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Pressemitteilung vom 28.09.2026
Rheinland-Pfalz
Kommunale Rechenzentren schalten Fachverfahren vorsorglich ab
Wegen einer bekannt gewordenen Sicherheitslücke sind in Rheinland-Pfalz zentrale IT-Systeme der Verwaltungen vorübergehend abgeschaltet worden. Ein erfolgreicher Cyberangriff liegt nach Angaben der kommunalen Rechenzentren nicht vor, personenbezogene Daten seien nicht gefährdet.
Symbolbild.Rheinland-Pfalz. Die Betriebsrechenzentren des ZIDKOR - die KDZ Mainz und das KGRZ Koblenz - haben am Sonntagnachmittag, 27. September, bestimmte IT-Systeme vorsorglich heruntergefahren. Die Sicherheitslücke war am Wochenende bekannt geworden und anschließend bestätigt worden. Die Rechenzentren installieren derzeit die vom Hersteller bereitgestellten Sicherheitsupdates, sogenannte Patches.

Betroffen sind alle 194 hauptamtlich geführten Gemeinden, Städte und Kreise in Rheinland-Pfalz. Die abgeschalteten zentralen Fachverfahren werden unter anderem in Einwohnermeldeämtern, Pass- und Personalausweisstellen, Kfz-Zulassungsbehörden und Standesämtern eingesetzt. Auch das Waffenwesen und Schulverwaltungsprogramme sind betroffen. Leistungen, die auf diese Verfahren angewiesen sind, können derzeit nicht oder nur eingeschränkt erbracht werden.

Die Auswirkungen sind grundsätzlich landesweit vergleichbar, da mit Ausnahme des Waffenwesens einheitliche Fachverfahren eingesetzt werden. Unterschiede ergeben sich aus den jeweiligen Zuständigkeiten und den verwendeten Verfahren. Landkreise und Städte sind für das Kfz-Zulassungswesen verantwortlich, Verbandsgemeinden betreiben teilweise Außenstellen. Standesämter gehören zu den Verwaltungen der Städte, Gemeinden und Verbandsgemeinden; die Landkreise sind in diesem Bereich nicht betroffen.

Kein erfolgreicher Cyberangriff
Die Systeme wurden vorsorglich abgeschaltet, um die Daten bis zum Schließen der Sicherheitslücke zu schützen. Nach Angaben der Rechenzentren sind personenbezogene Daten nicht gefährdet. Die Abschaltung soll genau dies sicherstellen.

Die Verwaltungen handhaben den Ausfall einzelner Anwendungen im Rahmen ihres jeweiligen betrieblichen Notfallmanagements. Zentrale Anweisungen gibt es nicht. Die für Montag vereinbarten Termine wurden abgesagt; die Verwaltungen informieren über ihre jeweiligen Kanäle.

Die Rechenzentren rechnen damit, dass ab Dienstag, 29. September, wieder Normalbetrieb herrscht. Bürgerinnen und Bürger mit dringenden Anliegen sollen sich direkt an die zuständige Verwaltung wenden und das weitere Vorgehen individuell abstimmen. Aktuelle Informationen stellen die Verwaltungen über ihre Informationskanäle bereit. PM/Red
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