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Nachricht vom 01.09.2026
Region
Bürgermeister-Raiffeisen-Grundschule Weyerbusch: Marc Hassel ist neuer Rektor
Die Bürgermeister-Raiffeisen-Grundschule in Weyerbusch hat wieder einen Rektor: Marc Hassel übernahm zum 1. September den Chefposten. Somit wurde eine mehr als zweijährige Übergangszeit beendet, nachdem die Position als Resultat des Weggangs von Anke Gille lediglich kommissarisch besetzt gewesen war.
Mit dem neuen Kapitän volle Kraft voraus (von links): Jens Fleck, Bianca Leiberich, Marc Hassel, Fred Jüngerich, Sascha Koch (Abteilungsleiter Soziales und Generationen in der VG-Verwaltung) und Alexander Hensch. (Foto: vh) Weyerbusch. Das „Schiff“ der Bürgermeister-Raiffeisen-Grundschule in Weyerbusch hat wieder einen „Kapitän“. Neuer „Oberbefehlshaber“ ist der 40 Jahre alte Marc Hassel, der zum 1. September die über zwei Jahre währende Vakanz auf der Position des Chefs übernahm, nachdem seine Vorgängerin Anke Gille die „Brücke“ verlassen hatte. Während einer locker-flockigen Amtseinführung am späten Dienstagmorgen (1. September) in der Sporthalle der Schule erhielt Hassel vor zahlreichen Schülern und geladenen Gästen das Steuerrad überreicht. Verbunden damit ist die Hoffnung, den „Dampfer“ mitsamt seinen „Passagieren“ (rund 230 Jungen und Mädchen in zehn Klassen, Lehrerkollegium und weiteren Bediensteten) sicher durch Stürme mit hohen Wellen und über Untiefen zu navigieren. Einen immensen Vorteil hat Hassel auf jeden Fall: Er kennt das „Gewässer“ in und rund um die Bildungseinrichtung, die ganztags unterwegs ist, aus dem Effeff, da er sowohl bereits Schüler, „Aushilfslehrer“, „normaler“ Lehrer als auch Konrektor an ihr war. Hassel studierte in Koblenz und Luxemburg, engagierte sich unter anderem im Bezirkspersonalrat in Trier, bildete sich weiter zum Diplom-Pädagogen und war auch Leiter der Sonnenberg-Grundschule in Windeck-Rosbach. Zudem ist er in der Weyerbuscher Kommunalpolitik als Beigeordneter aktiv. „Heute ist für mich ein ganz besonderer Tag, denn diese Schule ist für mich nicht nur eine neue Arbeitsstelle“, sagte Hassel, „für mich schließt sich in gewisser Weise ein Kreis. Diese Schule, dieser Ort und auch diese Menschen hier haben mich über viele Jahre begleitet und geprägt. Deshalb erfüllt es mich mit großer Freude und auch mit Demut, die verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen zu dürfen.“ Er freue sich darauf, „gemeinsam mit Ihnen und mit Euch ein neues Kapitel in der Geschichte der Schule schreiben zu können“.

Enger Austausch mit der Schule
Fred Jüngerich als Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Altenkirchen-Flammersfeld blickte zunächst zehn Jahre zurück, als Hassel in das Amt des Konrektors eingeführt worden war, und zitierte ihn von damals mit Blickrichtung auf dessen heutiges Credo: „Meine eigene Grundschulzeit war sehr schön. Das würde ich gerne auf kommende Generationen übertragen.“ Als Schulträger sei es natürlich ebenfalls sehr wichtig, dass „wir in engem Austausch mit der Schule, mit der Leitung, stehen und rückkoppeln, was vielleicht nicht so gut läuft“. Das beginne beim Personal, denn die VG sei verantwortlich, dass es beispielsweise eine Sekretärin oder einen Hausmeister gebe, das sei der eine Aspekt, „der uns sehr eng an die Schulleitung bindet“. Der zweite Punkt seien die Rechtsansprüche, die „wir heute haben. Wir müssen dafür sorgen, dass die Ganztagsansprüche, die es gibt, erfüllt werden können. Dass die Kinder mittags etwas zu essen haben, ist uns sehr, sehr wichtig“. Solche Rechtsansprüche, die „wir als Schulträger gemeinsam mit dem Jugendamt erfüllen, lassen sich jedoch nur realisieren, wenn das Kollegium dahinter steht. Das habe ich bei allen sechs Grundschulen der VG festgestellt“. Zudem sei es wichtig, einen „sauberen Übergang von der Kita in die Grundschule zu gewährleisten, auch das liegt uns am Herzen“.

Wohl keine Nachwuchssorgen?!
„Heute habt Ihr einen Grund zum Feiern, heute bekommt Ihr einen neuen Schulleiter“, wandte sich Jens Fleck von der Schulaufsicht der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Koblenz und zuständig für die Grundschulen im Kreis Neuwied (ohne Stadt Neuwied) und in der VG Altenkirchen-Flammersfeld, in erster Linie an die Mädchen und Jungen, die mit verschiedenen Beiträgen unter dem Motto „Der neue Kapitän kommt an Bord“ immer wieder und sehr schön einstudiert für gelungene Intermezzi gesorgt hatten. Auf die Frage, ob eine oder einer der kleinen Zuschauer ebenfalls später einmal Schulleiter werden wolle, flogen viele, viele Hände in die Höhe, so dass sich Hassel wohl keine Sorgen um seinen Erben oder seine Erbin machen muss. Fleck war es in einem Atemzug ein großes Anliegen, denen zu danken, die das „Schulschiff“ vorübergehend auf Kurs gehalten hätten: Lehrerin Ursula Hembes. Claudia Fels (Leiterin der Glück-Auf!-Grundschule Horhausen) und Bianca Leiberich als kommissarische Konrektorin. Schulleitung ginge nicht allein, „das geht nur im Team“, ergänzte Fleck und stellte fest: „Schule geht nur mit dem Kopf und mit dem Herz. Da vorne stehen zwei absolute Profis auf der Brücke, und ich bin mir sicher, dass sie das Herz an der richtigen Stelle haben.“

„Neues Kapitel, das jetzt beginnt“
Als Schulelternsprecher beschrieb Alexander Hensch ein „neues Kapitel, das jetzt beginnt“. Zunächst jedoch dankte er auch denjenigen inklusive Kollegium, die in den zurückliegenden Monaten „besondere Verantwortung übernommen und die Schule durch die schwierige Übergangszeit gebracht haben“. Mit Blick nach vorne freue er sich auf eine „gute Zusammenarbeit mit dem neuen Schulleiter“, der kein unbekanntes Gesicht und in der Zeit als Lehrer und Konrektor von Kollegen und Kindern sehr geschätzt worden sei. Ihm persönlich sei Hassels Aufmerksamkeit für die Menschen um ihn herum aufgefallen. „Ich glaube, dass das für einen Schulleiter eine sehr wichtige Eigenschaft ist“, fügte Hensch an. Mit dem Kommando „Leinen los“ startete schließlich das "Schiff" der Bürgermeister-Raiffeisen-Grundschule mit neuem "Kapitän" zu seiner nächsten Etappe, nachdem Hassel ein richtiges Steuerrad erhalten hatte. „Du betrittst unsere Schule nicht zum ersten Mal. Es ist schön, Dich wieder an Bord zu haben“, drückte Leiberich final wohl die Gedanken vieler Teilnehmer der sehr kurzweiligen Feierstunde aus. (vh)
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