AK-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Kreis Altenkirchen
Nachricht vom 20.09.2026
Wirtschaft
Gibbons, Stinkfrucht und Bambuskochen im Dschungel: So aufregend ist Thailand mit Kindern
Als Reiseland steht Thailand bei Singles, jungen Paaren oder Reisenden mit längst erwachsenen Kindern weit oben auf der Liste. Familien mit kleineren Kindern oder Jugendlichen übergehen das tropische Land bei der Suche nach dem nächsten Urlaubsort dagegen häufig.
Die Anreise ist schließlich etwas umständlicher als zum All-Inclusive-Resort auf Korfu. Wer sich trotzdem mit Kindern auf den Weg nach Thailand macht, kann dort einiges erleben, das zu Hause noch lange für Gesprächsstoff sorgt.
Symbolfoto (KI bearbeitet) Wie wäre es mit ein paar frechen Gibbons in freier Wildbahn, einer privaten Dschungel-Prüfung mit der berüchtigten Stinkfrucht oder einem selbst gekochten Essen aus dem Bambusrohr? Die folgenden 12 Erlebnisse sind zweifelsohne eine Überlegung wert.

1. Der Klassiker: Das Tuk-Tuk im Herzen Bangkoks
Eine Fahrt mit dem Tuk-Tuk gehört zu einem Aufenthalt in Bangkok absolut dazu. Für Kinder dürfte schon das dreirädrige Gefährt selbst spannend sein, während es vorbei an bunten Garküchen, Geschäften und Tempeln durch die thailändische Hauptstadt geht.

Am Abend ist die größte Hitze vorbei und die beleuchteten Straßen sorgen noch einmal für eine ganz andere Kulisse. Auch mit kleineren Kindern spricht nichts gegen eine kurze Runde.

Eltern sollten allerdings wissen, dass Tuk-Tuks keine Kindersitze und meist auch keine Sicherheitsgurte haben. Für längere Strecken und Fahrten im dichten Berufsverkehr ist ein Taxi daher die sicherere Wahl.

2. Planschen in den Wolken: Infinity-Pools auf Hochhäusern
Hotelpools sind bei Kindern meist enorm beliebt. Liegt dieser dann viele Stockwerke über den Straßen Bangkoks, dürfte die Begeisterung kaum noch Grenzen kennen. Einige familienfreundliche Hotels bieten Infinity-Pools mit freiem Blick über die Stadt.

Von oben reicht die Sicht über das schier endlose Häusermeer und die Wolkenkratzer der Skyline, teilweise bis zum Chao Phraya, der sich durch Bangkok schlängelt. Und nach einigen Stunden in der Stadt tut eine Pause im Wasser ohnehin gut.

Wer seine Familienreise mit möglichst vielen solchen Kontrasten organisieren möchte, kann sich beim Reiseveranstalter Siamways einen individualisierten Familienurlaub zusammenstellen lassen.

Dabei lassen sich nicht nur Bangkok, Natur, Begegnungen mit Einheimischen und entspannte Strandtage miteinander verbinden, sondern auch genügend freie Zeit mit einplanen, damit der Urlaub nicht komplett durchgetaktet ist.

3. Thailands Märkte: Neue Früchte kennen und lieben lernen
Thailändische Märkte sind voll mit Lebensmitteln, die viele Kinder noch nie gesehen haben. Kokosnüsse werden vor ihren Augen aufgeschlagen, kleine Thai-Bananen schmecken überraschend anders als die Exemplare aus dem heimischen Supermarkt und mit Rambutan, Mangostan oder Salak landen völlig neue Früchte auf dem Teller.

Mutige Familienmitglieder können sich außerdem an die berüchtigte Durian wagen. Ihren Beinamen „Stinkfrucht“ oder sogar „Kotzfrucht“ trägt sie nicht ohne Grund. Wer sich trotzdem ans Probieren wagt, wird häufig feststellen, dass einige Stars im Dschungelcamp mehr Theater machen als nötig.

Frische Durian schmeckt eigentlich nicht ansatzweise so schlecht, wie Geruch und Spitznamen vermuten lassen. Deutlich weniger Überwindung kostet Mango Sticky Rice mit süßer Mango und Kokosmilch.

Und an den zahlreichen Garküchen können Kinder mit den eigenen Augen zuschauen, wie Gemüse, Nudeln und andere Zutaten bei großer Hitze im Wok zubereitet werden.

