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Pressemitteilung vom 14.09.2026
Region
Verkehrsanalyse in Wissen: Studierende untersuchen Verkehrsströme
In der Wissener Innenstadt wurde eine umfassende Verkehrsanalyse durchgeführt. Studierende der Universität Siegen sammelten Daten, um die Verkehrsführung zu optimieren. Die Ergebnisse sollen dem Stadtrat als Entscheidungsgrundlage dienen.
Bürgemeister Berno Neuhoff (rechts) mit den Studierenden Isabel Hassel Wilms und Christian Schläger von der Universität Siegen. (Fotos: Julia Schwan/Verbandsgemeindeverwaltung Wissen)Wissen. Wie lässt sich der Verkehr in der Wissener Innenstadt künftig sicherer und sinnvoller führen? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine aktuelle Verkehrsanalyse, die auf einen einstimmigen Beschluss des Stadtrates aus dem Frühjahr zurückgeht. Ziel ist es, eine belastbare Datengrundlage für mögliche Veränderungen der Verkehrsführung zu schaffen.

Eine besondere Herausforderung stellt dabei das hohe Verkehrsaufkommen auf der Rathausstraße dar. Rund 60.000 Fahrzeuge passieren die Straße monatlich. Gleichzeitig gestaltet sich die Einfädelung von Fahrzeugen, die aus Richtung der Wiesenstraße (in Höhe der Stadtwerke Wissen) auf die Bundesstraße B62 gelangen möchten, schwierig. Um die Verkehrssituation insgesamt besser beurteilen und die Verkehrssicherheit in der Innenstadt erhöhen zu können, soll daher zunächst untersucht werden, wie sich der Verkehr tatsächlich verteilt.

Fokus auf den Routen der Verkehrsteilnehmer
Mit der Durchführung der Messungen wurden Studierende der Universität Siegen beauftragt. Unterstützt werden sie dabei von der Verbandsgemeindeverwaltung Wissen. Für eine Studienarbeit hat Christian Schläger, Masterstudent an der Universität Siegen, an insgesamt acht verschiedenen Messpunkten in Wissen Kameras installiert. Die Fahrzeuge werden dabei mit Zeitstempeln erfasst. Auf diese Weise lässt sich nachvollziehen, an welchen Stellen Fahrzeuge in die Stadt ein- und ausfahren, welche Routen sie innerhalb Wissens nutzen und wie viel Zeit sie für die jeweiligen Strecken benötigen.

Die gewonnenen Daten ermöglichen es, die unterschiedlichen Routen hinsichtlich ihrer Häufigkeit und Attraktivität zu klassifizieren. Daraus können Erkenntnisse darüber gewonnen werden, welche Faktoren dazu führen, dass bestimmte Verkehrswege bevorzugt genutzt werden. Auf dieser Basis lässt sich wiederum untersuchen, wie eine künftige Umgestaltung aussehen könnte, um alternative Routen für Verkehrsteilnehmer attraktiver zu machen.

Fokus auf die Verkehrsteilnehmer und ihre Farzeuge
Eine weitere Untersuchung führt Isabel Hassel Wilms, Bachelorstudentin der Universität Siegen, durch. Sie hat zusätzlich eine Kamera zur detaillierten Verkehrsanalyse aufgestellt. Die dabei erhobenen Daten werden anschließend im Rahmen ihrer Bachelorarbeit ausgewertet.

Neben der reinen Verkehrsstärke wird dabei auch betrachtet, welche Arten von Verkehrsteilnehmern die Strecke nutzen. Erfasst werden unter anderem Fußgänger, Fahrradfahrer, Busse, Lastkraftwagen und Pkw. Darüber hinaus soll untersucht werden, zu welchen Tageszeiten wie viele Verkehrsteilnehmer die betreffende Kreuzung passieren.

Mehrwert für die Stadt Wissen
Die Untersuchungen sollen unabhängige und wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse für den Stadtrat in Wissen liefern, wie die Verkehrsführung in der Wissener Innenstadt künftig verbessert werden kann. Im Fokus stehen dabei die Entlastung stark frequentierter Straßenbereiche sowie eine höhere Verkehrssicherheit.

"Wir wollen zunächst eine belastbare Datengrundlage schaffen, bevor über konkrete Veränderungen entschieden wird. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse und die daraus entstehenden Vorschläge", erklärt Bürgermeister Berno Neuhoff. Diese werden dann im Stadtrat Wissen beraten. Bis es soweit ist, wird es noch etwas dauern. Auf Basis der Ergebnisse kann anschließend über mögliche weitere Schritte und Anpassungen sowie über ein neues Verkehrskonzept in der Wissener Innenstadt diskutiert werden. (PM)
 
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