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Pressemitteilung vom 01.09.2026
Region
Beeindruckt von der Mitte Deutschlands: Wissener LandFrauen erkunden den Harz
Der Harz ist nicht zuletzt durch seine größte Erhebung, den "Brocken" - früher auch "Blocksberg" genannt – eines der markantesten Mittelgebirge der Bundesrepublik. Lange Jahre durch die frühere innerdeutsche Grenze getrennt, bietet sich die Region mittlerweile mit ihrer großen Geschichte und den vielen Sehenswürdigkeiten als ein starker Magnet für Touristen aus der ganzen Welt dar und das zu jeder Jahreszeit.
Die Wissener LandFrauen erkundeten den Harz. (Foto: Walburga Heidemann)Wissen. So machten sich jetzt auch die LandFrauen und einige Ehemänner aus dem Wisserland auf den Weg, um Land und Leute zu besuchen. Am Beginn stand eine Visite in Goslar, der Stadt der "Kaiserpfalz". Gerade auch dieses beeindruckende Gebäude macht die historische Bedeutung Mitteldeutschlands über die Jahrhunderte hinweg deutlich. Sowohl zur Zeit des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation“, als auch während des Wilhelminischen Kaiserreiches von 1871 bis 1918 galt es als Ausdruck imperialer Macht. Dabei waren die Gäste von der Sieg dann doch überrascht, wie schlicht der Thron der deutschen Kaiser ist. Goslar steht allerdings auch für eine Innenstadt, die durch eine Vielzahl schöner Fachwerkhäuser geprägt ist. Diese sollte sich im Übrigen wie ein roter Faden durch die ganze Reise ziehen.

Auch in Wernigerode, der nächsten Station, beeindruckten die gepflegten Gebäude und besonders stach natürlich das berühmte Rathaus hervor. Daneben waren auch die schnaufenden und pfeifenden Dampflokomotiven der Brockenbahn nicht zu überhören.

Das hoch über der Stadt thronende, imposante Schloss wurde ebenfalls besucht. Die Großeltern unter den Teilnehmern stellten überrascht fest, dass es die Kulisse und der Drehort für die "Schule der magischen Tiere" in den gleichnamigen Filmen war. Daher galt es, viele Fotos für die Enkelkinder zu Hause zu machen. Mit einer Rundfahrt durch den Ostharz begab man sich dann auf die Spuren des Dichters Theodor Fontane, der gerne zur Sommerfrische in der Gegend weilte. Aber auch moderne Einrichtungen galt es kennenzulernen, wie die Rappbode-Talsperre mit der höchsten Staumauer Deutschlands. Diese misst 106 Meter und direkt daneben beeindruckt die Hängebrücke über den tiefen Talausschnitt. Von der ebenfalls gegebenen Möglichkeit, an Stahlseilen mit großer Geschwindigkeit über das Tal zu "fliegen" mochte allerdings kein Mitglied der Reisegesellschaft Gebrauch machen. Danach ging es zu dem sagenumwobenen Hexentanzplatz im Harz und anschließend nach Quedlinburg.

Auch hier vorbildlich restauriertes Fachwerk in der Mitte der Stadt und dies hat dazu geführt, dass sie zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Hinzu kommt die historische Bedeutung, denn hier wurde im Jahre 919 Heinrich dem Vogler die deutsche Königskrone angetragen. Als Heinrich I. war er dann der erste deutsche König und findet sich auch in Richard Wagners Oper "Lohengrin" verewigt. Die hoch über Quedlinburg gelegene Stiftskirche wurde nach seinem Tod 936 dann später seine Grabstätte, direkt neben seiner Ehefrau Königin Mathilde. Nicht unerwähnt darf insoweit bleiben, dass die Nationalsozialisten versuchten den ersten deutschen König für sich zu vereinnahmen und aus Anlass seines 1.000sten Todestages die Stiftskirche Sankt Servatii zu einer germanischen Kultstätte machten. Heute ist sie wieder ein Gotteshaus und auch der nach dem Zweiten Weltkrieg entwendete Stiftsschatz ist wieder weitestgehend vor Ort. Auf der Heimfahrt stand dann ein Besuch der einzigen Stabkirche Deutschlands in Hahnenklee auf dem Programm. Nach norwegischem Vorbild vollständig aus Holz erbaut und 1908 eingeweiht, beeindruckte auch dieser Bau mit seiner einzigartigen Atmosphäre.

Letzte Station der Fahrt war dann Hannoversch-Münden, der Ort, in dem Werra und Fulda zur Weser zusammenfinden. Das imposante Rathaus mit dem Glockenspiel zur Geschichte des im Ort verstorbenen Doktors Eisenbart und dem urigen Ratskeller bildeten den Abschluss einer mehr als gelungenen Tour. Der Dank der LandFrauen und der Herren galt der Vorsitzenden Walburga Heidemann und ihrem Vorstand für die vorbildliche Vorbereitung und die souveräne Leitung der Reise. Der sympathische Busfahrer und die an jedem Ort gefundenen kompetenten Reiseführer wurden in diesen Dank eingeschlossen. (PM/Red)


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