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Nachricht vom 14.08.2026
Rheinland-Pfalz
Innenminister Schwickert warnt vor vorschnellen Messerverbotszonen in Rheinland-Pfalz
Der tödliche Messerangriff auf einen Studenten in Trier hat eine Debatte über Sicherheitsmaßnahmen ausgelöst. Innenminister Achim Schwickert appelliert jedoch an die Besonnenheit und lehnt eine schnelle Einführung von Messerverbotszonen ab.
Innenminister Schwickert auf dem grünen Sofa. Foto: Helmut Fricke/dpaMainz. Der rheinland-pfälzische Innenminister Achim Schwickert sieht nach der tödlichen Messerattacke auf einen Studenten in Trier keine Notwendigkeit für eine rasche Diskussion über mehr Messerverbotszonen oder eine regelhafte Videoüberwachung. "Das war auf einer öffentlichen Straße außerhalb der Universität, keine Veranstaltung, also normales Leben", erklärte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Mainz.

Am 15. Juli wurde ein 22 Jahre alter Mann in der Nähe des Universitätsgeländes in Trier erstochen. Der Tatverdächtige, ein gleichaltriger Mann aus Afghanistan, soll den Studenten auf offener Straße angegriffen und tödlich verletzt haben - Täter und Opfer kannten sich nicht. Schwickert betonte, dass ein generelles Verbot des Mitführens von Messern unrealistisch sei, da es bereits Verbote für bestimmte Messerarten gibt. Zudem stelle sich die Frage, wie ein solches Verbot kontrolliert werden könnte und welche Werkzeuge betroffen wären. Viele Menschen tragen aus verschiedenen Gründen ein Schweizer Taschenmesser bei sich.

Beim Thema Videoüberwachung rät Schwickert ebenfalls zur Vorsicht. Aktuell laufe ein Pilotprojekt am Exerzierplatz in Pirmasens, um Erfahrungen zu sammeln, ob eine solche Überwachung das Verhalten der Menschen beeinflusse. "Es geht zunächst darum, Erfahrungen zu sammeln", sagte er. Wichtig sei, die konkrete Umsetzung vor Ort zu diskutieren. Welche Aufgaben könnten der kommunale Vollzugsdienst oder der Ordnungsdienst übernehmen? Gleichzeitig dürften diese bei einer Eskalation nicht allein gelassen werden, so Schwickert weiter. "In der praktischen Umsetzung wird das wahrscheinlich eher an bestimmten Plätzen zu bestimmten Zeiten sein."

Er stellt klar, dass aus dem Einzelfall in Trier keine allgemeinen Rückschlüsse gezogen werden sollten. "Das geht nicht und ist nicht sinnvoll." (dpa/bearbeitet durch Red)
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