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Nachricht vom 20.08.2026
Region
Altenkirchener Wendeplatte: Nur wenig Kritik an neuem Verkehrskonzept
Langsam, aber sicher sind wahrscheinlich die Änderungen am Verkehrsablauf auf der Wendeplatte, dem großen Parkplatz auf der Altenkirchener Glockenspitze, in Fleisch und Blut übergegangen. In erster Linie soll(t)en unübersichtliche (und damit gefährliche Situationen für Schüler, die zu Fuß unterwegs sind) getilgt werden.
Die Grafik zeigt das neue Verkehrskonzept: Die roten Flächen sind Omnibussen vorbehalten, die grünen, um Pkw zu parken. (Grafik: Verbandsgemeindeverwaltung)Altenkirchen. Das neue Verkehrskonzept auf der Wendeplatte im Altenkirchener Schul- und Sportzentrum auf der Glockenspitze hat seine Feuertaufe wohl bestanden. Sozusagen seit Beginn des Schuljahres 2026/27 am 10. August in Kraft, soll es zu einer noch klareren Trennung zwischen Schülerbus- und Pkw-Verkehr führen, damit die zahlreichen Mädchen und Jungen, die die Bildungseinrichtungen besuchen und jeweils per vielsitzigem Gefährt an- und abreisen, vor Ort sicherer unterwegs sein können. „Die Kritik hält sich in Grenzen“, bilanzierte Tobias Fries vom Ordnungsamt der Verbandsgemeindeverwaltung (VGV) Altenkirchen-Flammersfeld, der sich im Zusammenspiel mit Beamten der Polizei Altenkirchen, Vertretern der Busunternehmen, der VGV-Abteilung Infrastruktur, Bauen und Umwelt und des Verkehrsverbundes Mittelrhein um die Änderungen gekümmert hatte. Auch von Seiten der Schulen habe es positive Rückmeldungen gegeben. Zudem seien in der ersten Woche des neuen Lernabschnittes Kontrollen durchgeführt worden, „wir waren immer zu Schulbeginn und Schulende vor Ort“, ergänzte Fries und räumte ein, „Kleinigkeiten womöglich zu ändern“. Unter anderem könnten noch Markierungen, die die einzelnen Parkbuchten definierten, nachträglich gezogen werden, um die vorhandenen Plätze optimal zu nutzen. Trotz der Neugliederung sind offenbar nach wie vor genügend Abstellmöglichkeiten in dem gesamten Bereich vorhanden. Immer komplett belegt sind die entlang der Stichstraße parallel zum katholischen Friedhof. Vor dem alten Hallenbad und gegenüber der Kindertagesstätte „Glockenspitze“ und der Lehrwerkstatt bietet sich selten eine freie Bucht, während die Bereiche vor der Großsporthalle und dem neuen Hallenbad nach wie vor bei weitem nicht in Gänze belegt sind, so dass Autofahrer, je nach Endziel, einen kleinen „Spaziergang“ in Kauf nehmen müssen.

Im Gespräch bleiben
Dennoch ist nicht alles Gold, was glänzt. Während von der Führung des Sport- und Seminarhotels „Glockenspitze“ weder Positives noch Negatives mit Blick auf die Modifikation vor der Haustüre an die Verwaltung herangetragen wurde (die Herberge verfügt über zahlreiche Parkflächen auf eigenem Gelände), bleibt Fries im Gespräch mit der Geschäftsführung des Sportclubs „Optimum“, die angemerkt hatte, dass zu Spitzenzeiten des Schulbetriebs Reha-Patienten kaum die Möglichkeit besäßen, angesichts gewisser Mobiltätseinschränkungen ihre Fahrzeuge möglichst nah am „Optimum“ zu parken. „Wir sind im Austausch und werden gewisse Dinge austesten“, betonte Fries, dass noch nicht aller Tage Abend sei. Aus der nur wenige Meter entfernt gelegenen Praxis für Physiotherapie sei keine „Beschwerde“ vorgebracht worden mit dem Verweis auf die Abstellmöglichkeiten auf eigenem Grund und Boden.

Ein- und Ausfahrt wie gehabt
Zur aktuellen Situation auf der Wendeplatte: Die Ein- und Ausfahrt zum kreisrunden Parkplatz wurden nicht verlegt. Nunmehr sind die Parkflächen an den drei nördlichen (Quer-)„Straßen“ (Richtung Kindertagesstätte und Skate-und-Bike-Park) denjenigen vorbehalten, die ihr Auto parken wollen oder Kinder aus- und einsteigen lassen möchten. Für Zweiräder sind extra Bereiche ausgewiesen. Die Ausfahrten in Richtung der Bushaltestellen, die auch auf der „Ringstraße“ beheimatet sind (Nähe katholischer Friedhof) und die nach wie vor Bestand haben, wurden „fest“ verschlossen mit rot-weißen Absperrpfosten und doppelrohrigen -geländern. Die zwei südlichen Querverbindungen bleiben nunmehr als Haltebereiche den Omnibussen vorbehalten, die, je nach Einstieg, die Standflächen von beiden Seiten anfahren können. Zwei Grünflächen wurden ein wenig zurückgebaut, um genügend Raum für die Schwenkbereiche der Busse zu schaffen. Nichts änderte sich für die parallel zum Sport- und Seminarhotel „Glockenspitze“, zum Sportclub „Optimum“ und zu einer Physiotherapie-Praxis ausgewiesenen Parkflächen. Gleiches gilt für die Abstellmöglichkeiten vor der Kindertagesstätte „Glockenspitze“, beim still gelegten alten Hallenbad, in Wurfweite der Lehrwerkstatt und vor der Großsporthalle sowie dem neuen Hallenbad und parallel zum katholischen Friedhof. Final wurde die Beschilderung auf der Wendeplatte an die neue Situation angepasst.

Mehr als 50 Jahre alt
Die Wendeplatte wurde nach Auskunft der VGV 1973 im Zuge des Ausbaus des Schulzentrums (Einweihung Juni 1973) und der Entstehung des Sportzentrums (Einweihung im September 1974) gebaut, wobei damals noch niemand ahnen konnte, dass sie so stark genutzt werden würde wie sie es momentan wird – und das sogar in der schulfreien Zeit. Ursprünglich bot das Areal knapp 160 Stellflächen. Die meisten „Fahrschüler“, die das ehemalige neusprachliche Gymnasium (Änderung in Westerwald-Gymnasium zum 1. April 1967) und die Ex-Realschule besuchten (lange vor weiteren Schulreformen in Rheinland-Pfalz), erreichten aus drei Richtungen (Hachenburg, Au und Puderbach) mit roten Schienenbussen den Bahnhof in Altenkirchen, um dann per pedes in Richtung Schulen zu marschieren – und mittags natürlich wieder zurück, um die Heimfahrt anzutreten. (vh)
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