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Nachricht vom 20.07.2026
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Matinée Dorée in Wissen: Faszination 1920er Jahre mit Musik, Sport und Film
Die Matinée Durée, die am Sonntag (19. Juli) zahlreiche Gäste im Kulturwerk Wissen begeisterte, macht das Motto der diesjährigen "Kultur Wochen" deutlich. Es werden die sogenannten "Goldenen Zwanziger" aus der Perspektive der aufstrebenden und selbstbestimmten Damen dargestellt.
Die Formation "Louis Finest" begeisterte mit Jazz aus den 1920er Jahren (Bilder: kkö)Wissen. Die Matinée bestand aus drei Teilen, die sich elegant und ohne harten Schnitt zueinander fügten. Im Blick der Initiatoren immer die Selbstbestimmung und die Aufbruchstimmung zwischen Jazzkultur und "modernem" Sport. Für den Jazz Part zeigte sich niemand anderes als die Formation "Louis Finest" mit dem Programm "A Night At The Cotton Club" verantwortlich.

Jazzmusik und Rhönrad gehörten zu den 20er Jahren
Die sechsköpfige Band spielte Stücke aus ihrem neuen Programm, mit dem an die Zeit der New Yorker Jazzclubs erinnert wird. Diese Zeit wurde durch die Musik von Jimmy Luncefort, Duke Ellington und Cab Calloway geprägt. Es war aber auch die Zeit der Prohibition und von Gangstergrößen wie Al Capone. "Louis Finest" versteht es, die Songs der Zeit im Originalsound, aber auch in Versionen, wie sie heute klingen würden, zu spielen.

Das Rhönrad darf als "Kultobjekt der 1920er" bezeichnet werden. Für die Vorführung des Sportgerätes waren die Mitglieder der DJK Wissen-Selbach TV 1922 zuständig. Schon das Gründungsdatum weist den Weg zu diesem besonderen Sportgerät. Erfunden wurde es 1921 von Otto Feick. Er saß zu dieser Zeit im Militärgefängnis zu Mainz. Das Rhönrad wurde in dem Jahrzehnt immer beliebter und wenige Jahre später (1927) bildeten sich Gruppen, die gemeinsam in Formation "herumrollten". Die Turnerinnen der DJK zeigten im Kulturwerk, was mit ihrem Sportgerät möglich ist. Die nächste große Veranstaltung, welche die DJK ausrichtet, ist die Süddeutsche Meisterschaft. Der Termin ist der 19. September 2026 in der Großsporthalle Hamm/Sieg.

Fräulein Stinnes fährt um die Welt (2009)
Den Abschluss der Matinée Dorée bildete der Film "Fräulein Stinnes fährt um die Welt". Die Handlung: Die Tochter Clärenore des Großindustriellen Hugo Stinnes konnte nicht genug von Autos bekommen. Im Jahr 1927 startete Clärenore, für die damalige Zeit fast unvorstellbar, zu einer Weltumrundung mit dem Automobil. Begleitet wurde die mutige Frau von dem schwedischen Filmemacher Carl-Axel Söderström und zwei Technikern. Das Team durchfuhr auf dieser Fahrt Gegenden, in denen vorher noch nie ein Auto gesehen wurde. Der Mut, den "Fräulein Stinnes" damit den Frauen machte, hallte noch lange nach.

Den Abschluss der Kulturwochen bildet am 26. Juli "Federboa & Zylinder". Das Programm "Ich bin in Sehnsucht eingehüllt" lässt die Zeit der 20er und 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts aufleben. Für diese Veranstaltung gibt es noch Karten an den bekannten Vorverkaufsstellen sowie an der Abendkasse. Einlass ist um 18.30 Uhr und die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. (kkö)
       
     
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