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| Nachricht vom 24.09.2026 |
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| Region |
| Erste Sitzung nach der Sommerpause: VG-Rat Wissen stellt Weichen für die Zukunft |
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| Mit einer Stimme Unterschied hat der Verbandsgemeinderat Wissen am Mittwoch, 23. September, den hochwasserangepassten Unterbau für das Kunstrasenspielfeld der Zentralen Sportanlage abgelehnt. Die Sanierung kostet rund 2,4 Millionen Euro, die abgelehnte Variante hätte 240.000 Euro mehr gekostet. Die übrigen Beschlüsse fielen einstimmig. |
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Wissen. Der Verbandsgemeinderat Wissen hat sich in seiner Sitzung am Mittwoch, 23. September, gegen den Vorschlag von Verwaltung und Planungsbüro für den Unterbau des künftigen Kunstrasenspielfeldes auf der Zentralen Sportanlage entschieden. Zehn Ratsmitglieder stimmten dafür, elf dagegen und zwei enthielten sich. Damit fand die hochwasserangepasste Ausführung mit ungebundener Tragschicht keine Mehrheit, die Mehrkosten von rund 240.000 Euro verursacht hätte. Deshalb muss neu geplant werden: Gebaut wird nun die günstigere Variante.
Die Sanierung und Umgestaltung der Anlage sind mit rund 2,4 Millionen Euro veranschlagt. Nach Einschätzung des Planers ist mit einer Steigerung von etwa 10 % zu rechnen.
Zuvor hatte Mark Beckmann vom Ingenieurbüro für Bauwesen Schmidt die beiden möglichen Ausführungen erläutert, die gebundene und die ungebundene Tragschicht. Weil die Sportanlage im Hochwassergebiet der benachbarten Sieg liegt, sei sorgfältig abzuwägen, welche gewählt werde, sagte er. Die ungebundene Tragschicht ist in Bayern Standard. Gegen die aufwendigere Lösung sprachen sich Vertreter der FWG und der SPD-Fraktion aus. Über den Unterbau diskutierten die Ratsmitglieder am längsten.
Bürgermeister Berno Neuhoff zeigte sich mit dem Ergebnis unzufrieden. Mehrere Ratsmitglieder, die die aufwendigere Lösung unterstützt hätten, fehlten entschuldigt.
Getagt wurde im Foyer des Kulturwerks Wissen, weil der Saal bereits für eine Veranstaltung hergerichtet war.
Gitterstabmatten sollen Zuschauer vom Spielfeld trennen
Die Sanierung stand als erster von 14 Tagesordnungspunkten auf dem Programm. Die Verwaltung hatte Beckmann dazu eingeladen; die Tagesordnung wurde während der Sitzung noch erweitert.
Die vorgestellte Planung sieht unter anderem vor, den Zuschauerbereich vom Spielfeld abzugrenzen. Dazu sollen die üblichen Barrieren durch Gitterstabmatten ergänzt werden. Beckmann verwies auf unschöne Szenen, die sich zuletzt häufiger bei Fußballspielen ereignet hätten. Die Matten bildeten eine Grenze zwischen Zuschauern und Spielfeld, während sich die bloße Rohrkonstruktion leicht überwinden ließ. Zudem lässt sich Bandenwerbung daran einfacher befestigen.
Das Regenwasser der Anlage wird künftig durch einen Sedimentabscheider geleitet, bevor es in die Sieg fließt. Er soll verhindern, dass Feststoffe in das Gewässer gelangen, und muss nach Angaben Beckmanns alle acht Jahre gereinigt werden. Außerdem müssen die Flutlichtmasten, die die Standsicherheitsprüfung nicht bestanden haben, ausgetauscht werden. Die vorhandenen LED-Strahler sollen weiterhin genutzt werden.
49.000 Euro für die Sportanlage
Zur Finanzierung trägt auch eine Spende der Else-Schütz-Stiftung über 49.000 Euro bei, die der Rat unter Tagesordnungspunkt 7 einstimmig annahm. Wie viel Geld aus den Sponsorenläufen hinzukommt, steht noch nicht fest.
Wärmeplanung abgeschlossen
Einstimmig nahm der Rat den Abschlussbericht zur kommunalen Wärmeplanung an. Die Planung ist gemäß dem bundesweit geltenden Wärmeplanungsgesetz vorgeschrieben und damit abgeschlossen. Der Beschlussvorschlag führte die rechtlichen Grundlagen sowie Angaben zur Fortschreibung auf.
Jugendarbeit für weitere fünf Jahre gesichert
Erneuert wurde die Kooperationsvereinbarung mit der Katholischen Jugendagentur Bonn über den Betrieb der Offenen Tür Wissen sowie die Streetwork-Tätigkeit. Sie gilt nach Angaben von Neuhoff erneut für fünf Jahre und schafft in diesem wichtigen Bereich Sicherheit. Der Rat stimmte einstimmig zu.
Ebenfalls einstimmig vergab der Rat die Arbeiten zur Sanierung der Köttingsbachverrohrung und beschloss ohne längere Diskussion, Beladungsbestandteile für die Rollcontainer des bestellten Mehrzweckfahrzeugs der Feuerwehr zu beschaffen. Teile der Ausstattung werden aus den bisherigen Fahrzeugen übernommen.
Eine neue Gefahrenabwehrverordnung der Verbandsgemeinde wurde erforderlich, weil die bisherige ausgelaufen war. Sie wurde nach Angaben des Bürgermeisters teilweise angepasst und gilt nun wieder für 20 Jahre. Auch hier gab es keine Gegenstimme.
Ärger über den Breitbandausbau
Zum Breitbandausbau berichtete Neuhoff, dass sich die beteiligten Gewerke nicht auf Termine einigen könnten; daran lasse sich leider nichts ändern. Auch für die Verwaltung seien die wiederholten Arbeiten an Straßen und Bordsteinen ein Ärgernis.
Einstimmig beschloss der Rat zudem die Dachsanierung sowie die Malerarbeiten an der Franziskus-Grundschule Wissen. In der Einwohnerfragestunde kamen unübersichtliche Markierungen am Fahrradstreifen sowie illegale Müllablagerungen zur Sprache. (kkö) |
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