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Pressemitteilung vom 29.06.2026
Region
MGV Dünebusch machte den Festplatz auf dem Berg wieder zum Dorfmittelpunkt
105 Jahre Vereinsgeschichte: Drei Tage lang wurde zwischen Bitzen und Dünebusch gefeiert – "Die Bunten Töne" führen die musikalische Tradition heute fort.
Volles Festzelt auf dem Berg: Der MGV Dünebusch feierte sein 105-jähriges Vereinsjubiläum auf dem Festplatz zwischen Bitzen und Dünebusch. (Foto: Jana Richartz)Bitzen/Dünebusch. Wer am Sängerfest-Wochenende den Festplatz zwischen Bitzen und Dünebusch besuchte, merkte schnell: Hier ging es nicht nur um ein Vereinsjubiläum. Hier wurde ein Stück Dorfleben gefeiert. Drei Tage lang wurde der Berg wieder zu dem Treffpunkt, der er für viele Menschen aus Bitzen, Dünebusch und der Umgebung über Jahrzehnte gewesen ist: ein Ort für Musik, Begegnungen, Wiedersehen, Gespräche, Kinderlachen und gemeinsames Feiern. Der MGV Dünebusch feierte sein 105-jähriges Vereinsjubiläum. Die musikalische Arbeit des Vereins wird heute vom gemischten Chor "Die Bunten Töne" getragen, der im Januar 2018 gegründet wurde. Das Fest galt der langen Geschichte des MGV; sichtbar wurde zugleich, wie die heutigen Sänger diese Geschichte weitertragen.

Dass dieses Jubiläum eine besondere Bedeutung hatte, lag auch an der Vorgeschichte. Das 100-jährige Bestehen konnte wegen der Corona-Pandemie nicht so gefeiert werden, wie es einem solchen Anlass entsprochen hätte. Umso größer war nun die Freude, wieder ein richtiges Zeltfest auf dem Berg zu erleben. Im Festbuch beschreibt der 1. Vorsitzende Torben Gerhards die 105 Jahre Vereinsgeschichte als Meilenstein, der eigentlich schon fünf Jahre früher hätte gefeiert werden sollen. Zugleich verweist er auf die Zelter-Plakette, die dem Verein für mehr als 100 Jahre Chorgesang verliehen wurde.

Auch die weiteren Grußworte zeigten, wie stark der Verein mit dem Dorf und der Region verbunden ist. Verbandsgemeindebürgermeister und Schirmherr Dietmar Henrich stellte das Verbindende des Singens in den Mittelpunkt: "Singen bringt Menschen zusammen." Zugleich ließ er seine persönliche Verbundenheit mit den Sängerfesten auf dem Berg anklingen. Ortsbürgermeister Ralph Hörster hob hervor, dass der MGV beziehungsweise die "Bunten Töne" wesentlich zu einem guten Miteinander im Gemeindeleben beitragen und seit 105 Jahren eine tragende Säule im kulturellen und gemeinschaftlichen Bereich sind. Chorleiter Peter Brenner richtete den Blick auf die Musik selbst: Sie verbinde Menschen über Generationen hinweg, schenke Freude und mache besondere Momente unvergesslich.

Was dieses Wochenende zusätzlich besonders machte, war die Größe des Festes. Ein Sängerfest mit großem Festzelt, Autoscooter, Spielbuden wie Schießen und Luftballonwerfen, Imbissen, Kinderkarussell und einem kompletten Festplatzbetrieb ist für einen Gesangsverein in der Region heute kaum noch zu finden. Genau darin lag eine Art Alleinstellungsmerkmal des MGV Dünebusch: Hier wurde nicht nur ein Festakt organisiert, sondern ein richtiges Sängerfest mit allem, was viele noch von früher kennen.

Diese Gedanken wurden am Festwochenende nicht nur gesagt, sondern gelebt. Der Auftakt am Freitag begann mit der Totenehrung auf dem Friedhof in Bitzen/Dünebusch. Anschließend folgte um 19 Uhr der Festkommers im Festzelt mit Rückblicken, Grußworten und Ehrungen. Danach wechselte die Stimmung bewusst vom würdigen Jubiläumsauftakt in den geselligen Teil: "Disco Fever" mit Danny & Nicki und DJ Oaks sorgte für Tanzabend-Stimmung.

Bewusst lief das Sängerfest in diesem Jahr anders ab als früher. Lange Zeit waren in Dünebusch vier Festtage üblich: freitags Disco, samstags Festkommers, sonntags Freundschaftssingen und montags Frühschoppen. 2026 wurde erstmals in dieser Form an drei Tagen gefeiert. Das tat der Stimmung keinen Abbruch – im Gegenteil. Der Ablauf wirkte kompakt, rund und sehr gut angenommen.

