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| Nachricht vom 17.08.2026 |
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| Glasfaserausbau im Kreis Altenkirchen: 989 Adressen werden unversorgt bleiben |
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| Die Aufrüstung mit Glasfaseranschlüssen im Land an Sieg und Wied kommt voran. Sind der von Unternehmen betriebene eigenwirtschaftliche Ausbau und die Verwirklichung zweier geförderter Erweiterungen abgeschlossen, gelten rund 98 Prozent von 53.683 Adressen im Kreis Altenkirchen als gigabitfähig. |
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Kreis Altenkirchen. Nunmehr ist Licht am Ende des Tunnels sichtbar, was den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur im Kreis Altenkirchen betrifft. Sind die zwei geförderten Erweiterungsmaßnahmen abgeschlossen, gelten dank des zusätzlich über die Bühne gegangenen eigenwirtschaftlichen Ausbaus verschiedener Unternehmen rund 98 Prozent von 53.683 Adressen als mit der schnellen Technik (Download 1 GigaBit/s) für den Einstieg ins weltweite Netz als versorgt. Mit einem einstimmigen Beschluss übertrug der Kreisausschuss des Kreistages Altenkirchen in seiner Zusammenkunft am frühen Montagnachmittag (17. August) die Realisierung des zweiten Paketes des geförderten Ausbaus für 11.840.000 Euro an die GlasfaserPlus, ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom, das bereits für 11.312.125 Euro den Zuschlag für das erste Bündel erhalten hatte. Gemein ist beiden Maßnahmen: Sie werden vom Bund (60 Prozent), vom Land (30 Prozent) und den Verbandsgemeinden (10 Prozent) finanziert. Außen vor bleibt der Kreis, dessen Wirtschaftsförderung jedoch die Federführung für die Umsetzung nach Vereinbarung mit den Verbandsgemeinden übernommen hatte. „Nach Abschluss beider Ausbauwege verbleiben lediglich 989 Adressen – rund 1,8 Prozent – ohne Ausbauperspektive. Dahinter steht in jedem Einzelfall eine bewusste Entscheidung: Bei 936 Adressen haben die Orts- und Verbandsgemeinden auf eine Förderung verzichtet bzw. wäre die Erschließung wirtschaftlich unverhältnismäßig gewesen, weitere 53 sind schwer erschließbare Einzellagen“, erläuterte die Beschlussvorlage zur Sitzung.
Spitze: Eigenwirtschaftlicher Ausbau
Die schnellen Verbindungen an 40.920 Adressen wurden dank des eigenwirtschaftlichen Ausbaus der Deutschen Glasfaser, von Westconnect (Tochtergesellschaft des Energie- und Infrastrukturdienstleiters E.ON), der Telekom und von GlasfaserPlus bereits auf den neuesten Standard gebracht. 2180 Adressen wurden als Baulücken (nicht existent), 1250 als bereits versorgt (FTTH/HFC) und 1534 als anderweitig versorgt klassifiziert. Als nächste Schritte wurden verabschiedet: Unterrichtung der Verbandsgemeinden über das Vergabeergebnis, damit diese die Informationen zugleich für die Haushaltsplanungen verwenden können, enge Abstimmungsgespräche mit der GlasfaserPlus, den Baulastträgern, Energieversorgern und den Verbandsgemeindeverwaltungen über das weitere Vorgehen. Ziel ist es, unter anderem mögliche Synergieeffekte wie zum Beispiel die Nutzung oder die Verlegung von Leerrohren zu erzielen. Falls gewünscht sind Informationsveranstaltungen der Wirtschaftsförderung in den Ortsgemeinden möglich, um Fragen von Bürgern zu beantworten. „Wir haben sehr gute Preise erhalten, womit wir nicht gerechnet hatten“, berichtete Lars Kober als Leiter der Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen. Für die, die derzeit in die (leere) Röhre schauen, zeigte er eine mögliche „geförderte Alternative“ durch „Starlink“ (Internetanschluss via Satellit) auf, denn die Kosten für einen normalen geförderten Anschluss lägen zwischen 80.000 und 100.000 Euro. „Die letzten zwei Prozent sind immer teuer“, merkte Landrat Dr. Peter Enders an.
Neuer Wagen für Notfälle
Ein neuer Notfall-Krankentransportwagen für die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) Transport 3, so das Votum ohne Widerspruch, wird am DRK-Standort in Daaden „beheimatet“. Unter dem Strich stehen für die Anschaffung Kosten in Höhe von 220.358 Euro, wobei der Ausbau auf einem Fahrgestell Mercedes-Benz-Sprinter (70.848 Euro) durch die Firma Strobel mit 113.935 Euro den dicksten Brocken ausmacht. Teils werden neue medizinische Geräte benötigt, teils werden sie aus dem Altfahrzeug (Baujahr 2001) übernommen. Der „Oldtimer“ sei, so die Information, technisch als auch einsatztaktisch deutlich über den Zenit hinaus und „glänze“ durch zunehmende Störanfälligkeit. Der Wagen werde nicht in den Regelrettungsdienst integriert, entspreche aber in der Ausstattung einem im Regelrettungsdienst eingesetzten Fahrzeug. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) genehmigte die vom Kreistag vorgeschlagenen Termine für die Wahl eines neuen Landrates, da die achtjährige Amtszeit von Enders am 31. August 2027 endet und er eine weitere aus Altersgründen nicht mehr antreten darf: Der erste Wahlgang ist am Sonntag, 11. April 2027. Wird eine Stichwahl fällig, wird am Sonntag, 2. Mai 2027, entschieden. In den nächsten Wochen wird die erforderliche Stellenausschreibung in und auf unterschiedlichen Medien veröffentlicht. Weitere 30.000 nach bereits genehmigten 10.000 Euro stellte der Kreisausschuss einstimmig, aber überplanmäßig für die Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bereit. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis sie bei uns festgestellt werde, verdeutlichte Enders, „es kann tagtäglich passieren.“ Das Geld soll eingesetzt werden für: Anschaffung von Kühlcontainern (15.900 Euro), Aufwandsentschädigung für den Betrieb von Schwarzwildfallen (3500 Euro), Auslagenerstattung für Beschaffung von kleinkalibrigen Waffen (7500 Euro), Anmietung einer Stellfläche in Freusburg (2100 Euro) und Anmietung eines Materialcontainers für die Sammelstelle Freusburg (1000 Euro). (vh) |
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| Nachricht vom 17.08.2026 |
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