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Pressemitteilung vom 09.09.2026
Rheinland-Pfalz
Lotto-Chef Christian Baldauf setzt auf klare Standards im Glücksspiel
Der neue Chef von Lotto Rheinland-Pfalz, Christian Baldauf, hat seine ersten 100 Tage im Amt hinter sich und spricht über die Herausforderungen der Branche sowie seinen persönlichen Bezug zum Glücksspiel.
Christian Baldauf. (Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)Koblenz. Der seit Anfang Juni amtierende Geschäftsführer von Lotto Rheinland-Pfalz, Christian Baldauf, will das bestehende Netz an Annahmestellen im Land erhalten. "Behalten möchte ich die große Anzahl der jetzigen Annahmestellen in der Fläche", erklärte Baldauf nach 100 Tagen im Amt. Die Menschen spielten gerne vor Ort, beispielsweise im Kiosk oder an Tankstellen. Baldauf, zuvor CDU-Landeschef und Vorsitzender der Unionsfraktion im Mainzer Landtag, folgte auf Jürgen Häfner, der das Unternehmen von 2014 bis Anfang 2026 leitete.

Eine der größten Herausforderungen sieht Baldauf im illegalen Glücksspiel im Internet. "Die größte Herausforderung aus meiner Sicht ist das illegale Spielen im Internet, weil auf unseren Seiten und in den Annahmestellen geprüft wird, ob jemand 18 ist und ob er leistungsfähig ist", sagte Baldauf. Das Internet kenne keine Landes- oder nationalen Grenzen. Er betonte die Notwendigkeit klarer Vorgaben und Standards innerhalb der europäischen und weltweiten Lotteriegemeinschaft, um Menschen vor Spielsucht zu schützen und Jugendliche vom frühen Kontakt mit Glücksspiel abzuhalten. Auch bei Soziallotterien gebe es starke internationale Konkurrenz.

Lotto Rheinland-Pfalz führt das staatliche Glücksspiel im Auftrag des Landes durch, wobei die Hälfte der Einnahmen als Gewinn ausgeschüttet wird. Der Rest deckt Steuern und laufende Kosten ab, während der Großteil in soziale, humanitäre, kulturelle und sportliche Bereiche fließt. "Darunter sind auch Bereiche, in denen normalerweise kein öffentliches Geld mehr zur Verfügung gestellt wird, obwohl es notwendig ist", so Baldauf. Die Lotto-Stiftung fördert zudem zahlreiche Projekte. Im vergangenen Jahr wurden 1.200 Bewilligungen ausgesprochen, von Brauchtum und Karneval bis hin zu Sportvereinen und kulturellen Veranstaltungen. Besonders wichtig sind Baldauf dabei Projekte für Kinder und kommende Generationen: "Wir sind auf dieser Erde dafür da, dass wir etwas für andere mittun und vor allem auch für diejenigen, die nach uns kommen."

Privat spielt Baldauf ebenfalls Lotto: "Ich spiele auch Lotto, ab und zu, eigentlich samstags", sagte er. Sein größter Erfolg bisher war ein Vierer. Es gebe verschiedene Theorien, wie man spielen sollte - immer dieselben Zahlen oder regelmäßig wechseln. "Wer weiß, es ist halt Glücksspiel." Für jene, die nicht gewinnen, hat er einen Trost: "Es ist kein verlorenes Geld. Im Gegenteil: Man tut eine gute Tat, entweder für sich selbst, weil man was gewinnt, oder für andere." (dpa/KI/Red)

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