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Nachricht vom 31.07.2026
Rheinland-Pfalz
Rhein-Pegel in Kaub erreicht bisherigen Tiefststand
Der Rhein erlebt ungewöhnlich niedrige Wasserstände zu einer unerwartet frühen Jahreszeit. Besonders betroffen ist der Pegel in Kaub, der einen historischen Tiefstwert erreicht hat und damit die Schifffahrt vor Herausforderungen stellt.
Niedrigwasser Rhein bei Kaub (Foto: Thomas Frey/dpa)Kaub. Das Niedrigwasser im Rhein schreitet weiter voran: Der Pegel in Kaub (Rhein-Lahn-Kreis) hat mit 25 Zentimetern den bisherigen Tiefstwert vom 22. Oktober 2018 erreicht. Noch am vergangenen Freitag lag er bei 55 Zentimetern. Diese frühe Zuspitzung ist laut dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Rhein ungewöhnlich. Auch die Bundesanstalt für Gewässerkunde bestätigt, dass der Spätsommer und Herbst normalerweise typische Niedrigwasserzeiten sind. Die aktuellen Wasserstände seien eine besondere Situation, bedingt durch Trockenheit und Hitze, wobei regionale Schauer nur kurzfristig helfen können.

Folgen für die Schifffahrt
Nicht alle Pegel zeigen Rekordwerte. In Speyer liegt der Pegel etwa 30 Zentimeter über dem Tiefstwert, in Worms sind es 9 Zentimeter Differenz, während Mainz 19 Zentimeter Abstand zum Rekord hat. In Koblenz fehlen noch 15 Zentimeter zum Tiefststand. Der Pegel im hessischen Oestrich-Winkel steht derzeit bei 49 Zentimetern, über dem bekannten Tiefstwert von 31 Zentimetern aus 1947. Für die Prognosepegel Oestrich, Kaub und Koblenz werden zunächst wieder steigende Wasserstände erwartet.

Die niedrigen Pegelstände haben erhebliche Auswirkungen auf die Schifffahrt. "Die Schifffahrt kann weniger zuladen, die Fahrten werden dadurch mit fallendem Pegel unwirtschaftlicher", erklärt das Amt. Zudem legen die niedrigen Wasserstände alte Munition frei, bremsen die Personenschifffahrt und Rheinfähren aus und lassen Sportbootsverleihern die Kunden ausbleiben. Hohe Wassertemperaturen führen zudem zu Stress für Lebewesen und mangelnde Sauerstoffverfügbarkeit. (dpa/bearbeitet durch Red)
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