab 18 Uhr geöffnet. Mitglieder des Fördervereins kulturWERKwissen e.V. haben freien Eintritt.

Fotoausstellung
Im Anschluss ist die von der Wissener eigenART konzipierte Foto-Ausstellung "Raus aus dem Korsett!" für den Besuch geöffnet. Rund 60 Exponate, im Kern vor allem Fotografien aus dem Kreisarchiv Altenkirchen und dem Ullstein Bildarchiv Berlin, zeichnen ein facettenreiches Bild der "Neuen Frau" der Zwanziger Jahre. Bei freiem Eintritt (Spenden willkommen) ist die Ausstellung in der Zeit vom 4. bis 26. Juli immer samstags von 14 Uhr bis 18 Uhr und sonntags von 11 Uhr bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung geöffnet. Es wird um Anmeldung per E-Mail an ausstellung@kulturwerk-wissen.de gebeten. (PM/Red)
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