4. Mittagsschlaf verlängern und Nachtmarkt einplanen
Thailändische Nachtmärkte erwachen erst nach Einbruch der Dunkelheit richtig zum Leben. Auch für Kinder kann es sich deshalb im Urlaub ausnahmsweise lohnen, die reguläre Bettzeit nicht ganz so genau zu nehmen.

Ab spätestens 18 Uhr öffnen zahlreiche Garküchen und Verkaufsstände und die Familie kann das Abendessen einfach auf mehrere kleine Portionen verteilen. Statt sich im Restaurant für ein Gericht zu entscheiden, wird hier von Stand zu Stand probiert.

Noch lustiger wird es, wenn jedes Familienmitglied abwechselnd etwas aussuchen darf, das anschließend alle probieren müssen. Zur Auswahl stehen je nach Markt beispielsweise Frühlingsrollen, gegrillte Spieße, verschiedene Reisgerichte, süße Snacks oder aber die deutlich exotischeren frittierten Insekten.

5. Der Khao-Yai-Nationalpark mit Nashornvögeln und Gibbons
Im Khao-Yai-Nationalpark müssen Kinder manchmal erst die Ohren spitzen, bevor es überhaupt etwas zu sehen gibt. Die Rufe der Gibbons tragen weit durch den Regenwald und sind mit etwas Glück schon zu hören, lange bevor sich einer der Affen zwischen den Bäumen zeigt.

Auch die großen Nashornvögel lassen sich in den Baumwipfeln entdecken. Mit einem erfahrenen Naturführer wird die Wanderung zur gemeinsamen Tiersuche. Er erkennt Spuren, ordnet unbekannte Geräusche zu und entdeckt Tiere zwischen Blättern und Ästen, an denen ungeübte Augen einfach vorbeischauen würden.

So steigen die Chancen erheblich, tatsächlich einige der Bewohner des Regenwaldes zu Gesicht zu bekommen. Neben Gibbons und Nashornvögeln leben im Nationalpark zahlreiche weitere Tiere, darunter andere Affenarten, Echsen und Elefanten.

6. Mit ein paar Worten Thai Türen öffnen
Kinder saugen neue Sprachen auf wie ein Schwamm. Mit „Sawasdee“ für „Hallo“ und „Khob Khun“ für „Danke“ ist der Anfang schnell gemacht und auf dem Markt oder im Restaurant können sie die neuen Wörter direkt ausprobieren.

Dabei erleben sie auch, wie Einheimische reagieren, wenn Besucher sich die Mühe machen, sie in ihrer eigenen Sprache anzusprechen. Ein deutschsprachiger Reiseleiter kann weitere Wörter beibringen und erklären, wie die traditionelle Wai-Begrüßung funktioniert
Vielleicht macht die Reise sogar so viel Lust auf Thai, dass die Kinder nach dem Urlaub noch ein bisschen weiterlernen möchten.

7. Authentisches Dorfleben mit thailändischen Einwohnern
Bei einem organisierten Dorfbesuch lernen Familien eine ganz andere Seite Thailands kennen. Eine lokale Reiseleitung kann den Kontakt zu Einwohnern herstellen und Einblicke ermöglichen, die Urlaubern auf eigene Faust kaum offenstehen.

Je nach Ort gehört dazu beispielsweise der Besuch einer Schule oder einer Familie. Die ersten Wörter Thai können die Kinder hier direkt gebrauchen. Für längere Gespräche hilft die Reiseleitung bei der Übersetzung, denn Englisch oder gar Deutsch können bei den Dorfbewohnern nicht vorausgesetzt werden.

Gemeinsam werden Lebensmittel vorbereitet, gekocht und anschließend gegessen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht das Dorf als Sehenswürdigkeit, sondern der persönliche Austausch. Kinder können Fragen stellen und direkt von den Menschen vor Ort erfahren, wie ihr Alltag aussieht und was sich vom eigenen Leben zu Hause unterscheidet.

8. Das beste Pad Thai entdecken und selbst zum Kochprofi werden
Wie schmeckt eigentlich ein richtig gutes Pad Thai? In Nordthailand können Familien das nicht nur herausfinden, sondern anschließend selbst den Kochlöffel schwingen. Einige Kochkurse beginnen bereits auf einem lokalen Markt, wo gemeinsam Kräuter, Gemüse und Gewürze ausgesucht werden und die Teilnehmer erfahren, welche Zutaten später im Wok landen.

Danach wird geschnippelt, gebraten und abgeschmeckt, bis das eigene Pad Thai oder Curry auf dem Tisch steht. Das Rezept kann anschließend mit nach Hause und beim nächsten gemeinsamen Kochabend noch einmal auf den Tisch kommen.

