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Pressemitteilung vom 20.07.2026
Region
Pilgergruppe aus Gebhardshain fuhr nach Assisi
Geprägt von einer Atmosphäre, die man eigentlich kaum in Worte fassen kann: Eine tiefe Stille und Gebet, Freude und Gemeinschaft, ist die Pilgergruppe der Pfarrei St. Franziskus und St. Klara Trierer Insel von der Wallfahrt "Auf den Spuren des Heiligen Franziskus und der Heiligen Klara" heimgekehrt.
Die Pilgergruppe aus Gebahrdshain (Foto: Veranstalter)Gebhardshain. Voller Vorfreude begab sich die Pilgergruppe mit Diakon Marco Kötting auf den Weg zum Flughafen nach Frankfurt. Im Limburg stiegen Reiseleiter Jürgen Strohe
und Kristina Heuchemer Strohe zu und hießen alle Teilnehmer herzlich willkommen. Strohe las zu Beginn ein Schreiben von Bischof Dr. Stephan Ackermann vor, in dem es unter anderem hieß: "Wie ich erfahren habe, sind Sie unterwegs zu einer Pilgerreise nach Assisi. Das ist im Jubiläumsjahr des hl. Franz von Assisi und angesichts des Patronats ihrer neuen Pfarrei St. Franziskus und St. Klara Trierer Insel eine wunderbare Initiative!".

Nachdem die Gruppe am frühen Abend ihre Zimmer bezogen hatten, skizzierte Jürgen Strohe in einem Impuls unter Bäumen auf einer Wiese in der Nähe der Altstadt „geistliche Regeln für Assisi-Besucher“ und sagte: "Du willst den Sinn Deines Lebens entdecken und Deine Berufung finden, dann achte auf die Stimme, die im Stillen hörbar wird."

Der zweite Tag begann mit einem gestalteten Morgenlob in einer kleinen Kapelle bei den "Deutschen Klarissen-Kapuzinerinnen". Anschließend begab sich die Gruppe auf den Weg zur Rocca – der imposanten Festung, die hoch über Assisi thront. Der Weg führte über enge Gassen, vorbei an alten Steinmauern und oben angekommen, bot sich eine wunderbare Aussicht: die sanften Hügel Umbriens und das weite Tiber-Tal. Anschließend wurden die Stätten der Kindheit und der Jugend des hl. Franziskus erkundet. Zunächst der Dom San Rufino, wo das Taufbecken steht, in dem Franziskus und Klara getauft wurden. In einer Meditation zitierte Strohe den verstorbenen Papst Franziskus: "Wir müssen wie Antennen sein, die auf Empfang geschaltet, auf das Wort Gottes eingestellt sein", dann die Kapelle San Francesco Piccolino und die Chiesa Nuova, wo der väterliche Tuchladen war.

Nachmittags ein Spaziergang zur berühmten Basilika San Francesco. Sie liegt etwas unterhalb der Altstadt und besteht aus zwei übereinander liegenden Kirchen: Der schlichten Unterkirche mit dem Grab des Heiligen Franziskus und der lichterfüllten Oberkirche, mit prachtvollen Fresken mit den Szenen aus dem Leben des Hl. Franziskus.

Inmitten von Steineichenwäldern befindet sich am Hang des Monte Subasio eine kleine Einsiedelei und zahlreiche Felshöhlen. In der kleinen Magdalenenkapelle feierte Diakon Kötting einen Segnungsgottesdienst. Bevor er jeden einzelnen durch Handauflegung segnete, sagte er in seiner Predigt: "Gott beruft uns, als Gesegnete zum Segen für andere zu werden, denn der Segen verwandelt – den, der gesegnet wird, und den Segnenden selbst."

Nach einem Besuch der Basilika Santa Chiara unternahm die Gruppe an dem Nachmittag bei sehr heißem Sommerwetter eine Wanderung nach San Damiano. Eine Kirche, die Franziskus eigenhändig restaurierte und vor den Toren der Stadt liegt. Hier "steigt Franziskus vom hohen Ross", umarmt einen Aussätzigen und küsst ihn. Hier an dem Ort, war das Lebenszentrum von Klara. Franziskus richtete den Ort mit den Brüdern so her, dass die Schwestern einziehenund ein geistliches Gemeinschaftsleben führen konnten. Hier verfasste Franziskus in seinen dunkelsten Zeiten den Sonnengesang.Neben einem geistlichen Impuls, vorgetragen von Kristina Heuchemer Strohe meditierte die Gruppe den Sonnengesang.

