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Pressemitteilung vom 29.07.2026
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Wassereis als Linderung: Ein einfacher Trick gegen postoperative Beschwerden
Nach einer Narkose leiden viele Patientinnen und Patienten unter unangenehmen Symptomen. Im St. Marien-Krankenhaus in Siegen setzt das Anästhesie-Team auf eine überraschend einfache Methode, um diese Beschwerden zu lindern.
Jonathan Howe (links) mit Patientin Cilly Bausch und Dr. Sabine Zimmermann. Foto: Mariengesellschaft SiegenSiegen. Am 29. Juli berichtete das Team der Klinik für Anästhesie, Intensiv- und Notfallmedizin des St. Marien-Krankenhauses von einem wirksamen Mittel gegen postoperative Beschwerden: Wassereis. Diese einfache Maßnahme basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und hat sich im Klinikalltag bewährt. Eine Studie aus dem Jahr 2017, veröffentlicht im British Journal of Anaesthesia, zeigt, dass Wassereis bei Patientinnen und Patienten nach orthopädischen Eingriffen die Häufigkeit von Übelkeit und Erbrechen reduziert. Zudem sinkt der Bedarf an Antiemetika, während Durst und Mundtrockenheit gelindert werden.

Warum Wassereis wirkt
Die positive Wirkung von Wassereis wird durch mehrere Faktoren erklärt. Das Lutschen erzeugt einen Kältereiz, der wichtige Nerven im Mund- und Rachenraum stimuliert und so das Übelkeitsgefühl dämpft. Die langsame Aufnahme von Flüssigkeit hilft gegen Durst und Mundtrockenheit, während das angenehme Kältegefühl das Wohlbefinden steigert.

Positive Erfahrungen im Klinikalltag
Das Anästhesie-Team berichtet von hoher Patientenzufriedenheit und einer deutlichen Reduktion von Übelkeit und Halsbeschwerden. Eine Standard Operating Procedure (SOP) stellt die sichere Anwendung sicher. Die Idee zur Einführung des Wassereises stammt von Dr. Sabine Zimmermann, die gemeinsam mit Jonathan Howe das Konzept weiterentwickelte. Beide betonen: "Manchmal sind es die einfachen Dinge, die für unsere Patientinnen und Patienten den größten Unterschied machen. Ein Wassereis ist unkompliziert, kostengünstig und wird ausgesprochen gut angenommen." PM/Red
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