9. Hotel kann jeder: Übernachten im Baumhaus und auf dem See
Im Khao-Sok-Nationalpark wird schon die Unterkunft zum Abenteuer. Zuerst geht es für die Nacht in ein Baumhaus mitten im tropischen Grün. Für Kinder dürfte allein die Vorstellung, tatsächlich im Dschungel in einem Baumhaus zu schlafen, für ordentlich Aufregung sorgen.

Statt Verkehrslärm begleiten hier die Geräusche des Dschungels das Einschlafen. Anschließend wartet mit einem schwimmenden Bungalow auf dem Cheow-Lan-See das komplette Gegenteil.

Das Wasser liegt direkt vor der Tür und je nach Unterkunft können Kinder gleich hineinspringen. Dahinter ragen bewaldete Kalksteinfelsen in die Höhe. Ein gewöhnliches Familienhotel dürfte nach diesen beiden Nächten jedenfalls ziemlich langweilig wirken.

10. Dschungel pur: Vom Bambusgriff zur Nachtwanderung
Im Dschungel kann sogar das Abendessen zum kleinen Abenteuer werden. Gemeinsam mit einem Guide lernen Eltern und Kinder, wie Bambus vorbereitet und daraus ein einfacher Grill gebaut wird.

Reis oder Curry lassen sich außerdem direkt in Bambusröhren über dem offenen Feuer garen und anschließend gemeinsam verspeisen. Nach dem Essen kommen dann verheißungsvoll die Taschenlampen zum Einsatz.

Bei einer Nachtwanderung zeigt sich der Dschungel von einer völlig anderen Seite. Frösche, Geckos, Insekten und andere nachtaktive Tiere werden sichtbar, während aus dem Dunkeln Geräusche kommen, deren Verursacher sich nicht immer sofort entdecken lassen.

11. Nicht planbar, aber ein Highlight: Der tropische Monsun-Regen Thailands
Nicht alle Höhepunkte einer Thailandreise stehen vorher im Reiseplan. Innerhalb weniger Minuten kann sich der Himmel verdunkeln und ein tropischer Regenguss niedergehen, wie ihn Kinder aus Europa kaum kennen.

Statt sofort unter das nächste Dach zu flüchten, dürfen die Kinder bei einem Regenschauer ruhig einmal klatschnass werden und im warmen Regen herumplanschen. Nur bei Blitz und Donner ist der Spaß vorbei und natürlich ein angemessen geschützter Ort angesagt.
Ansonsten kann allein die schiere Menge an Wasser faszinieren. Und häufig ist der Spuk genauso schnell wieder vorbei, wie er begonnen hat, und die Sonne kommt zurück.

12. Ein Strandtag mit Schnorcheln und Longtailboot
Nach Dschungel, Großstadt und Nachtmärkten darf auf so einer Reise natürlich der Strand nicht fehlen. Auf Inseln wie Koh Ngai und Koh Kradan können Kinder teilweise direkt vom Strand mit Maske und Schnorchel ins warme Wasser steigen.

Zwischen Korallen und tropischen Fischen gibt es einiges zu entdecken und anschließend kann gemeinsam herausgefunden werden, welche Arten tatsächlich vor der Taucherbrille vorbeigeschwommen sind.

Noch mehr vom Meer gibt es beim Inselhopping mit einem traditionellen Longtailboot. Rund um Koh Ngai, Koh Kradan und Koh Mook können Familien zwischen den Inseln unterwegs sein, zum Schnorcheln ins Wasser springen und an kleinen Stränden Halt machen.

Unvergessliche Erinnerungen an jedem Zwischenstopp
Am Ende sind es nicht unbedingt die berühmtesten Sehenswürdigkeiten, von denen Kinder zu Hause als Erstes erzählen. Vielleicht ist es die erste Durian, der Ruf eines Gibbons zwischen den Bäumen, das selbst gekochte Pad Thai oder die Fahrt mit dem Longtailboot von einer Insel zur nächsten.

Damit möglichst viele Seiten Thailands Platz in einer Familienreise finden, kann eine individuelle Planung sinnvoll sein. Der Reiseveranstalter Siamways stellt Rundreisen zusammen, die beispielsweise Bangkok, Nationalparks, Nordthailand und einige Tage auf den Inseln verbinden.

Dabei bleibt genügend freie Zeit, damit zwischen all den neuen Eindrücken auch einfach Urlaub stattfinden kann. (prm)
Nachricht vom 20.09.2026 www.ak-kurier.de