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Nachricht vom 27.09.2026
Region
Jahrmarkt in Wissen auch bei der 57. Auflage wieder ein Erfolg
Hebammen für Sierra Leone: Der 57. Jahrmarkt Wissen sammelt in diesem Jahr für ein Projekt zur Mutter-Kind-Gesundheit im westafrikanischen Land. Die Erlöse des Marktes fließen vollständig dorthin. Eröffnet wurde er am Samstag, 26. September, bei bestem Wetter. Am Sonntag, 27. September, geht es weiter.
Die offizielle Eröffnung fand wie immer auf der Bühne statt (3. v.re.) Dr. Angela Zeithammer. (Fotograf: kkö)Wissen. „Gut betreut von Anfang an" lautet das Motto des diesjährigen Jahrmarkts Wissen. Dahinter steckt ein Projekt, das mehr als 5.000 Kilometer entfernt liegt: Gemeinsam mit der Hilfsorganisation Action Medeor sammelt der Verein Jahrmarkt Wissen Spenden für die Ausbildung von Hebammen und die medizinische Versorgung in den ländlichen Distrikten Moyamba und Bo in der Südprovinz Sierra Leones. Die Erlöse des Jahrmarkts kommen dem Projekt zugute – ob am Stand, am Kuchenbuffet oder beim Kauf eines Loses für die Tombola.

Zur Eröffnung war eigens Angela Zeithammer, Vorstandsmitglied von Action Medeor, angereist. In ihrer kurzen Rede machte sie auf die Dringlichkeit aufmerksam: „Der gefährlichste Moment im Leben des Menschen ist die Geburt. Das Risiko ist für Mutter und Kind noch höher, wenn keine entsprechende Hilfe zur Verfügung steht. Es ist wichtig, dass vor Ort Hebammen ausgebildet werden."

Die Organisation wurde 1964 vom Hausarzt des Vorsters, Ernst Boekels, gegründet. Aus dem Sammeln und Verschicken von Medikamenten ist über die Jahre eine weltweit tätige und anerkannte Hilfsorganisation geworden. In Sierra Leone betreibt Action Medeor bereits eine Hebammen-Schule.

Bei bestem Wetter eröffnet
Über zahlreiche Besucher konnte sich Johannes Bender, Vorsitzender des Vereins Jahrmarkt Wissen, schon kurz nach der Eröffnung um 10.30 Uhr freuen. Das Wetter meinte es diesmal gut mit den Veranstaltern. Im vergangenen Jahr habe man ins Kuchenzelt flüchten müssen, um nicht weggeschwemmt zu werden, sagte Bender lachend – danach sehe es in diesem Jahr nicht aus.

Als Schirmherr war erneut Julian Schmitz-Avila erschienen, vielen aus der ZDF-Sendung „Bares für Rares“ bekannt". Die kommunale Familie vertraten der Erste Beigeordnete des Landkreises, Tobias Gerhardus, und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wissen, Berno Neuhoff. Unterstützt wurde Bender bei der Eröffnung zudem von Vertretern der Kirchen.

Zur Eröffnung eine Botschaft
Neuhoff beschrieb den Markt mit deutlichen Worten: „Der Jahrmarkt Wissen ist nicht nur ein sinnstiftender Ort des Miteinanders und der Begegnung, sondern ein Ort, der von Zuversicht und Optimismus für unsere Stadt geprägt ist. Er ist damit das ‚Gegengift' zum Alleinsein, zu den Kriegen in der Welt, zum Pessimismus und zu demokratiefeindlichen Tendenzen in unserer Gesellschaft." Für diese Worte erhielt er großen Applaus.

Der Flohmarktbereich wurde auf den Platz vor dem Rathaus verlegt. Dort hatten Mitarbeiter der Offenen Tür Wissen eine Kinderwelt mit Spielen und einer Hüpfburg eingerichtet. Die Marktstände und die Versorgung der Besucher werden nach Angaben Benders ausschließlich von Vereinsmitgliedern und weiteren Ehrenamtlichen betreut.

Engagement soll Früchte tragen
Alle Verantwortlichen hoffen, dass weitere Märkte folgen werden. Projekte, für die sich der Einsatz lohnt, gebe es nach Ansicht des Vorsitzenden überall reichlich. Einig sind sich die Beteiligten vor allem darin, dass das Engagement der zahllosen ehrenamtlichen Helfer, insbesondere der vielen Jugendlichen, nicht ohne Resonanz bleiben sollte. Geöffnet ist der Jahrmarkt auch am Sonntag, 27. September. (kkö)
       
       
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