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Nachricht vom 31.08.2026
Region
Kapellenfest in Güllesheim: Kirchen immer Orte der Besinnung, aber auch des Feierns
Am letzten Sonntag im August wird in Güllesheim traditionsgemäß gefeiert. Das Kapellenfest hat eine lange Tradition und wurde auch in diesem Jahr von zahlreichen Menschen besucht. Das Fest beginnt am Sonntag immer mit einem Gottesdienst.
Ortsbürgermeister Peter Humberg (2. v. li.) mit Michael Liedigk, Pater Saji und Thomas SchmidtGüllesheim. Nach dem Gottesdienst begrüßte Ortsbürgermeister Peter Humberg die zahlreichen Gäste. Die kommunale Familie wurde durch den Ortsbürgermeister von Horhausen, Thomas Schmidt, und den Ortsbürgermeister aus Peterslahr, Michael Liedigk, vertreten. In seiner Rede stellte Humberg fest, dass der Zusammenhalt im Ort groß sei und sich viele an der Organisation des Festes beteiligt hätten.

Geschichte der Kapelle
Während des verheerenden 30-jährigen Krieges wütete in der Region eine schwere Pestepidemie. Aus Dankbarkeit für die Rettung vor der Pest und als Bitte um Schutz errichteten die damaligen Einwohner eine erste Kapelle. Mit dem Neubau der Kapelle wurde 1974/75 in der Nähe der alten Kapelle begonnen. Die Bürgerinnen und Bürger trugen damals, mit erheblichen Spenden, zum Bau bei. Humberg nannte es eine der größten Gemeinschaftsaktionen des Ortes "Jeder Haushalt hat sich an der Sammlung mit Spenden beteiligt. Der Bau wurde weitgehend in Eigenleistung der Bürger errichtet", so der Ortsbürgermeister. Die Kapelle, heute an einem Kreisverkehr gelegen, fällt durch ihr spitzes, zeltartiges Dach auf.

Beim Frühschoppen nach der Messe sorgte das weit über die Region hinaus bekannte Westerwald-Orchester aus Oberlahr für die musikalische Unterhaltung. Am Nachmittag konnten sich die Gäste an Kaffee und gespendetem, meist selbstgebackenem Kuchen erfreuen. Wie bei vielen Festen, war an vielen Tischen auch der bekannte Satz "Weißt du noch" zu hören. Manche Anekdote aus dem Dorfleben, die den Jüngeren bisher oftmals verborgen geblieben war, wurde jetzt noch einmal erzählt. Ein solches Fest stärkt den Zusammenhalt und zeigt, dass es eine funktionierende Dorfgemeinschaft gibt, so die einhellige Meinung vieler Gäste. (kkö)

       
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