Am vierten Tag ging es mit einem Reisebus ins Rieti-Tal. Ein steiler Anstieg führte nach Greccio, wo Franziskus mit vielen Gläubigen seine berühmte Krippenfeier gefeiert hatte. Nach einer geistlichen Betrachtung zur Menschwerdung - damals und heute – mit den Worten: "Du bist ein Mensch und darfst es sein mit allem, was tief in dir steckt", gemeinsam von Mitpilgerin Claudia Weller und Diakon Marco Kötting vorgetragen, durfte die Pilgergruppe, die in der Kirche ausgestellten über 100 Krippen aus aller Welt besichtigen. Anschließend ging es zu einem hervorragenden Mittagessen.

Gut gestärkt folgte die Weiterfahrt nach Fonte Colombe – dem Sinai des Franziskus. An diesem Ort – inmitten eines Waldes, ließ sich Franziskus die Ordensregel, von Gott schenken. In Fonte Colombe ist heute noch in einer Fensternische das rote Tau zu sehen,
dass Franziskus dorthin gemalt hat. Es ist ein Vermächtnis, ein Zeichen des Segens und des Friedens. Es erinnert an das Kreuz, das Zeichen unserer Erlösung. Als sichtbares Zeichen der Wallfahrt im Jubiläumsjahr erhielten alle Pilger vom Ehepaar Strohe ein kleines Tau-Kreuz geschenkt, mit der Bitte nach einem geistlichen Impuls, dem "Mitpilger" gegenüber das Kreuz zu überreichen als sichtbares "Franziskanisches Vermächtnis", das für Franziskus "Hinwendung zu Gott und Hinwendung zu unseren Schwestern und Brüder zwei Seiten eines Medaillons sind". An dem Abend nahm die Pilgergruppe an einer Lichterprozession bei der Basilika Santa Maria degli Angeli teil.

Der Sonntag begann mit der Teilnahme am Sonntagsgottesdienst auf reservierten Plätzen in der Oberkirche von San Francesco, bevor es an den Nachmittag zu einem Ausflug in die Hauptstadt Umbriens, nach Perugia ging. Die sehenswerte Altstadt liegt auf fünf Hügeln.
Der Tag fand mit in einer gemeinsamen Weinprobe und kulinarischen Genüssen in froher Runde seinen gelungenen Abschluss.

Der sechste Tag führte die Gruppe zunächst nach Spoleto einer alten Langobardenstadt am Fuß des Monteluco und anschließend in das Valnerina, das schönste Tal Umbriens. Über Norcia, der Stadt der Delikatessen, der vor allem für seine Linsen berühmt ist, in die Sibillinischen Berge bis auf 1.500 Meter Höhe. Die Pilgergruppe war von der Landschaft sehr fasziniert und flanierte bei schönstem Sommerwetter auf der Hochebene.

Der Abschluss der Wallfahrt bildete der Besuch nach Portiunkula, ein Kirchlein, die innerhalb der Kirche Santa Maria degli Angeli steht und die Franziskus als "die Herzmitte seines Ordens" bezeichnete. In dieser Basilika fand zweimal, das Weltgebetstreffen vieler Führer der Religionen statt. Vor der Basilika feierte Diakon Kötting einen kurzen Abschlussgottesdienst in dem er in seinen Worten auf die "un-heile Welt" – sowohl in der kleinen, wie auch in der großen Menschheitsfamilie einging und endete seine Ausführungen mit den Worten: "Nehmt als Richtschnur für euer Leben die Worte des Hl. Franziskus vom Werkzeug des Friedens mit nach Hause und geht an jedem Abend so geschwisterlich auseinander – trotz aller Kontroversen und Meinungsverschiedenheiten, die einmal eintreten können – dass wir uns am nächsten Tag wieder in die Augen sehen können und uns immer wieder die Hand zur Versöhnung und Frieden reichen in Achtung, Wertschätzung und Würde."

Anschließend ging es zum Trasimenischen See zu einer Schifffahrt und zum gemeinsamen Abschlussessen in der Fischer- und Hafenstadt Passignano am Nordufer des Sees, bevor es über Florenz wieder in die Heimat zurückging. (PM)
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