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| Pressemitteilung vom 27.08.2026 |
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| Region |
| Streit um Naturschutzgebiet Nauberg: Grüne stellen sich gegen Rohstoffabbau |
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| Das Naturschutzgebiet Nauberg steht erneut im Zentrum einer Debatte über wirtschaftliche Interessen und Umweltschutz. Ein Antrag auf Befreiung von Schutzvorschriften sorgt für deutlichen Widerstand in der Region. Die Diskussion betrifft alte Buchenbestände, Quellen und rechtliche Urteile. |
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Betzdorf/Kirchen. Der Ortsverband Betzdorf-Gebhardshain und Kirchen der Grünen hat sich entschieden gegen erneute Pläne zum Rohstoffabbau im Naturschutzgebiet Nauberg ausgesprochen. Das rund 425 Hektar große Areal, das im Jahr 2024 unter Schutz gestellt wurde, umfasst eine etwa 106 Hektar große Kernzone mit besonders strengen Auflagen. Die Grünen betonten, dass es sich um einen nicht ersetzbaren Naturraum handele. Die alten Buchen, Quellen und der Wasserhaushalt bildeten eine Einheit, weshalb Eingriffe weit über einzelne Bäume hinausreichen würden.
Ökologische Bedeutung und Schutz des Wasserhaushalts
In dem Gebiet befinden sich teils über 160 Jahre alte Buchenbestände, die Lebensraum für Spechte, Fledermäuse, totholzbewohnende Käfer, Moose, Flechten und Pilze bieten. Ergänzt wird das Ökosystem durch Blockschuttauflagerungen und Quellschüttungen, die unter anderem für Amphibien wie den Feuersalamander relevant sind. Auch die Schutzverordnung begründet den Erhalt mit der hydrologischen Funktion des Gebiets. Aus Sicht der Grünen sei es vor dem Hintergrund von Trockenperioden und Klimawandel nicht nachvollziehbar, einen natürlichen Wasserspeicher durch Abbauvorhaben zu belasten.
Gerichtliche Bestätigung und Kritik an neuem Vorstoß
Das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz hat die Unterschutzstellung Ende 2025 juristisch bestätigt und damit die fachliche Bewertung der SGD Nord gestützt. Vor diesem Hintergrund kritisiert die Partei den neuen Antrag auf Befreiung von Schutzvorschriften für einen Basaltabbau, der beim Landesamt für Geologie und Bergbau vorliegt. Ein Schutzgebiet werde nicht ausgewiesen, um dessen Vorgaben anschließend zu umgehen. Die Entscheidung für den Schutz müsse Bestand haben.
Bedeutung für die regionale Zukunftsvorsorge
Intakte Wälder speichern nach Angaben der Grünen Kohlenstoff, halten Wasser zurück, kühlen die Umgebung und bieten seltene Lebensräume. Mit Blick auf den Klimawandel stelle das Areal eine wichtige Zukunftsvorsorge dar. Daher verlangt der Verband, den Schutzstatus beizubehalten und Gefährdungen für Buchenbestände, Quellen sowie die ökologische Funktion auszuschließen. Gleichzeitig kündigten die Grünen an, Initiativen und Verbände zu unterstützen, die sich für den Erhalt des Gebiets engagieren. (PM/KI/Red) |
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| Pressemitteilung vom 27.08.2026 |
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