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Pressemitteilung vom 15.08.2026
Region
Von Eisenverhüttung zu botanischem Paradies: Orchideen gibt es auch im Wisserland
Im Wisserland gibt es eine botanische Besonderheit, die manchem wohl unbekannt ist. Eine Orchideenart wurde hier vor einigen Jahren auf einem historischen Gelände gefunden.
Die Orchidee Stendelwurz auf dem Gelände der Alten Hütte/Aufbereitung in der Wissener Brückhöfe. (Foto: Bernhard Theis)Wissen. Auch im Wisserland lassen sich Orchideen finden. So etwa die Breitblättrige Sumpf- oder Stendelwurz, eine unter Schutz stehende Orchideenart. Diese wurde 2006 von den Vorständen des Arbeitskreises Heimische Orchideen sogar zur "Orchidee des Jahres" gekürt. Ihren Namen verdankt sie den großen Tragblättern am unteren Stengel. Ein naher Verwandter, die Violette Stendelwurz, wird diesen Titel im Jahr 2026 tragen.

Vor einigen Jahren wurde die Breitblättrige Stendelwurz auf dem Haldengelände der ehemaligen Alten Hütte/Aufbereitung am Brölbach in der Brückhöfe entdeckt. Das ist nachvollziehbar, denn diese Pflanze bevorzugt schwach kalkhaltigen Boden, wie er als Überbleibsel der Eisenverhüttung zu finden ist. Eine kürzliche Nachsuche an derselben Stelle blieb jedoch erfolglos.

Die Alte Hütte selbst hat eine lange Geschichte. Erstmals 1766 mit einem Hochofen erwähnt, wurde sie 1865 um einen zweiten Ofen erweitert. Hier wurden Erze der Grube Vereinigung in Katzwinkel verarbeitet, die über eine Schmalspurbahn mit Wissen verbunden war. Mit dem Bau der neuen Alfredhütte hinter dem Wissener Bahnhof wurde die Alte Hütte stillgelegt und machte einer modernen Aufbereitungsanlage Platz. Das Material kam aus Bitzen (Grube St. Andreas) und Eichelhardt (Grube Petersbach) per Seilbahn. Heute ist das Gelände ein Gewerbegebiet und beherbergt unter anderem eine Spedition und zwei Firmen für Kabelsatzbau. (PM/KI/Red)
 
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