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Pressemitteilung vom 14.07.2026
Rheinland-Pfalz
Steigende Pflegekosten in Rheinland-Pfalz belasten Heimbewohner
Die Kosten für einen Pflegeheimplatz in Rheinland-Pfalz sind erneut gestiegen. Eine aktuelle Auswertung zeigt, dass Bewohnerinnen und Bewohner tiefer in die Tasche greifen müssen.
(Foto: Christoph Schmidt/dpa)Mainz. Pflegeheimbewohnerinnen und -bewohner in Rheinland-Pfalz sehen sich mit höheren finanziellen Belastungen konfrontiert. Zum 1. Juli 2026 lag der Eigenanteil im ersten Jahr eines Heimaufenthalts bei durchschnittlich 3.289 Euro, wie aus einer Analyse des Verbands der Ersatzkassen (vdek) hervorgeht. Dies bedeutet eine Erhöhung um 67 Euro seit Jahresbeginn und um 238 Euro im Vergleich zum Vorjahr.

In den genannten Beträgen ist der Eigenanteil für Pflege und Betreuung enthalten, da die Pflegeversicherung im Gegensatz zur Krankenversicherung nur einen Teil der Kosten übernimmt. Zudem decken die Summen Zahlungen für Unterkunft und Verpflegung, Investitionen in den Einrichtungen sowie Umlagen für Ausbildungskosten ab.

Im Bundesdurchschnitt lag der von den Bewohnern selbst zu tragende Anteil am 1. Juli bei 3.364 Euro monatlich. Die Unterschiede zwischen den Ländern sind erheblich. In Bremen war die monatliche Belastung im ersten Heimjahr mit durchschnittlich 3.761 Euro am höchsten, während sie in Sachsen-Anhalt mit 2.891 Euro am niedrigsten war.

Die Gesamtbelastung variiert je nach Aufenthaltsdauer im Heim, da sich danach die Entlastungszuschläge der Pflegekassen richten. Der Eigenanteil für die reine Pflege sinkt im ersten Jahr um 15 Prozent, im zweiten um 30 Prozent, im dritten um 50 Prozent und ab dem vierten Jahr um 75 Prozent. Trotz des höchsten Zuschlags stieg die Gesamtbelastung in Rheinland-Pfalz ab dem vierten Jahr nun im Schnitt auf 2.230 Euro, was 110 Euro mehr als zum 1. Juli 2025 waren.

Die Vergütungsvereinbarungen der Pflegekassen mit Heimen in allen Ländern wurden ausgewertet. Dem Ersatzkassenverband gehören unter anderem die Techniker Krankenkasse, die Barmer und die DAK-Gesundheit an. (dpa/bearbeitet durch Red)

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