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Pressemitteilung vom 29.07.2026
Region
Wiedersehen in Hamm: Dr. Lilian Stern-Hirsch besucht die Heimat ihrer Familie
In Hamm an der Sieg kam es zu einem emotionalen Wiedersehen zwischen Dr. Lilian Stern-Hirsch aus den USA und dem Ehrenbürger Horst Moog. Die Rückkehr von Stern-Hirsch, deren Familie einst aus Hamm vertrieben wurde, markierte einen bedeutsamen Moment der Erinnerung und Versöhnung.
Frau Lilian Stern-Hirsch mit ihrer Familie am Grabe von Moses Hirsch (Fotos: Arbeitskreises "Gedenkstätte Haus David")Hamm. Auf dem Synagogenplatz in Hamm an der Sieg trafen sich Dr. Lilian Stern-Hirsch aus den USA und Hamms Ehrenbürger Horst Moog nach Jahren wieder. Begleitet von ihrer Tochter Karen Rosen, deren Ehemann Morrie Rosen sowie den Enkeln Rachel und Evan, reiste die Tochter der jüdischen Familie Hirsch, die ursprünglich aus Hamm stammt, über den Atlantik, um die Spuren ihrer Vorfahren zu erkunden und einen alten Freund wiederzusehen.

Horst Moog, ein engagierter Heimatforscher, hat seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs Kontakte zu jüdischen Familien gepflegt, denen die Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland gelang. Ortsbürgermeister Thomas Christmann begrüßte die amerikanische Delegation und Horst Moog an dieser geschichtsträchtigen Stätte. Auch Mitglieder des Arbeitskreises "Gedenkstätte Haus David" waren anwesend, die derzeit einen Förderantrag für die Errichtung eines jüdischen Museums vorbereiten.

Die Geschichte der Familie Hirsch aus Hamm
Das Haus David steht neben dem Synagogenplatz, und gegenüber befand sich einst das Wohn- und Geschäftshaus von Max Hirsch, dem Großvater von Lilian Stern-Hirsch. Max Hirsch war ein angesehener Kaufmann, Vorsitzender der jüdischen Gemeinde und Schützenkönig des Jahres 1902. Trotz seiner Verdienste wurde er von den Nationalsozialisten vertrieben und starb im März 1939 in Köln. Sein Grab befindet sich auf dem Melaten-Friedhof in der Domstadt.

Laura Hirsch, seine Ehefrau, konnte über Sevilla, Lissabon und Kuba in die USA fliehen, wo sie ihre Söhne und deren Familien, darunter Erich Hirsch, den Vater von Lilian Stern-Hirsch, wiedertraf. Isabel Christmann vom Arbeitskreis präsentierte zahlreiche Daten, Fotos und Dokumente zur Familie Hirsch, was insbesondere bei der jüngeren Generation Interesse weckte. Die amerikanischen Gäste steuerten weitere Details bei und versprachen, dem geplanten Museum einen umfassenden Stammbaum zur Verfügung zu stellen.

Ein Ort der Erinnerung
Gemeinsam besuchte man die Stolpersteine in der Raiffeisengemeinde und das Grab des Urahns Moses Hirsch auf dem jüdischen Friedhof. Der Tag war geprägt von Herzlichkeit, und neue freundschaftliche Bande wurden geknüpft. Dr. Lilian Stern-Hirsch überraschte alle mit einer großzügigen Spende für den Aufbau der Gedenkstätte in Hamm.

Ortsbürgermeister Christmann und der Arbeitskreis dankten herzlich und betonten die Bedeutung der zukünftigen Zusammenarbeit, insbesondere da Lilian Stern-Hirsch und ihre Kinder eine Einladung in die USA aussprachen. Zum achtzigsten Jahrestag der Reichspogromnacht im November 2028 plant die Ortsgemeinde Hamm, mit der Gedenkstätte Haus David einen Ort der Erinnerung zu schaffen, um die jüdische Geschichte von Hamm und der Region zu bewahren und internationale Kontakte zu pflegen. (PM/Red)
 
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