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Nachricht vom 07.07.2026
Region
Bis zu 2000 Liter Heizöl in der Sieg: Folgen nicht absehbar, Badeverbot gilt weiterhin
Am vergangenen Wochenende sind bis zu 2000 Liter Heizöl in die Sieg gelangt. Obwohl unmittelbar alles dafür getan wurde, den Schaden so gering wie möglich zu halten, ist noch nicht klar, welche langfristigen Folgen entstanden sind.
Ölsperren auf der Sieg (Foto: lr)Windeck. In Imhausen sind am Samstag, 4. Juli, zwischen 1500 und 2000 Liter Heizöl in die Sieg gelangt, nachdem auf der Dahlhausener Straße ein auf einem Anhänger befestigter Öltank heruntergefallen war. Das Heizöl hatte sich zunächst über die Straße verteilt und ist in einen Regenwasserkanal gelaufen. Der wiederum führte in den Irserbach, der in die Sieg mündet. Gegen 14.30 Uhr begann am Samstag der Einsatz der Feuerwehr, weitere Spezialkräfte wurden hinzugezogen. Auf der Sieg wurden Ölsperren errichtet sowie schwimmfähiges Bindemittel verteilt, um die Ausbreitung der Verunreinigung so gering wie möglich zu halten. Spezialfirmen übernahmen die Reinigung der Fahrbahn sowie der Kanäle und des Irserbachs.

Auf Baden in der Sieg verzichten
Unmittelbar nach dem Vorfall wurde die Bevölkerung - unter anderem durch Auslösen der Warn-App NINA - vor dem Betreten der Sieg gewarnt. Diese Warnung gilt immer noch: Baden, Schwimmen, Waten im Wasser, Angeln und Spielen am Ufer sowie das Tränken von Tieren soll weiterhin vermieden werden. Eine Gesundheitsgefahr kann nicht ausgeschlossen werden. "1500 Liter Heizöl sind wirklich jede Menge", sagt auch Windecks Bürgermeistern Alexandra Gauß. "Besonders da, wo der Fluss nicht so eine starke Strömung hat, sammelt es sich". Man müsse die letzten Ölteppiche noch beseitigen. "Wir arbeiten daran, dass man sehr zügig wieder schwimmen kann, aber bis dato bitte ich doch darum, vom Baden in der Sieg abzulassen." Auch die Feuerwehr in Windeck betont: "Das Bade- und Betretungsverbot für die Sieg bleibt bis auf Weiteres bestehen." Die Gemeinde hat mittlerweile an zehn gewässernahen Erholungsbereichen Warnschilder aufgestellt, die auf das Badeverbot hinweisen.

Am Montag waren Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Wasserrettung des Deutschen Roten Kreuzes erneut an und auf der Sieg unterwegs, um weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Verunreinigung zu ergreifen. "Zur Beurteilung des Schadens wurde die Sieg mithilfe einer Drohne abgeflogen. Zusätzlich unterstützte die DRK Wasserwacht mit einem Boot die Maßnahmen auf dem Gewässer", so die Feuerwehr Windeck. "Nach Rücksprache mit dem Fachberater des THW wurde außerdem die Fachgruppe Ölschaden des THW Essen zur Einsatzstelle alarmiert." Die Einsatzstelle wird nach Angaben der Feuerwehr in den kommenden Tagen weiterhin regelmäßig durch die zuständigen Behörden kontrolliert. Eingebunden sind nach Angaben von Bürgermeisterin Gauß auch der Rhein-Sieg-Kreis und die Bezirksregierung in Köln. "Ich glaube, gemeinschaftlich kriegen wir das Problem in den Griff", zeigt sie sich zuversichtlich.

Keine Aussagen über Folgen für die Natur
Welche Auswirkungen der Heizöl-Unfall haben wird, kann aktuell noch nicht gesagt werden. "Die ersten Untersuchungsergebnisse vom Landesamts für Natur, Umwelt und Klima NRW liegen noch nicht vor", heißt es von der Bezirksregierung Köln auf eine entsprechende Anfrage. "Die Situation vor Ort wird weiterhin von der Bezirksregierung im Rahmen der Gewässeraufsicht überwacht. Zudem wird das in der Sieg befindliche Öl weiter durch das THW mittels Ölsperren aufgefangen und entsorgt." Nach Aussage der Bezirksregierung untersuchen die Behörden die Gewässerbelastung "und werden so bald wie möglich das Badeverbot wieder aufheben."
   
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