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| Pressemitteilung vom 28.09.2026 |
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| Region |
| Mehrsprachigkeit in Kitas: Chance und Herausforderung |
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| Ein selbstverständliches "Günaydin" oder "Ma'a salama", oder auch ein fröhliches "Hola" oder "Arrividerci": Kurze Begrüßungs- oder Abschiedsworte aus anderen Ländern, doch längst auch im deutschen Alltag angekommen. |
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Kreis Altenkirchen. Da stellt der Kreis Altenkirchen keine Ausnahme dar. Und zu diesem Alltag gehören auch und gerade die Kindertagesstätten. Vorbei die Zeiten, als Kinder ausschließlich die deutsche Sprache und maximal noch das Platt ihres Heimatdorfes beherrschten. Immer mehr Kinder wachsen mehrsprachig auf, was auf der einen Seite enorme Chancen bietet, auf der anderen Seite aber auch die pädagogischen Fachkräfte in den Kitas vor neue Herausforderungen stellt.
Das Thema des inzwischen 20. Fachtags der Kita-Fachberatung des Jugendamts der Kreiverwaltung im Rahmen der "Qualitätsentwicklung im Diskurs" war daher einmal mehr sehr bewusst gewählt worden: Die Veranstaltung unter der Überschrift "Sprachliche Bildung und pädagogische Bildung im pädagogischen Alltag: Mehrsprachliches Aufwachsen begleiten" verfolgte erneut das Ziel, sowohl Trägern als auch Erziehern wichtige Hintergrundinformationen und Handlungsempfehlungen an die Hand zu geben. Gemeinsam mit dem Institut für Bildung, Erziehung und Betreuung in der Kindheit Rheinland-Pfalz (IBEB) wird seitens der Fachberatung seit Jahren an einer gezielten Weiterentwicklung der Einrichtungen gearbeitet. Diesmal war unter anderem Geschäftsführerin Ulrike Pohlmann nach Altenkirchen gekommen.
"Sprache ist der Schlüssel zur Welt": Jugendamtsleiter Mark Schneider wusste in seiner kurzen Begrüßung zwar, dass er damit eine Phrase bedient, gleichwohl sage dieser Satz alles aus: "Kinder können mit Sprache die Welt entdecken, sich ausdrücken und Zugehörigkeit finden."
Als Referentin hatte Kita-Fachberaterin Katrin Schramm diesmal die Erziehungs- und Sozialwissenschaftlerin Maria J. Hammel (Köln) eingeladen, zu deren Forschungsschwerpunkten die sogenannte "Translanguaging-Pädagogik" gehört. Ihr Eindruck ist der, "dass Mehrsprachigkeit immer noch nicht als selbstverständlich erachtet wird". Die Kitas stünden dabei durchaus unter einem gewissen Druck der (Grund-)Schulen, würden dort doch ausschließlich deutsche Sprachkenntnisse erwartet. Ihr Ziel sei es, bei Fachtagen wie diesen den Fachkräften Argumente pro Mehrsprachigkeit an die Hand zu geben. Gerade auch auf dem weiteren Lebensweg der Kinder – Stichwort Bildungsbiographie – könne das ein wichtiger Vorteil sein, so Hammel.
Wie immer bei den Fachtagen hatten alle Teilnehmenden ausgiebig Gelegenheit, nach dem Vortrag Fragen zu stellen. Ebenso wurde das Thema im Anschluss wieder in verschiedenen Workshops vertieft. Dabei wurde nicht nur der Blickswinkel der Fachkräfte selbst, sondern auch der der Kinder und Familien eingenommen. (PM)
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