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Nachricht vom 21.08.2026
Rheinland-Pfalz
Hitze und Trockenheit setzen Obstbauern in Rheinland-Pfalz unter Druck
Die anhaltende Hitze und der fehlende Regen haben gravierende Auswirkungen auf die Obstbauern in Rheinland-Pfalz. Sonnenbrandschäden und Trockenstress bedrohen die Ernteerträge, während steigende Kosten die Situation zusätzlich erschweren.
Streuobstwiese. (Foto: Sebastian Kahnert/dpa)Mainz/Koblenz. Die Obstbauern in Rheinland-Pfalz kämpfen mit den Folgen eines heißen Sommers. Äpfel und Kirschen leiden unter der extremen Witterung, was zu einem Rückgang der Ernteerträge führt. Der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau berichtet von einer Apfelernte, die durch Sonnenbrand stark beeinträchtigt ist. Betroffene Früchte sind unverkäuflich. In einigen Anbaugebieten wie rund um Koblenz und Mülheim-Kärlich sowie in der Grafschaft sind die Schäden besonders groß.

Viele Äpfel bleiben aufgrund des Wassermangels kleiner oder fallen vorzeitig vom Baum. Diese Selbstschutzmaßnahme der Pflanzen verstärkt den wirtschaftlichen Druck auf die Betriebe. Auch hohe Ozonwerte könnten nach Angaben des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd die Pflanzen schädigen.

Kritik am Import von Obst
Die Kombination aus geringeren Erträgen, mehr Ausschuss und gestiegenen Lohnkosten belastet die Obstbauern erheblich. Die Verbände unterstützen daher einen Brandbrief der Bundesfachgruppe Obstbau an Abgeordnete, der auf die finanziellen Belastungen hinweist. Kritisiert wird auch der Import von Obst, das trotz heimischer Verfügbarkeit in den Geschäften angeboten wird.

Der Deutsche Bauernverband meldete kürzlich eine leicht unterdurchschnittliche Getreidemenge von 41,9 Millionen Tonnen, sieben Prozent weniger als im Vorjahr. Finanzhilfen werden gefordert, doch akute Preissteigerungen für Verbraucher werden nicht erwartet. (dpa/bearbeitet durch Red)
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