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Pressemitteilung vom 22.08.2026
Region
Neues Jahrmarkt-Plakat verbindet Kunst und Hilfe für Sierra Leone
Das neue Plakat für den 57. Jahrmarkt Wissen greift ein Motiv aus dem Jahr 1984 auf und verbindet es mit dem Hilfsprojekt 2026. Im Mittelpunkt steht die Ausbildung von Hebammen in Sierra Leone, für die der Verein 74.666 Euro sammeln will. Die Künstlerin Mia Geimer-Stangier setzte die Vorlage neu um.
Das Motiv für den 57. Jahrmarkt Wissen wurde von Mia Geimer-Stangier gemalt. (Foto: Mia Geimer-Stangier | Jahrmarkt Wissen e.V.)Wissen. Eine Mutter hält ihr Baby schützend im Arm: Das neue Plakat des 57. Jahrmarkts Wissen wirbt für das diesjährige Projekt unter dem Motto "Gut betreut von Anfang an". Gestaltet wurde es erneut von der Künstlerin Mia Geimer-Stangier.

Vorlage aus dem Jahr 1984
Das Motiv knüpft an ein Jahrmarkt-Plakat aus dem Jahr 1984 an. Grundlage war ein Foto, das der inzwischen verstorbene Jahrmarkt-Mitarbeiter Jonas Stausberg während eines Projektbesuchs auf einer Afrikareise aufgenommen hatte. Jahrzehnte später diente diese Aufnahme erneut als Vorlage.

Geimer-Stangier setzte das Bild als Acrylmalerei in Tontrennung um. Obwohl sich diese Technik heute auch mit digitalen Programmen erstellen lässt, entstand die Tontrennung für das neue Plakat vollständig von Hand. Aus der historischen fotografischen Vorlage wurde so ein neues Kunstwerk.

Die Darstellung richtet den Blick nicht auf Helfer, sondern auf die Menschen, denen Unterstützung zugutekommen soll. Die Mutter-Kind-Szene steht für eine grundlegende menschliche Beziehung, die unabhängig von Herkunft, Sprache und Kultur verständlich ist. Das Bild soll Nähe schaffen und Empathie wecken.

Hilfe für Mütter und Neugeborene
Das Plakat verweist auf das Projekt 2026 des Jahrmarkt Wissen e.V. Unter dem Motto "Gut betreut von Anfang an" unterstützt der Verein die Hebammen-Ausbildung in Sierra Leone. Damit rücken die Gesundheit und Betreuung von Müttern und Neugeborenen in den Mittelpunkt.

In Sierra Leone zählt die Mütter- und Säuglingssterblichkeit zu den höchsten weltweit. Vor allem in ländlichen Regionen fehlen qualifizierte Hebammen und eine ausreichende medizinische Versorgung. Im Jahr 2017 wurde deshalb eine Hebammenschule im ländlichen Raum gegründet. Dort wurden bislang rund 400 Hebammen ausgebildet.

Das von action medeor gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geförderte Projekt läuft von 2024 bis 2028 und hat ein Finanzvolumen von ca. 1,5 Mio. Euro. Es soll die Versorgung von Müttern und Neugeborenen langfristig verbessern und vermeidbare Todesfälle reduzieren.

Für das Projektjahr 2027 sind unter anderem folgende Maßnahmen vorgesehen:

• 16 Gesundheitseinrichtungen werden mit medizinischem Equipment ausgestattet.
• Hebammen und weiteres Gesundheitspersonal werden fortgebildet.
• Die praktische Ausbildung der Hebammenschüler wird begleitet.
• In 15 Gemeinden finden Informations- und Sensibilisierungsveranstaltungen zu Schwangerschaft, Geburt und Mutter-Kind-Gesundheit statt.

Der Jahrmarkt Wissen e.V. hat sich dafür ein Spendenziel von 74.666 Euro gesetzt.

Julian Schmitz-Avila erneut Schirmherr
Der 57. Jahrmarkt Wissen findet am 26. und 27. September 2026 statt. Julian Schmitz-Avila übernimmt erneut die Schirmherrschaft. Der Kunst- und Antiquitätenexperte, der aus der Sendung "Bares für Rares" bekannt ist, möchte nach der verregneten Eröffnung des vergangenen Jahrmarkts die Veranstaltung erneut in Wissen erleben.

Er habe sich besonders von der Hilfsbereitschaft der Menschen in der Stadt und ihrem Einsatz für den guten Zweck beeindruckt gezeigt. Die Eröffnung beginnt am Samstag, 26. September, um 10.30 Uhr.

Zum musikalischen Programm gehören unter anderem Soulmatic und die Band Hännes. Außerdem treten Frau Kurze und die erste Klasse sowie zahlreiche Tanzgruppen aus Wissen, der Umgebung und Bonn auf. Erstmals dabei ist "Pasteria – eine Nudel, viele Versuchungen". Weitere Programmpunkte und Überraschungen sollen in den kommenden Wochen folgen. (PM/KI/Red)
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