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Nachricht vom 13.09.2026
Wirtschaft
Empfang der Wirtschaft in Weyerbusch: Bildung, KI und Digitalisierung
Der Empfang der heimischen Wirtschaft im Kreis Altenkirchen ist ein fester Termin im Jahresverlauf. Am Freitag, 11. September 2026, war die Hottgenroth Software-Akademie in Weyerbusch Gastgeberin – passend dazu ging es um künstliche Intelligenz und Digitalisierung. Durch den Abend führte Reiner Meutsch, dessen Stiftung weltweit Schulen baut.
Organisatoren und Ehrengäste des Abends. (Bilder: kkö)Weyerbusch. Der jährliche Empfang der Wirtschaft des Landkreises Altenkirchen fand am Freitag, 11. September 2026, ab 18 Uhr in der Hottgenroth Software-Akademie in Weyerbusch statt. Organisiert wird er von vier Partnern: der Wirtschaftsförderung des Kreises, der Regionalgeschäftsstelle Altenkirchen der Industrie- und Handelskammer (IHK), der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald und den Wirtschaftsjunioren Sieg-Westerwald.

Ein Thema passte in diesem Jahr besonders zum Veranstaltungsort: die Nutzung künstlicher Intelligenz (KI) und die Digitalisierung. Daneben ging es um die Frage, wie Betriebe in Zeiten des Fachkräftemangels Nachwuchs gewinnen und Beschäftigte weiterqualifizieren. Die kommunale Familie war durch den Landrat sowie zahlreiche Bürgermeister und Beigeordnete der Verbandsgemeinden vertreten.

Landrat eröffnete die Veranstaltung
Landrat Dr. Peter Enders eröffnete die Veranstaltung und betonte, dass dies sein letzter Empfang der Wirtschaft sei. Er zeigte auf, mit welchen Problemen Wirtschaft und Verbraucher zu kämpfen hätten: Hohe Energiepreise, unsichere Zeiten und die Angst um Arbeitsplätze sorgten für Zurückhaltung beim Konsum – mit Folgen für die Unternehmen.

Man müsse aber auch wieder lernen, Positives als solches darzustellen, sagte Enders. Viel zu oft wird das Haar in der Suppe gesucht, statt die positiven Aspekte zu kommunizieren. „Ich gehe davon aus, dass der Empfang der Wirtschaft auch in Zukunft ein Anker im Kalender unseres Landkreises bleiben wird."

Bildungswege verlaufen nicht mehr geradlinig
Ein Impulsvortrag von Lars Klitzke befasste sich mit seiner eigenen Erwerbs- und Bildungsbiografie – und mit der Frage, wie Aus- und Weiterbildung künftig aussehen werden. Eine Frage, die angesichts fehlender Fachkräfte an Gewicht gewinnt: Wer Personal nicht mehr einfach einstellen kann, muss es selbst ausbilden und halten.

Klitzke studierte an der Hochschule Kaiserslautern, der Universität Kassel, der Hochschule Mainz, der Universität Koblenz-Landau und der Hochschule Hannover. Seine Schwerpunkte: Bauingenieurwesen, regenerative Energien, Energiemanagement, technisches Gebäudemanagement und nachhaltiges Energiedesign. Die Erwerbsbiografie wird in Zukunft völlig anders aussehen als bisher.

Die Digitalisierung allein bewirke nichts, sagte Klitzke – am Ende setze der Mensch die Dinge um. Gewonnen wird vor allem Zeit für das Wichtige, wenn man der künstlichen Intelligenz die profanen Aufgaben überlässt.

Gesprächsrunde und Netzwerkarbeit
An der anschließenden Gesprächsrunde, die Reiner Meutsch moderierte, nahmen unter anderem der Vizepräsident der IHK Koblenz, Thomas Bellersheim, und Lars Klitzke teil. Meutsch, gebürtiger Kroppacher und Mitgründer des Reiseveranstalters Berge & Meer, gründete 2010 die Stiftung FLY & HELP, die seither mehr als 700 Schulen in Entwicklungsländern gebaut hat – ein Moderator, der zum Thema des Abends passte. Auch Gastgeber Karl-Heinz Hottgenroth, Vorstandsvorsitzender der Hottgenroth Software AG, war beteiligt.

Im Anschluss hatten die Gäste Gelegenheit zu ausführlichen Gesprächen und dazu, Netzwerke zu stärken oder neue zu knüpfen. (kkö)
       
 
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