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| Pressemitteilung vom 25.08.2026 |
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| Region |
| Früherkennung bei neurogener Hüftdezentrierung: Chancen für junge Patienten |
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| Viele Eltern von Kindern mit neurologischen Erkrankungen bemerken zunächst andere Symptome als Probleme mit den Hüftgelenken. Doch gerade hier können langfristige Schäden auftreten, die frühzeitig erkannt und behandelt werden müssen. |
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Siegen. Bei Kindern, die an neurologischen Erkrankungen leiden, stehen oft Bewegungsstörungen oder Entwicklungsverzögerungen im Vordergrund. Weniger bekannt ist, dass auch die Hüftgelenke betroffen sein können. Die sogenannte neurogene Hüftdezentrierung kann erhebliche Folgen für Mobilität und Lebensqualität haben. "Die Hüfte ist ein hochkomplexes Gelenk, das bei Kindern mit neurologischen Erkrankungen besonders aufmerksam überwacht werden muss", erklärt Dr. Christian Sippel, Leiter der Kinderorthopädie an der DRK-Kinderklinik Siegen und Ärztlicher Leiter des MVZ Wellersberg.
Durch muskuläre Ungleichgewichte kann sich der Hüftkopf aus seiner natürlichen Position in der Hüftpfanne herausbewegen. Dieser schleichende Prozess bleibt zunächst unbemerkt. Besonders häufig tritt die Dezentrierung bei Kindern mit Cerebralparese auf. Ursache ist meist eine dauerhaft erhöhte Muskelspannung. Anfangs zeigen viele Kinder keine eindeutigen Beschwerden, doch im Verlauf kann es zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen kommen. Alltägliche Pflegesituationen wie Wickeln oder Anziehen werden zunehmend schwieriger. "Je weiter die Hüfte aus der Pfanne herauswandert, desto größer werden die Belastungen für Kind und Familie", sagt Dr. Sippel. Deshalb ist die frühe Erkennung entscheidend.
Ein zentraler Bestandteil der Behandlung ist das regelmäßige Hüftscreening, das klinische Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren kombiniert. Röntgenkontrollen liefern wichtige Hinweise darauf, wie stabil das Hüftgelenk sitzt. Je nach Befund kommen zunächst konservative Maßnahmen wie Physiotherapie oder medikamentöse Therapien zum Einsatz. Auch Botulinumtoxin kann helfen, einzelne Muskelgruppen gezielt zu entspannen. Bei fortschreitender Dezentrierung sind operative Eingriffe notwendig, um die Hüfte korrekt auszurichten. Werden diese Voraussetzungen eingehalten, profitieren die Patienten von einer stabilen Hüfte und verbesserter Mobilität. PM/Red |
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| Pressemitteilung vom 25.08.2026 |
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