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Nachricht vom 16.07.2026
Region
Pünktlichkeit des RE 9 hat sich laut Qualitätsbericht verbessert
Der Zweckverband go.Rheinland hat seinen Qualitätsbericht für den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) für das Jahr 2025 vorgelegt. Daraus geht unter anderem hervor, dass sich die Pünktlichkeit des Regionalexpress (RE) 9 auf der Siegstrecke verbessert hat.
(Symbolbild: Pixabay)Region. Der Bericht für das Jahr 2025 soll nach Angabe von go.Rheinland dabei helfen, die Entwicklungen im Regional- und S-Bahn-Verkehr nachzuvollziehen, Hintergründe zu erkennen und Handlungsansätze für die Zukunft zu skizzieren. Dabei stellt die Verbesserung der Pünktlichkeit des RE 9 keine Selbstverständlichkeit dar: Insgesamt haben die Verspätungswerte laut Qualitätsbericht einen Höchststand im Vergleich zu vergangenen Jahren erreicht. Auch bei den S-Bahnen 12 und 19 zwischen Au (Sieg) und Horrem beziehungsweise Düren haben die Verspätungen im Jahr 2025 gegenüber den Vorjahren zugenommen. Die durchschnittliche Verspätung lag gemeinsam bei Regionalexpress (RE), Regionalbahnen (RB) und S-Bahnen bei 3:40 Minuten. Im Vergleich zu 2024 hatten die Züge im Jahr 2025 damit 22 Sekunden mehr Verspätung (plus elf Prozent). Die höchsten Verspätungswerte wurden in den Monaten November und Dezember eingefahren.

Als Hauptgründe für die Zunahme der Verspätungen nennt go.Rheinland die hohe Anzahl von immer komplexer werdenden Baustellen, die weiterhin überlasteten Schienenwege sowie die hohen Fahrgastzahlen. Trotz Verbesserung bei der Pünktlichkeit verschärfen beim RE 9 außerdem die eingleisigen Streckenabschnitte zwischen Blankenberge und Merten sowie zwischen Schladern und Rosbach die Situation, da es hier immer wieder zu Wartezeiten wegen entgegenkommender Züge kommt. Insgesamt sorgt "die komplexe Baustellensituation (…) nach wie vor für große Probleme bei der Qualität", erklärt go.Rheinland-Geschäftsführer Dr. Norbert Reinkober anlässlich der Vorstellung des Qualitätsberichts. "Dies wird uns in den kommenden Jahren bedingt durch die anstehenden mehrmonatigen Sperrungen aufgrund der Korridorsanierungen auch weiterhin beschäftigen."

Mehr Kapazitäten auf der Siegstrecke
Zug- und Kapazitätsausfälle haben laut Qualitätsbericht abgenommen, befinden sich allerdings weiterhin auf einem hohen Niveau: Von 16,5 Prozent im Jahr 2024 sind die Werte auf 14,8 Prozent im Jahr 2025 gesunken (minus 10 Prozent). Auffällig sei, dass der Anteil nicht vorhersehbarer Zugausfälle, von denen die Fahrgäste erst am Bahnsteig erfahren, deutlich gesunken sei, so go.Rheinland. Durch das "Aktionsprogramm Personal für mehr Zuverlässigkeit im Betrieb" der NRW-SPNV-Aufgabenträger habe man die große Problematik der personalbedingten Zugausfälle deutlich reduzieren können. Hier gab es einen Rückgang von 23 Prozent in 2024 auf drei Prozent in 2025. Bei der Bereitstellung der vertraglich vereinbarten Kapazitäten sei die durchschnittliche Quote der Sitzplatzausfälle deutlich gesunken - hier profitiert auch gerade der RE 9 davon, dass er auf der Strecke zwischen Siegen und Aachen seit Dezember nur noch als "Doppeldecker" fährt. Negativ fällt dagegen auf, dass die Verstärkerzüge, die sogenannten "Zwischenzüge", in der Hauptverkehrszeit zwischen Köln und Siegen aus dem Fahrplan genommen wurden - auch eine Folge des "Aktionsprogramms Personal für mehr Zuverlässigkeit im Betrieb", da das Personal offenbar anderweitig eingesetzt werden musste.

Eine deutliche Verbesserung im Hinblick auf die Kapazität kann laut Qualitätsbericht auch bei der S 12 und S 19 verzeichnet werde. Dies sei in erster Linie auf die Ergänzung der Bestandsflotte durch Fahrzeuge der Baureihe ET 424 von der S-Bahn Hannover zurückzuführen. Dadurch kam es deutlich seltener zu Fahrzeugengpässen. Auch der Zustand der Fahrzeuge soll sich laut Qualitätsbericht insgesamt teils sogar erheblich verbessert haben. Hier fallen der RE 9 und die S 12 jedoch aus dem Bild: Bei der Funktionalität der Außentüren werden die Linien explizit mit den schwächsten Werten erwähnt. Auch bei Graffiti zählt der RE 9 zu den stärker betroffenen Linien, bei Sauberkeit weist die Linie sogar den niedrigsten Wert aller bewerteten Regionalexpresse auf.

Nichtsdestotrotz gehört der RE 9 zu den meistgenutzten Regionalexpressen, die im Qualitätsbericht von go.Rheinland aufgeführt werden: Mit durchschnittlich mehr als 20.000 Fahrgästen am Tag liegt er im Ranking lediglich hinter dem RE 1 und dem RE 5. Die S 19 liegt im Ranking der S-Bahnen sogar auf dem ersten Platz bei den Fahrgastzahlen, gefolgt von der S 12.

Sicherheit spielt eine wichtige Rolle
Die Deutsche Bahn ist weiterhin bestrebt, dass Sicherheitsempfinden ihrer Fahrgäste zu stärken. "Maßnahmen zur Verbesserung der objektiven Sicherheit tragen wesentlich dazu bei, die subjektive Sicherheit positiv zu beeinflussen", heißt es deswegen von go.Rheinland im Zusammenhang mit dem Qualitätsbericht. "Hierzu zählen insbesondere der Ausbau und die Modernisierung von Videotechnik, eine verstärkte Präsenz von Zugbegleitpersonal sowie der gezielte Einsatz von Sicherheitskräften. Ergänzend liefern Kriminalitäts- und Lageanalysen eine belastbare Grundlage zur Bewertung der Sicherheitslage." Aber auch der Zustand der Stationen habe einen großen Einfluss auf die Aufenthaltsqualität. Bei vorliegenden Störungen könne die subjektive Sicherheit maßgeblich negativ beeinflusst werden, erklärt go.Rheinland. Passend dazu: Der Bahnhof Au (Sieg) war im Stationsbericht 2025 in der Bewertung stark abgerutscht.

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