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| Nachricht vom 18.09.2026 |
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| Historisches Comeback: Schloss Engers feiert die Heimkehr seiner Skulpturenschätze |
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| Mit der feierlichen Präsentation eines einzigartigen historischen Büstenzyklus hat Schloss Engers in Neuwied am Freitag, dem 18. September, einen glanzvollen Meilenstein der Denkmalpflege und Kulturgeschichte erlebt. Das leuchtend weiße Rokoko-Schloss erstrahlt nun in neuem historischem Glanz. |
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Neuwied-Engers. Mit dem Aufstellen der letzten der 24 Büsten auf ihrem Postament im Bogen der Umzäunung des Schlosshofs, wurde eine kunsthistorische Sensation wahr: Der historische Büstenzyklus von 1760 ist nach 55 Jahren der Abwesenheit an seinen angestammten Platz zurückgekehrt. Seit 2014 wurden die Büsten mit sehr unterschiedlicher Physiognomie von einer Steinrestaurierungsfirma aus Bamberg fachgerecht restauriert. Initiator des Projekts ist der Engerser Kunsthistorik-Experte Josef Kretzer.
Bei einem Pressetermin im prachtvollen Dianasaal stellte Sven Teuber, Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, das vollendete Restaurierungsprojekt der Öffentlichkeit vor. Der Minister zeigte sich bei seinem ersten Besuch im Schloss „völlig geflasht“. Die Erkenntnis, dass der prunkvolle Dianasaal lange Zeit der Aufwachraum einer orthopädischen Klinik war, erschien ihm „unvorstellbar“. Beeindruckt zeigte sich der Minister auch von der handwerklichen Leistung der Restaurateure. Er freute sich über das hohe kulturelle Erbe, das nur stark sei, wenn es gelebt werde. Das kurtrierische Zeugnis des Rokokos erstrahle wie 1760. Die Renovierung der Skulpturen wurde gemeinsam vom Bund und vom Land Rheinland-Pfalz mit Mitteln aus dem Programm „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen in Deutschland“ (INK) finanziert. Realisiert wurde die Maßnahme durch die Landesstiftung Villa Musica als Eigentümerin von Schloss Engers.
Teuber betonte, er lege den Fokus auf die Menschen: jungen Menschen die Begegnung mit dem Rokoko zu ermöglichen und unabhängig vom Geschlecht Talente einzubeziehen.
Oberbürgermeister Jan Einig freute sich über die bekennenden Worte des Ministers, denn das Schloss sei bedeutend für Engers und die Stadt Neuwied. Die Villa Musica und die Landesmusikakademie zögen Menschen an und die Bevölkerung sei sehr mit beiden Einrichtungen verbunden. Daher sei er dankbar für die Hilfe des Landes. Der Beharrlichkeit Josef Kretzers sei zu danken, der mantraartig vor sich hertrage, dass Kultur und Tourismus nicht voneinander zu trennen seien.
Das schöne Schlosskarree ergebe mit den 24 Büsten des Bildhauers Joseph Ignatius Feill aus dem Jahr 1760 ein schöneres Gesamtbild. Der Oberbürgermeister dankte dem Landesamt für Denkmalpflege, der Villa Musica und deren engagierten Mitarbeitern sowie dem Renovierungsfachbetrieb. „Die Stadt Neuwied ist sehr froh und dankbar!“
Die letzte Büste wurde im Anschluss auf einem Lkw enthüllt und per Kran passgenau auf ihren Sockel gehoben, unter Assistenz eines Restaurators und des Ministers Sven Teuber.
Josef Kretzer erzählte, er habe die Büsten auf Ehrenbreitstein gesehen und sie nach Hause holen wollen. Es fehlen nun noch etliche Ganzkörperfiguren, die auf die Vorsprünge der Pförtnerhäuschen gehören. Sie werden nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten dort wieder aufgestellt. Das nächste Projekt in Schloss Engers wird laut Kretzer der Gartensaal im Erdgeschoss werden. Dort waren Türen und Wandpaneele für die orthopädische Klinik weiß überlackiert worden. Unter dem Lack wurden jetzt wunderschöne Gemälde aus der Gründerzeit gefunden. Originale der Blumenbilder hängen in Molsberg, im Stammsitz der Familie von Walderdorff, im Gartensaal sind es Duplikate. Das Engerser Schloss wird immer schöner und historisch stimmiger werden. htv
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