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Nachricht vom 01.08.2026
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Industriedenkmal meets Kreativität: Die Sayner Hütte wird zur Bühne für moderne Künstler
Die Messe "Unikat sucht Liebhaber" lädt am 1. und 2. August zum fünften Mal dazu ein, außergewöhnliche Einzelstücke zu entdecken. Im besonderen Ambiente des Industriedenkmals historische Sayner Hütte in Bendorf-Sayn präsentiert sich eine Vielzahl zeitgenössischer Künstler und Designer, die ihre handwerklich gefertigten Unikate zum Kauf anbieten.
Fotos: Wolfgang TischlerBendorf. Zeitlose Ästhetik ist das Kennzeichen der sorgfältig kuratierten Auswahl. In der anregenden Kulisse der Gießhalle und der Krupp'schen Halle präsentieren mehr als 50 Aussteller ihre handgefertigten Werke. Abstrakte und gegenständliche Acrylbilder von Eva Waitkewitsch findet man neben Einzel-Kleidungsstücken, die biologisch, fair und regional in Marburg produziert wurden und Webstoffen. Das sind handgesponnene und gewebte Wolldecken, farbenfrohe Geschirrtücher aus Halbleinen und abwaschbare Sets aus alten Tonbändern.

Mit Acrylfarben rettet Monika Klemp alte Stühle vor dem Sperrmüll-Exitus und verleiht Postkästen mit einer Hommage an Hundertwasser ein singuläres, farbenfrohes Erscheinungsbild. Porzellanmalerin Ute Henne bemalt zierliche Limoges-Döschen mit vergoldeten Kätzchen nach dem Motto „Alles für die Katz“. Eine Besonderheit sind handgemachte Kochmesser im japanischen Stil, die im heimischen Preußischen Zollhaus geschmiedet wurden.

Antike Spiele wie Ko-No aus Korea oder Alquerqe aus Ägypten faszinieren Jung und Alt. Rätselhaft erscheint zunächst die Papierklemme „Roll gut“. Sie entpuppt sich als formschöne Rolle mit magnetischer Stiftebox und Papierklemme für kreative Prozesse unterwegs.

Das vielfältigste Angebot bieten Schmuckdesigner, die von Silberketten und -ringen, über Ketten und Ohrringe aus Papier und Papiergarn, Häkelschmuck, individuell designten Wunschstücken und Arrangements aus winzigen Glaskugeln oder wandelbaren Muschelschalformen, bis hin zu winzigen Ohrsteckern mit Achatsplittern und Überraschungstüten zu fünf Euro aufwarten.

Auch sehr unterschiedliche Textilien sind zu finden, zum Beispiel Pelz, Kunstpelz, Cabrio-Jacken, Cashmere-Mäntel, Lodenmäntel und Fuchsjacken, Seidenschals und bemalte Knitterschals, kuschelige Webschals und Decken, kleine und große Taschen, Vintage-Taschen aus Obi und Kimono, Handtaschen und Slips oder in einer St. Augustiner Manufaktur designte Kleidung, die durch eine einheitliche Paspel auf der Rückseite der Kleidungsstücke einen ganzen Look ergeben.

Im Außengelände zwischen den beiden Hallen findet man Tiffany-Kunst, Essig und Limonaden, Metallkunst von „Metallmännchen“ Engelbert Leichauer, abstrakte Holzkunst und Gebrauchsartikel wie Lampen, Spiele und Bilder aus Holz. Bürsten und Besen, aus Holz gedrechselte Stifte, Taschen und Ponchos aus Lachsleder sowie hölzerne Gebrauchsartikel. Sehr dekorativ sind bestickte alte Weißwäsche, Keramikfigürchen und pfiffige Objekte aus Fundholz und ausgedienten Haushaltsartikeln.

Zudem findet man Acrylbilder und Lichtobjekte, „Rumstehblömscher“ aus Draht, Künstler-Tabletts und dreidimensionale Bilder von Celebritys wie Jim Morrison und die Beatles, Holz-Couture, Naturobjekte, Karten, Foto-Kleinkunst und Textilcollagen. Die Menge der Angebote ist bezaubernd. Lediglich das kulinarische Angebot ist mit Kuchen, Kaffee, Käse, Suppen und alkoholischen Getränken etwas dürftig, was vielleicht der Hitze geschuldet ist. Am Sonntag ist die Ausstellung von 11 bis 18 Uhr geöffnet. htv

       
       
       
       
     
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