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Pressemitteilung vom 29.09.2026
Rheinland-Pfalz
Plüschige Helfer im Einsatz - Seelentröster-Teddys für Rheinland-Pfalz
In Rheinland-Pfalz erhalten Polizisten nun einen besonderen Begleiter an ihrer Seite: Seelentröster-Teddys. Diese sollen Kindern in schwierigen Situationen Trost spenden und Halt geben.
Polizeiprojekt "Teddybären für Kinder in Not". Foto: Helmut Fricke/dpaMainz. In jedem Streifenwagen der rheinland-pfälzischen Polizei werden künftig Seelentröster-Teddys mitfahren, um bei Einsätzen betroffenen Kindern beizustehen. Die Deutsche Teddy-Stiftung hat bereits 1.100 dieser Stofftiere für die 375 Funkstreifenwagen beschafft, erklärte Innenminister Achim Schwickert (CDU) in Mainz. Seit Herbst 2023 wird das Konzept in einem Pilotprojekt der Polizeidirektion Koblenz getestet, wobei die Rückmeldungen der Beamten äußerst positiv ausfielen, so Polizistin Kim Zorn. Sie selbst habe es als hilfreich empfunden, in belastenden Momenten etwas für Kinder bereitzuhalten.

Die Idee entstand während einer Autofahrt von Kim Zorn und ihrem Mann Kevin, beide damals in der Ausbildung an der Hochschule der Polizei. Ihre Bachelorarbeit über psychologische Erste Hilfe thematisierte ebenfalls diese Teddys. Unterstützt wurde das Projekt von Polizeiseelsorger Hubertus Kesselheim, der das Vorhaben maßgeblich vorantrieb. Kevin Zorn, ursprünglich aus Sachsen-Anhalt, berichtete, dass dort ähnliche Teddys bereits erfolgreich eingesetzt wurden: ?Wir mussten das Rad nicht neu erfinden, sondern nur nach Rheinland-Pfalz rollen.?

Kesselheim sieht die Teddys als wichtiges Einsatzmittel, da Polizeieinsätze oft von Gefühlen wie Angst und Verunsicherung begleitet werden, die besonders Kinder überfordern. Er betont: "In solchen Momenten braucht ein Kind keine Erklärungen mit großen Worten, sondern ein kleines Stück Sicherheit." Die Teddys können zwar kein Gespräch oder professionelle Zuwendung ersetzen, aber sie bauen Brücken und zeigen den Kindern, dass sie nicht allein sind.

Die Finanzierung der Teddys erfolgt durch die Stiftung Kriminalprävention in diesem und dem nächsten Jahr. Wann ein Teddy an ein Kind übergeben wird, entscheiden die Polizisten je nach Situation vor Ort selbst - sei es nach einem Verkehrsunfall, einem Familienstreit oder häuslicher Gewalt. Innenminister Schwickert betonte: "Gerade, wenn Kinder betroffen sind, benötigt gute Polizeiarbeit neben Professionalität auch Einfühlungsvermögen."
(dpa/bearbeitet durch Red)

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