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| Nachricht vom 18.08.2026 |
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| „Nacht der Technik“ am 18. September: Geballte Information sechs Stunden lang |
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| Hightech, industrielle Fertigung und zukunftsweisende Ausbildungsstätten bilden das Rückgrat der zweiten „Nacht der Technik“ im Kreis Altenkirchen. Mit von der Partie sind am Freitag, 18. September, 19 Unternehmen, die zwischen 18 und 24 Uhr exklusive Blicke hinter ihre Kulissen erlauben – mit der Hoffnung, (junge) Menschen als Auszubildende zu gewinnen. |
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Kreis Altenkirchen. Schon zum zweiten Mal verwandelt sich der Landkreis Altenkirchen in einen Erlebnisbereich für Innovation und Erfindergeist. Der Mittelrheinische Bezirksverein des VDI (Verein Deutscher Ingenieure) und die Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen richten gemeinsam am Freitag, 18. September, zwischen 18 und 24 Uhr nach 2024 die zweite „Nacht der Technik“ aus. An 19 Standorten bieten heimische Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen und Bildungsinstitutionen exklusive Blicke hinter eigentlich sonst verschlossene Türen. Diese sechs Stunden stellen eine ideale Plattform für junge Menschen in der Berufsorientierung dar. „Zunächst war ich skeptisch, ob es ein Erfolg wird. Aber der Abend war ein voller Erfolg“, blickte Landrat Dr. Peter Enders während der Vorstellung der zweiten Auflage am späten Dienstagvormittag (18. August) in den Räumen von ATM Qness GmbH (Mammelzen-Reuffelbach) auf die Premiere zurück. Er sei fasziniert gewesen, wie Menschen jeglichen Alters ein großes technisches Know-how gehabt hätten. Enders sprach von einer Win-win-Situation sowohl für die jungen Leute, die gute Ausbildungsplätze gesucht, und die Mitarbeiter in den Unternehmen, die sich wertgeschätzt gefühlt hätten. „Deswegen haben wir alles darangesetzt, das Projekt auch 2026 auf die Beine zu stellen“, fügte Enders an. „Eine spannende Veranstaltung, die Technik erlebbar macht und Menschen verbindet – so kann man die Nacht der Technik beschreiben“, verdeutlichte Lars Kober, Leiter der Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen. Mit dem höchsten prozentualen Anteil in Rheinland-Pfalz schlage das Herz des produzierenden Gewerbes im Landkreis Altenkirchen. Trotz abflauender Konjunktur benötigten die Unternehmen nach wie vor Fachkräfte. „Die Firmen öffnen nicht ihre Tore, um Kunden zu gewinnen, sondern sich als guter Arbeitgeber zu präsentieren“, erläuterte Kober.
„Großer Fan“ der Veranstaltung
Rafael Sussani, Hausherr und Geschäftsführer von ATM Qness GmbH, outete sich als „großer Fan“ der Veranstaltung, „weil wir auf Nachwuchs angewiesen sind, um den Standort zu betreiben“. Unter dem Dach der Verder-Group beschäftigen sich die rund 140 Mitarbeiter gegenüber der TÜV-Prüfstelle mit Materialographie (Analyse von Materialien) und Härteprüfung. Das Portfolio reicht von der Produktion von Maschinen für diese Aufgaben und endet schließlich bei der Einrichtung kompletter Labore (inklusive Möbel), wobei QATM selbst drei dieser Einheiten neben zehn eigenen Niederlassungen weltweit betreibt. Trotz Konkurrenz rund um den Globus sieht sich das Unternehmen, das noch einen Standort in Österreich mit rund 40 Bediensteten hat, dank der Konzentration auf High-End-Produkte gut im Markt platziert. Die Group Schumacher (Stammsitz Eichelhardt) hofft, wie Christina Hümmeler (Unternehmenskommunikation) berichtete, auf ein