Der Samstag gehörte zunächst den Familien. Von 14 bis 16 Uhr gab es auf dem Festplatz Attraktionen und Angebote für Jung und Alt. Die Tanzeselchen und die Junioren des Tanz-Corps der KG Wissen trugen zum Programm bei. Draußen wurde der Festplatz mit Autoscooter, Schießbude, Kinderkarussell und weiteren Angeboten zu einem kleinen Kirmesplatz. Gerade hier zeigte sich, dass das Sängerfest nicht nur für Vereinsmitglieder gedacht war, sondern für alle Generationen. Kinder hatten ihren Spaß, Erwachsene trafen bekannte Gesichter und viele blieben länger, als sie ursprünglich geplant hatten.

Am Samstagabend zeigte sich dann, wie groß die Sehnsucht nach einem echten Zeltfest auf dem Berg gewesen war: Das Festzelt war voll, auch draußen herrschte reger Betrieb. Mit Bayernmän wurde gefeiert, getanzt und gelacht. Überall waren bekannte Gesichter zu sehen, viele davon nicht nur an einem Tag, sondern gleich mehrfach über das Wochenende hinweg. Es war genau diese Mischung, die das Fest so besonders machte: Musik auf der Bühne, Trubel auf dem Festplatz, Gespräche am Rand, Kinder unterwegs zwischen Karussell und Süßigkeitenstand und dazu das Gefühl, dass ein ganzes Dorf mitzieht.

Der Sonntag rundete das Sängerfest mit dem Frühschoppen im Festzelt ab. Ab 10 Uhr standen Jockel and Friends, die Jagdhornbläsergruppe des Hegering Hamm/Sieg, die Kita Tausendfüßler Bitzen/Forst sowie die Minis und Senioren des Tanz-Corps der KG Wissen auf dem Programm. Damit blieb auch der letzte Festtag abwechslungsreich und familiennah. Der Frühschoppen wurde zum geselligen Ausklang eines Wochenendes, das vielen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

Ein wichtiger Bestandteil des Festkommerses waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für 40 Jahre aktives Singen wurden Torben Gerhards, Claudia Schulz und Friedrich-Wilhelm Klüser ausgezeichnet. Edgar Peters wurde für 40 Jahre passive Mitgliedschaft geehrt. Auf 25 Jahre aktives Singen blickt Lars Schneider zurück. Für 25 Jahre passive Mitgliedschaft wurden Rainer Buttstedt, René Fröhling und André Fröhling ausgezeichnet. Außerdem ernannte der Verein Heike Rodewald, Dietmar Scholl und Harald Krieger zu Ehrenmitgliedern. Diese Ehrungen zeigten, dass Vereinsgeschichte nicht nur aus Daten besteht, sondern aus Menschen, die über Jahrzehnte Verantwortung übernehmen, mithelfen und verbunden bleiben.

Großen Anklang fand auch das Festbuch zum Jubiläum. Es erschien in diesem Jahr erstmals komplett in Farbe und bündelt Grußworte, Geschichte, Fotos, Vereinsleben und viele Erinnerungen rund um den MGV Dünebusch. Wer noch ein Exemplar haben möchte, kann sich gerne an die Mitglieder des Chors wenden.

Die musikalische Gegenwart des Vereins liegt heute bei den "Bunten Tönen". Nachdem der Männerchor seine aktive Singtätigkeit beendet hatte, führen sie die Tradition fort und geben dem Verein heute Stimme und Gesicht. Damit steht der MGV Dünebusch beispielhaft dafür, wie Tradition weiterleben kann, wenn Menschen bereit sind, sie neu zu gestalten.
Mindestens genauso prägend wie das Programm waren die vielen Gäste und Helferinnen und Helfer. Sie machten aus dem Jubiläum ein rundum gelungenes Fest. Viele Hände hatten vorbereitet, aufgebaut, organisiert, bedient, begleitet und wieder aufgeräumt. Viele Menschen kamen, blieben, feierten und zeigten damit, welchen Stellenwert das Sängerfest auf dem Berg noch immer hat.

Am Ende blieb der Eindruck eines großartigen Wochenendes. Der Festplatz zwischen Bitzen und Dünebusch war für drei Tage wieder das, was er für viele schon immer war: ein Platz für Gemeinschaft. Nach der langen Pause war das vielleicht die wichtigste Botschaft dieses Sängerfestes: Auf dem Berg wird nicht nur gesungen. Auf dem Berg hält man zusammen. (PM)


   
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