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Pressemitteilung vom 02.07.2026
Region
Ziegenhain gewinnt Gold beim Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"
Großer Erfolg für den Landkreis Altenkirchen: Ziegenhain gehört zu den besten Dörfern Deutschlands. Beim 28. Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" setzte sich der Ort gegen starke Konkurrenz durch und wurde mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Insgesamt hatten sich rund 1.200 Dörfer am Wettbewerb beteiligt.
Symbolbild. (KI-generiert)Ziegenhain. Große Freude im Landkreis Altenkirchen: Das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat hat die Gewinner des 28. Bundeswettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft" bekannt gegeben. Zu den acht Golddörfern Deutschlands gehört auch Ziegenhain. Damit zählt der Ort bundesweit zu den erfolgreichsten Teilnehmern des traditionsreichen Wettbewerbs, an dem sich diesmal rund 1.200 Dörfer beteiligt hatten.

Für den Bundesentscheid hatten sich insgesamt 26 Sieger der Landeswettbewerbe qualifiziert. Sie stellten sich einer Bundesbewertungskommission, die die Dörfer vor Ort besuchte und ihre Entwicklungskonzepte sowie das gesellschaftliche Engagement bewertete. Ziegenhain überzeugte die Jury und erhält für den Gewinn der Goldmedaille ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro.

Hohe Auszeichnung für Ziegenhain
Mit der Goldmedaille werden Dörfer ausgezeichnet, die sich durch außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement, innovative Ideen und nachhaltige Entwicklungskonzepte hervorheben. Im Mittelpunkt stehen Projekte, mit denen die Orte ihre Zukunft aktiv gestalten und gleichzeitig ihre Identität bewahren.

Neben Ziegenhain wurden Backemoor in Niedersachsen, Darup und Helberhausen in Nordrhein-Westfalen, Dörgenhausen und Ruppendorf in Sachsen, Oberkrumbach in Bayern sowie Spora in Sachsen-Anhalt mit Gold ausgezeichnet.

Darüber hinaus vergab die Jury zwölf Silbermedaillen mit jeweils 10.000 Euro Preisgeld sowie sechs Bronzemedaillen, die mit jeweils 5.000 Euro dotiert sind. Zusätzlich wurden sechs Sonderpreise in Höhe von jeweils 3.000 Euro verliehen. Ausgezeichnet wurden Bornheim für eine vorbildliche ländliche Planungskultur und deren Umsetzung, Dreba für innovative Wissensvermittlung in der Landwirtschaft, Frankena für einen außerschulischen Lernort, Heckenbeck für nachhaltige regionale Wertschöpfung, Roßbach für die generationenübergreifende Initiative "Lecker essen" sowie Rühn für die Entwicklung des Klosters als wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Mittelpunkt des Dorfes.

Bewertet wurden zahlreiche Bereiche
Der Wettbewerb berücksichtigt die Entwicklung eines Dorfes in seiner Gesamtheit. Die Bundesbewertungskommission beurteilte unter anderem die Zukunftsziele der Gemeinden, wirtschaftliche Initiativen, Infrastruktur, soziales Engagement, kulturelle Aktivitäten sowie den Umgang mit Baukultur, Natur und Umwelt.

Die Fachjury bereiste dafür über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen alle 26 Finalisten. Grundlage der Bewertung war nicht nur der aktuelle Zustand der Orte, sondern auch die langfristige Entwicklung und das Engagement der Bürger für ihre Heimat.

In der Bundesbewertungskommission arbeiteten Vertreter zahlreicher Organisationen und Verbände mit. Dazu gehörten unter anderem der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, der Deutsche Bauernverband, der Deutsche LandFrauenverband, der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau, der Verband der Gartenbauvereine in Deutschland, die Deutsche Gartenbaugesellschaft, der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten, der Bund der Deutschen Landjugend, die Katholische Landjugendbewegung Deutschlands, der Zentralverband des Deutschen Handwerks, der Bund Heimat und Umwelt sowie Mitarbeiter des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat. Ergänzt wurde die Kommission durch weitere Fachleute aus dem Bereich der ländlichen Entwicklung.

Traditionsreicher Wettbewerb
Der Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" wird bereits zum 28. Mal durchgeführt. Er ist Bestandteil des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und Regionale Wertschöpfung, kurz BULEplus. Ziel des Wettbewerbs ist es, beispielhafte Projekte der Dorfentwicklung sichtbar zu machen und innovative Ansätze für lebenswerte ländliche Räume zu fördern.

Der Wettbewerb steht seit 1961 unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Dörfer in Deutschland. Er würdigt das ehrenamtliche Engagement der Menschen vor Ort und soll dazu motivieren, die Zukunft der ländlichen Regionen aktiv mitzugestalten.

Ehrungen in Berlin
Die offizielle Siegerehrung findet am 22. Januar 2027 während der Grünen Woche im City Cube in Berlin statt. Im Rahmen eines Dorffestes werden die ausgezeichneten Orte geehrt. Wenige Tage später, am 2. Februar 2027, empfängt der Bundespräsident Delegationen aller 26 Finaldörfer sowie die Mitglieder der Bundesbewertungskommission. Mit der Goldmedaille für Ziegenhain erhält der Landkreis Altenkirchen damit eine bundesweit beachtete Auszeichnung für erfolgreiches bürgerschaftliches Engagement und nachhaltige Dorfentwicklung. (PM/bearbeitet durch Red)
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