erneut großes Interesse an dem „Hidden Champion“. Geplant ist eine große Landtechnik-Ausstellung rund um modernste Erntesysteme. Sie rief sich noch einmal die „überwältigende“ Zahl an Menschen von vor zwei Jahren ins Gedächtnis, die "da waren und sehr detaillierte Fragen gestellt haben“. Als wichtigstes Ziel nannte sie, Kunden eine „perfekte Ernte“ zu ermöglichen. Das bedeute, keinen Stillstand zu haben, denn in der Regel seien die Erntefenster sehr, sehr kurz. „Unsere Region hat eine starke industrielle Tradition und ist Heimat vieler hoch innovativer Unternehmen. Oft bleibt jedoch im Alltag verborgen, wie viel Hightech, Erfindergeist und Ingenieurskunst direkt vor unserer Haustür stecken. Die Nacht der Technik ändert das: Sie öffnet Türen, macht Innovationen greifbar und zeigt, wie viel Zukunft in unserer Heimat steckt“, erklärte Diplom-Ingenieur Werner Schumacher als Vorsitzender des VDI Mittelrheinischer Bezirksverein, „das ist vor allem für unsere Fachkräfte von morgen eine großartige Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen und sich inspirieren zu lassen.“ Der VDI biete inzwischen Kindern bereits ab vier Jahren Programme und Initiativen, um die Kids für Technik zu begeistern. Zudem gelte es, den Ruf, ein „Alte-Männer-Klub“ zu sein zu tilgen. „Wir arbeiten daran“, lautete Schumachers Darstellung.
Baustein in der Berufsorientierung
„Die Nacht der Technik ist ein Baustein in der Berufsorientierung junger Menschen und ein Mosaikstein im Personalmanagement von Unternehmen“, betonte Urban Plößl als Inhaber von plan deluxe, der Agentur für Event & Media (Köln), die als Veranstalterin auftritt. Die Unternehmen seien vor zwei Jahren über das große Interesse mit mehr als 1000 Besuchern überrascht gewesen. Laut einer Umfrage seien Jugendlichen nur 10 bis 15 Prozent der Ausbildungsberufe überhaupt bekannt, „wir präsentieren rund 30“, meinte er, dennoch könne die Nacht der Technik (die einzige außerhalb von Nordrhein-Westfalen) nicht alle Probleme der Unternehmen lösen. Stippvisiten in den Unternehmen sind grundsätzlich nur mit einem Ticket möglich (www.nacht-der-technik.de). Sie kosten regulär 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Schüler, Auszubildende und Studierende haben freien Eintritt. Achtung: Es gibt offene als auch reservierungspflichtige Besuche (Anmeldungen mit dem Code auf dem Ticket). Möglich ist die Anfahrt zu den Firmen individuell im eigenen Auto (Eltern). Darüber hinaus werden Exkursionen mit Start und Ziel in Altenkirchen (2), Kirchen (3) und Wissen (3) angeboten. Der Shuttle-Bus bleibt immer bei der Gruppe und kehrt jeweils zum Ausgangspunkt zurück.
Diese Unternehmen sind dabei
Die teilnehmenden Unternehmen (alphabetische Reihenfolge): Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Altenkirchen (Altenkirchen), Alho Systembau GmbH (Friesenhagen), Amprion GmbH (Betzdorf), ATM Qness GmbH (Mammelzen), Berufsbildende Schule Betzdorf-Kirchen, Beyer-Mietservice KG (Etzbach), Cyrotherm GmbH & Co. KG (Kirchen), Dellner Bubenzer (Kirchen), Group Schumacher (Eichelhardt), Karl Georg GmbH (Ingelbach), Kleusberg Gruppe (Wissen), Remondis Mittelrhein GmbH (Altenkirchen), Stahlbauhoch3 GmbH (Hövels), Technologieinstitut für Metall + Engineering (Wissen) und Traforce, Thomas GmbH (Herdorf), Uni Siegen (naturwissenschaftlich-technische Fakultät), VDI Württembergischer Ingenieurverein (Jugend und Technik), Werit Kunststoffwerke W. Schneider GmbH & Co. KG (Altenkirchen) und Westerwald-Netz GmbH (Alsdorf). (vh) |
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